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Weitere Auswirkungen der Zinsschwankungen

Aufgrund der marginalen Zinssteigerung erhöht sich auch die Standardrate (ermittelt auf Basis einer exemplarischen Finanzierung von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihungsauslauf sowie einer zehnjährigen Sollzinsbindung) um neun Euro auf 428 Euro. Sie liegt damit immer noch mehr als 50 Euro unter dem Vorjahresmonat.

Kunden sorgen vor: Nachfrage nach Anschlussfinanzierungen steigt

Datenanalyse – Dr. Klein Trendindikator für Baufinanzierung (DTB) November 2016

Lübeck, 21. Dezember 2016. Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG, berichtet über aktuelle Trends in der Baufinanzierung und kommentiert die Ergebnisse des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB).

Infografik DTB November 2016: Nachfrage nach Anschlussfinanzierungen steigt
Infografik: Nachfrage nach Anschlussfinanzierungen steigt

Anteil an Forward Darlehen nimmt zu +++ Beleihungsauslauf und Tilgung leicht rückläufig +++ Zinsfestschreibung etwas länger +++

Im Oktober und November wurden die Darlehensnehmer von leicht schwankenden Zinsen beeinflusst – und teilweise auch verunsichert. Ein Grund dafür: der überraschende Ausgang der US-Wahl. Insgesamt waren kurz danach bei Baukrediten mit zehnjähriger Zinsbindung Steigerungen von 0,2 Prozentpunkten zu verzeichnen. Darauf reagieren besonders Kunden, deren Anschlussfinanzierung ansteht. Sie wollen sich das aktuell niedrige Zinsniveau sichern und schließen deshalb im November vermehrt Forward Darlehen ab. Ihr Anteil steigt um mehr als zwei Prozentpunkte auf 14,62 Prozent.

Als eine weitere Folge der relativ bewegten Zinsen könnte die Reduzierung des anfänglichen Tilgungssatzes gewertet werden. Wählten Darlehensnehmer im Oktober einen durchschnittlichen Satz von 2,96 Prozent, beträgt er im November 2,94 Prozent. Durch eine geringere Tilgung sinkt auch die monatliche Belastung für Darlehensnehmer. Sie nehmen dadurch allerdings eine längere Rückzahlungszeit in Kauf. Eine leichte Veränderung zeigt sich bei der Sollzinsbindung: Hier geht es wieder etwas aufwärts. Einen Monat länger (13 Jahre und zehn Monate) sichern sich Kreditnehmer die derzeitigen Zinskonditionen.

Auch zum Jahresende solide Finanzierungen

Im Durchschnitt nehmen Kunden im November eine Darlehenssumme von 197.000 Euro auf. Dieser Betrag entspricht exakt dem aus Oktober. Fast genau auf dem Vorjahresniveau befindet sich der Beleihungsauslauf: Das Verhältnis zwischen Darlehenssumme und dem Beleihungswert sinkt im Vergleich zu Oktober um etwa einen Prozentpunkt auf 77,80 Prozent. Insofern setzen Kreditnehmer wieder etwas mehr Eigenkapital ein, um beispielsweise einen günstigeren Sollzins zu erhalten.

Annuitätendarlehen sinken, Forward Darlehen steigen

Der Klassiker unter den Darlehensformen ist im November etwas weniger stark nachgefragt: 73,67 Prozent der Kunden entscheiden sich für Darlehen mit gleichbleibender Rate. Diesem sinkenden Wert steht eine steigende Nachfrage nach Forward-Finanzierungen gegenüber: 14,62 Prozent im Vergleich zu 12,94 Prozent im Vormonat. Auch der Anteil an KfW-Darlehen ist leicht erhöht: 7,92 Prozent (11/2015: 9,40 Prozent) der Darlehensnehmer nehmen diese Art der Förderung in Anspruch. Variable Darlehen gehen weiter kontinuierlich zurück, ihr Anteil sinkt auf 0,81 Prozent.

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Über den Dr. Klein-Trendindikator für Baufinanzierung (DTB)

Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter. Dazu zählt neben der Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und dem Beleihungsauslauf auch die Verteilung der Darlehensarten. Die Standardrate zeigt zudem an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150 Tsd. Euro an monatlicher Rate kostet. Anders als oft schwer vergleichbare Durchschnitts-Zinssätze, ermöglicht die Standardrate dem Privatkunden, die tatsächlichen Kosten für die Finanzierung einer Immobilie zu vergleichen. Die Ergebnisse des DTB werden monatlich aus Daten der EUROPACE-Plattform errechnet. EUROPACE ist der einzige unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Der DTB basiert auf bis zu 20.000 Finanzierungen mit einem monatlichen Finanzierungsvolumen von über 3 Mrd. Euro.

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Dr. Klein ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren am Markt etabliert. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit oder Geldanlage. Kunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Das Unternehmen baut seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit mehr als 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten vertreten.

Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Kunden von Dr. Klein stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dafür wurde das Unternehmen 2014 und 2015 u.a. von Springer-Fachmedien als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und von dem DISQ und n-tv zum dritten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairnesspreis“ ausgezeichnet. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.