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Baufinanzierungszinsen in stabiler Seitwärtsbewegung

Zinskommentar der Dr. Klein & Co. AG

Lübeck, 12. Mai 2016. Die Baufinanzierungszinsen entwickelten sich in den vergangenen Wochen rückläufig. Anfang März sank der Bestzins für 10-jährige Hypothekendarlehen weiter auf 1,05 Prozent. Auf ihrer jüngsten Sitzung am 10. März hat nun die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldpolitik der Eurozone mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket weiter gelockert. Dabei senkte sie – für viele Marktteilnehmer überraschend – den Leitzins erstmals auf 0,0 Prozent.

Infografik: Zinskommentar Mai 2016
Infografik: Zinskommentar Mai 2016

Um die Inflation und Konjunktur in Europa anzukurbeln hat die EZB auf ihrer April-Sitzung den Leitzins unverändert auf seinem Tiefststand von 0,0 Prozent belassen. Der Strafzins für Banken, den sie für ihr bei der EZB geparktes Geld zahlen, blieb bei -0,4 Prozent. Darüber hinaus begann die EZB ihr Anleihekaufprogramm auf 80 Milliarden Euro pro Monat aufzustocken. Notenbank-Chef Draghi wies darauf hin, dass die Zinsen für einen längeren Zeitraum auf dem derzeitigen oder sogar einem niedrigeren Niveau blieben und die Notenbank ihr Mandat voll ausnutzen werde. Auf Kritik aus Deutschland hinsichtlich einer möglichen Mandatsverletzung der EZB erwiderte Draghi, dass es Aufgabe der Notenbank sei, die Preisstabilität für die gesamte Euro-Zone zu sichern, nicht nur für Deutschland. Die EZB sei unabhängig und folge dem Gesetz, nicht Politikern.

Im Frühjahr haben sich einige Indikatoren für die Euro-Zone aufgehellt. So hat sich das Wachstumstempo im ersten Quartal auf 0,6 Prozent verdoppelt, die Arbeitslosenquote fiel mit 10,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 2011. Die Verbraucherpreise gingen jedoch im April um 0,2 Prozent zurück und sind somit nach wie vor weit von der Preisstabilitätsgrenze der EZB, die bei 2,0 Prozent liegt, entfernt.

Fed: Alle spekulieren, wann der Leitzins erhoben wird

Auf ihrer Sitzung am 27. April hat sich die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) nicht deutlich zu einer weiteren Leitzinserhöhung geäußert. Fachleute gehen aufgrund der optimistischeren Äußerungen unter anderem hinsichtlich des US-Arbeitsmarktes davon aus, dass die Fed noch in diesem Jahr ein bis zwei Zinsanhebungen durchführen wird. Dies würde die im Dezember 2015 eingeläutete Zinswende fortsetzen.

Weiterhin günstige Finanzierungskonditionen

„Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer werden in den kommenden Wochen weiterhin äußerst attraktive Finanzierungskonditionen vorfinden“, berichtet Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. „Dies beruht auf der Fortsetzung der expansiven Geldpolitik der EZB. Da auch von der US-Notenbank kein klares Votum zu einer Leitzinserhöhung kam, erwarten wir auf kurze bis mittlere Sicht schwankend niedrige Baufinanzierungszinsen.“ 

Gawarecki empfiehlt: „Um das Zinsänderungsrisiko zu vermeiden, sollten Immobilienkäufer für ihren Kredit eine lange Zinsbindung wählen.“ 20-jährige Zinsbindungen zum Beispiel gibt es bei einem gewissen Eigenkapitaleinsatz der Kunden gegenwärtig bereits für unter 2,0 Prozent. Mit einer hohen Tilgung kann das Darlehen dann schneller reduziert werden. Hausbesitzer, die eine Anschlussfinanzierung benötigen, treffen derzeit ebenfalls auf ein attraktives Umfeld. „Wir stellen fest, dass im März der Anteil an Forward-Darlehen einen neuen Rekordwert erzielt hat – die Tendenz wird anhalten“, berichtet Gawarecki.

Die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen wird von verschiedenen weltpolitischen Ereignissen beeinflusst. Ein Thema, das die Schlagzeilen beherrscht, ist der sogenannte Brexit. Ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union – das EU-Referendum findet am 23. Juni statt – hätte weitreichende Folgen, da etablierte Handelsbeziehungen angepasst werden würden. Unsicherheit besteht auch hinsichtlich der impulslosen Weltkonjunktur, der weiterhin niedrigen Rohölpreise und einem möglichen Wiederaufflammen der Griechenlandkrise. Die Auswirkung der Flüchtlingskrise auf die Wirtschaft ist ebenso schwer einzuschätzen.

Tendenz

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend

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Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Dr. Klein ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren am Markt etabliert. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit oder Geldanlage. Kunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Das Unternehmen baut seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit mehr als 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten vertreten.

Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Kunden von Dr. Klein stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dafür wurde das Unternehmen 2014 und 2015 u.a. von Springer-Fachmedien als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und von dem DISQ und n-tv zum dritten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairnesspreis“ ausgezeichnet. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.