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Neue Heizung 2024: Vorschriften, Kosten und Förderungen

Introbild neue Heizung
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Florian Unterfrauner
7 Min.
27.04.2023
Das Wichtigste in Kürze
  • Ab 2024 muss eine neue Heizung zu 65 % aus erneuerbaren Energien gespeist werden.
  • Eine neue Heizung kann zwischen 8.000 € und 30.000 € kosten.
  • Laut Gesetz müssen Gas- und Ölheizungen nach maximale 30 Jahre ersetzt werden.  
  • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördern den Heizungsaustausch.
  • Ein Energieberater kann Sie bei der Heizungswahl fachkundig beraten.

Welche neuen Heizungen sind ab 2024 erlaubt?

Ab dem 1. Januar 2024 müssen in Neubaugebieten neue Heizungen mindesten zu 65 % aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Bei Bestandsimmobilien gibt es Übergangsfristen, die je nach Situation zwischen 5 und 13 Jahren betragen kann. Zu den erlaubten Heizungstypen gehören folgende Heizungsformen:

  • Wärmepumpen
  • Biomasseheizungen
  • Gasheizungen, die mit Biomethan, Wasserstoff oder anderen grünen Gasen betrieben werden
  • Fern- oder Nahwärme
  • Hybridheizungen
  • Stromdirektheizungen
  • Heizung auf Basis von Solarthermie
  • Holzheizung

Ein Einbau von Heizungen, die ausschließlich mit Öl oder Gas funktionieren, ist nicht mehr erlaubt.

Muss ich meine Heizung bereits 2023 austauschen?

Wenn Ihre Gas- und Ölheizungen 2023 eine Lebensdauer von 30 Jahren erreichen, müssen Sie diese austauschen. Die Austauschpflicht ist in §72 des Gebäudeenergiegesetzes von 2020 festgehalten und verbietet die Nutzung von Gas- und Ölheizungen über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren.

Ist Ihre Gas- oder Ölheizung jünger als 30 Jahre, können Sie diese weiternutzen. Sollte Ihre Heizung einen Defekt haben, müssen Sie diese nicht sofort austauschen. Lässt sich die Heizung wieder reparieren, kann Sie auch weiterhin bis zur Höchstgrenze von 30 Jahren laufen.

Neue Heizung: Welche Ausnahmen gibt es?

Es gibt Ausnahmen, die es Ihnen erlauben, Ihre alte Heizung auch länger als 30 Jahre zu nutzen. In folgenden Fällen sind Sie von der Tauschpflicht befreit:

  • Die Öl- oder Gasheizung funktioniert bereits mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik.
  • Die Heizung hat eine Nennleistung von unter 4 oder über 400 Kilowatt
  • Sie nutzen die Heizung nur, um Warmwasser zu erzeugen oder lediglich einen Raum zu heizen.
  • Sie haben die selbst genutzte Immobilie vor dem 1. Februar 2002 gekauft oder geerbt. Dann besteht keine Pflicht, die Öl- oder Gasheizung auszutauschen.

Es gilt zudem eine allgemeine Härtefallregelung. Ist ein Austausch aus besonderen Gründen wirtschaftlich nicht zumutbar, kann eine Ausnahme gewährt werden. So müssen über 80-jährige Eigentümer ihre Heizung oder Etagenheizung im Falle eines irreparablen Schadens nicht gegen ein umweltfreundliches Modell austauschen. Grundvoraussetzung ist aber, dass es sich bei der Immobilie um ein Gebäude mit bis zu sechs Wohnungen handelt und die betroffene Person dort selbst wohnt.

Gibt es Übergangsfristen beim Heizungsaustausch?

Ja, es gibt Übergangsfristen, wenn die Heizung kaputt geht und sich nicht mehr reparieren lässt. In solchen Fällen gibt es unterschiedliche Übergangsfristen:

  • Grundsätzlich gilt eine Übergangsfrist von 5 Jahren.
  • Bei Gasetagenheizungen beträgt die Frist bis zu 13 Jahre.
  • Ist ein Anschluss an ein Wärmenetz absehbar, beträgt die Frist bis zu 10 Jahre.

Während der Übergangsfrist darf auch eine gebrauchte fossile Heizung eingebaut werden. Am Ende der Frist muss aber eine Heizung mit erneuerbarem Energieanteil verwendet werden.

Anders sind die Fristen, wenn Sie ein altes Haus mit einer alten Öl- oder Gasheizung kaufen. Sie haben dann 2 Jahre Zeit die alte Heizung auszutauschen.

Kann ich nach 2025 noch eine Gasheizung einbauen?

Ab dem 1. Januar 2025 wird der Einbau einer Öl- oder Gasheizung als alleiniges Heizungsgerät in Deutschland praktisch verboten sein. Es gibt jedoch eine Übergangsfrist, in der bestehende Gasheizungen weiter betrieben werden dürfen. Wenn die geplante Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes umgesetzt wird, dürfen Hauseigentümer ihre bestehende Öl- oder Gasheizung nur noch bis spätestens 2045 betreiben. Danach soll zusätzlich zum Einbau auch der Betrieb von Gas- und Ölheizungen verboten sein.

Wie kann man bei einer Heizung die 65 % Vorgabe erreichen?

Um die 65 % -Vorgabe für neue Heizungen ab 2024 zu erfüllen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Folgende Optionen können unter anderem in Frage kommen:

  • Eine Heizung einbauen, die mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzt. Dazu können beispielsweise Wärmepumpen, Solarthermieanlagen oder Biomasseheizungen gehören.
  • Ein Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmeversorgung, die zu mindestens 50 % aus erneuerbaren Energien gespeist wird.

Es ist jedoch zu beachten, dass die Wahl der Heizung von verschiedenen Faktoren abhängt, wie zum Beispiel der Gebäudegröße, der Lage und der individuellen Bedürfnisse des Eigentümers.

Neue Heizung: Warum lohnt sich ein Wechsel 2023?

Es lohnt sich, 2023 über einen Wechsel der eigenen alten Heizungsanlage nachzudenken. Die Politik legt seit mehreren Jahren einen Fokus auf umweltschonende Heizungsanlagen, um die eigenen ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Diesen Wandel unterstütz sie mit aktuell noch großzügigen Heizungsförderungen. Zudem sind durch den Angriff Russlands auf die Ukraine die Preise für Öl und Gas in die Höhe geschossen.

Was diese Entwicklung im Detail bedeutet und warum sich eine Heizungsmodernisierung 2023 lohnt, erklären wir Ihnen hier:

Steigende Preise für fossile Brennstoffe

Die Preise für Öl und Gas sind 2022 stark angestiegen. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die Kosten für leichtes Heizöl im Zeitraum von Januar 2021 bis Januar 2023 um 50,5 % gestiegen. Für denselben Zeitraum betrug der Zuwachs bei den Einfuhrpreisen für Erdgas rund 77 %.

Auch wenn die Preise für fossile Rohstoffe wieder sinken, ist zu bezweifeln, ob das niedrige Preisniveau von vor ein paar Jahren wieder erreicht wird. Zudem ist nicht auszuschließen, dass es in Zukunft zu einer ähnlichen Krise kommen kann. Moderne Gasheizungen arbeiten viel effizienter als ältere Modelle und helfen Ihnen dabei, die Kosten zu senken. Noch besser ist eine Heizung, die auf natürliche Wärmequellen setzt. Damit machen Sie sich von geopolitischen Krisen unabhängig.

Gesetzliche Vorgaben zur Heizungsmodernisierung

Bereits 2020 beschoss die damalige Bundesregierung, dass Gas- und Ölheizungen nach spätestens 30 Jahren Laufzeit modernisiert werden müssen. Sollte sich Ihre alte Gas- oder Ölheizung dieser Altersmarke nähern, ist es sinnvoll, über eine neue Heizung im Jahr 2023 nachzudenken.

Laut dem Bundesverband der Schornsteinfeger sind mehr als ein Drittel aller Öl- und Gasheizungen in Deutschland älter als 20 Jahre. Für einige Immobilienbesitzer ist es somit sinnvoll, schon jetzt aktiv zu werden und sich bereits 2023 Gedanken über eine neue Heizung zu machen.

Förderungen für neue Heizung erhalten

Die Politik möchte den Wandel hin zu umweltfreundlichen Heizsystemen ankurbeln und unterstützt deshalb neue Heizungen mit großzügigen Förderungen. In der Vergangenheit hat sich aber gezeigt, dass die Vergabe von Förderungen zum Beispiel im Hausbau vermehrt an höhere Standards geknüpft oder nur für spezielle Maßnahmen ausgezahlt wurden. Ähnlich könnte es auch bei Heizungen laufen. So erhalten Sie zum Beispiel keine Heizungsförderung mehr, wenn Sie Ihre alte Gas- oder Ölheizung durch eine neue, mit fossilen Brennstoffen betriebene Heizung ersetzen. Welche Förderungen Sie für eine neue Heizung erhalten, lesen Sie im Abschnitt „Neue Heizung: Finanzierung und Förderung".

Die Kosten einer neuen Heizung

Eine Heizungsmodernisierung kann ungefähr zwischen 8.000 € und 30.000 € kosten. Zu den populärsten Heizsystemen unserer Zeit zählen der Gas-Brennwertkessel, der Öl-Brennwertkessel, die Wärmepumpe, die Pelletheizung und das Mikro-Heizkraftwerk. Alle haben ihre eigenen Vor- und Nachteile und richten sich teils an ganz unterschiedliche Zielgruppen. Mit unserer nachfolgenden Tabelle bieten wir Ihnen dazu einen ersten Überblick:

HeizungsartKostenWartungskosten p.a. / Heizkosten kWhFunktionsprinzipVorteileNachteileZuschüsse
Gas-Brennwertkesselca. 8.000 €200 € / 13 CentErdgas wird verbrannt, die entstehende Wärme wird über eine Umwälzpumpe an die Heizkörper übergeben.günstig in der Anschaffung, wartungsarmhoher CO2-Ausstoß, fossiler Brennstoff (nicht ökologisch), von örtlichem Gasanschluss abhängigkeine Förderung
Öl-Brennwertkesselca. 8.000 €200 € / 15 CentÖl wird verbrannt, die entstehende Wärmeenergie wird über Wärmetauscher in den Wasserkreislauf gebracht, eine Umwälzpumpe gibt erwärmtes Wasser an Heizkörper weiter.günstig in der Anschaffung, kein Anschluss an ein Netz notwendigfossiler Brennstoff (nicht ökologisch), laufende Kosten vom instabilem Ölpreis abhängig, hoher CO2-Ausstoßkeine KfW-Züschüsse mehr seit 1. Januar 2020
Wärmepumpeca. 9.000-15.000 €50 € / 7 CentStrombetrieben: Eine Wärmepumpe entzieht der Erde, der Luft oder dem Wasser Wärme, um sie für den Heizbetrieb zu nutzen. geringe Wartungskosten, weil Wärmepumpen nicht auf Verbrennung basieren, folglich kein Schornsteinfeger kommen muss, gut geeignet für Fußbodenheizungenteurer in der Anschaffung als Öl- und Gasheizung, verbraucht Strom zum BetriebBAFA-Zuschuss: bis zu 6.000 €
Pelletheizungca. 20.000 €300 € / 5 CentHolzpellets werden über einen Vorratsbehälter nach und nach zum Brenner transportiert, verbrannt, die entstehende Wärme ins Heizsystem übertragen.fast CO2-neutral, Nutzung regenerativer Energie, gut geeignet für große (Mehr-)FamilienhäuserPellet-Lager verbraucht viel Platz im Keller, teuer in der AnschaffungBAFA-Zuschuss: bis zu 8.000 €
Mikro-Heizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung)ca. 20.000-30.000 €1.000 € / 10 CentEine KWK-Anlage nutzt Gas als Brennwertstoff, dessen Energie in Kraft und Wärme verwandelt wird. Die Kraft wird in einem Generator zur Eigennutzung in Strom umgewandelt oder ins öffentliche Netz eingespeist. Die Wärme gelangt über einen Wärmetauscher ins Heizsystem des Hauses.effektive Doppelnutzung des Brennwertstoffs, spart gleichzeitig Heizkosten und Stromkosten, macht unabhängig von Versorgernhoher Anschaffungspreis, vergleichsweise hohe Wartungskostenkeine Förderung
Tabelle: Heizungsarten im Vergleich

Neue Heizung: Finanzierung und Förderung

Spezielle Kredite für Immobilienbesitzer bieten besonders niedrige Zinsen, und der Staat greift Ihnen mit einmaligen Zuschüssen unter die Arme, damit Sie Ihre Öl- oder Gasheizung erneuern können, ohne sich finanziell zu übernehmen.

Wohnkredit für Ihre neue Heizung

Generell reicht ein Wohnkredit, um die Anschaffung einer neuen Heizung zu finanzieren. Sollten die Kosten aber höher als 50.000 € sein, weil Sie zum Beispiel im Rahmen eines Hauskaufes oder einer generellen Modernisierung die Heizung erneuern, können Sie die Kosten über eine Baufinanzierung mit einem Modernisierungskredit abdecken. Unabhängig welche Summe Sie finanzieren möchten, unsere Spezialisten für Baufinanzierung finden denn passenden Kredit für Sie. Füllen Sie einfach unsere Finanzierungsanfrage aus. Wir melden uns umgehend bei Ihnen. 

Staatliche Förderung für Heizungen

Trägt Ihre neue Heizung zur Steigerung der Energieeffizienz Ihres Hauses bei, können Sie außerdem auf Unterstützung von staatlicher Seite setzen. Zwei Institute fördern Ihr Vorhaben unter bestimmten Voraussetzungen:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Sie erhalten hier einmalige Zuschüsse für die Optimierung Ihrer vorhandenen Heizung und den Einbau von Heizungen, die mit regenerativer Energie arbeiten. Das ist zum Beispiel bei Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und Pelletheizungen der Fall. Der Staat bezuschusst den Heizungsaustausch mit bis zu 70 % der förderfähigen Kosten. Diese liegen bei maximal 30.000 €. Die Förderung setzt sich dabei aus folgenden Punkten zusammen, von denen Sie auch mehrere in Anspruch nehmen können:

  • 30 % für den Austausch einer fossilen mit einer klimafreundlichen Heizung
  • 5 % Effizienzbonus, wenn Sie eine Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung mit einer klimafreundlichen Heizung austauschen
  • 30 % wenn Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen 40.000 € nicht übersteigt
  • 20 % Geschwindigkeitsbonus, wen Sie Ihre Heizung frühzeitig austauschen

Je nach Vorhaben und Art der Anlage kann die Höhe des Zuschusses somit bis zu 21.000 € betragen. Die Unterstützung lässt sich ausschließlich beim BAFA selbst beantragen.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Die KfW gewährt für Ihre neue Heizung Förderungen in Form von einem zinsgünstigen KfW-Darlehen mit Tilgungszuschuss. Das trägt erheblich dazu bei, die Anschaffungskosten für eine neue Heizung zu senken. Die KfW konzentriert sich dabei auf Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen. Die Grenze der Bezuschussung liegt bei maximal 37.500 € – diese Höhe erreichen Sie allerdings nur bei sehr umfangreichen Maßnahmenpaketen, die über die Erneuerung der Heizung hinausgehen.

Bitte beachten Sie: Bei Dr. Klein können Sie eine KfW-Förderung nur im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung, die dem Kauf eines Hauses dient, beantragen. Wenden Sie sich für einzelne KfW-Darlehen, die Sie als langjähriger Immobilienbesitzer benötigen, am besten an Ihre Hausbank.

Wann rentiert sich eine neue Heizung?

Je nach Alter und Einbau Ihrer alten Heizungsanlage kann es sich bereits nach 10 Jahren lohnen, ihre Heizung zu modernisieren. Am besten konsultieren Sie in dieser Frage einen Fachmann. Der Bezirksschornsteinfeger kann Ihnen beispielsweise mehr darüber sagen, ob die Verbrauchswerte Ihrer jetzigen Heizung noch in einem vertretbaren Bereich liegen. Aufschlussreich ist auch ein Gespräch mit einem Energieberater. Die Verbraucherzentrale bietet hierzu besonders kostengünstige Brennwertkessel-Check-Ups an. Sie erhalten dabei Antwort auf die Frage, ob Ihr vorhandenes Heizsystem noch optimal eingestellt ist, und bekommen eine entsprechende Handlungsempfehlung mit auf den Weg. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie über www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Welche Heizung passt zu meiner Immobilie?

Damit Sie wissen, welche Heizung am besten zu Ihrer Immobilie passen, haben wir Ihnen hier eine kleine Übersicht zusammengestellt. Es handelt sich dabei um eine grobe Orientierung. Für eine genauere Einschätzung empfehlen wir Ihnen, einen Energieberater zu kontaktieren.

Neubau und Passivhaus

Wer einen Neubau plant, muss sich an die Vorgaben der Energieeinsparverordnung halten. Das bedeutet, dass Neubauten einen niedrigen Energieverbrauch haben müssen. Zudem verpflichtet Sie das Erneuerbare Energie Wärme Gesetz auch regenerative Energiequelle für Ihre Heizung zu nutzen. Deshalb eigenen sich Wärmepumpen in Kombination mit einer Fußbodenheizung im Neubau am besten. Dank guter Isolierung des Gebäudes reicht die niedrige Vorlauftemperatur der Wärmepumpe aus, um für wohlige Wärme in den eigenen vier Wänden zu sorgen. Dadurch lassen sich die Energiekosten reduzieren und Geld sparen.

Bestandsimmobilie

In der Regel verfüget ein Altbau über eine schlechte Dämmung. Der Wärmebedarf ist deshalb höher. Heizsysteme wie moderne Gasbrennwertkessel arbeiten effizient und erreichen höhere Wirkungsgrade als zum Beispiel ältere Öl- oder Gaskessel. Zudem können Sie die neuen Gasheizungen mit Biogas speisen oder durch Solarthermie ergänzen. So sorgen Sie für den nötigen Anteil an erneuerbaren Energien in Ihrer Heizung und entsprechen zukünftigen gesetzlichen Anforderungen.

Wenn Sie etwas mehr Platz haben, können Sie auch über eine Heizung für Pellets, Hackschnitze oder Stückholz nachdenken. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und aktuell günstiger als Gas. Wenn Sie etwas mehr Lagerfläche im Keller oder im Garten zur Verfügung haben, könnte das ebenfalls eine Option sein.

Planen Sie im Rahmen einer Altbausanierung die Dämmung vor dem Austausch der Heizung. So können Energieberater den tatsächlichen Energieverbrauch berechnen und die passende Heizung empfehlen.

Ferienimmobilie

In wenig genutzten Immobilien, wie zum Beispiel Ferienhäusern, kann es sich lohnen, Elektroheizungen zu verwenden. Sie sind Platzsparender und günstiger in der Anschaffung als andere Heizsysteme. Jedoch ist der Betrieb wegen der hohen Stromkosten teurer. Da Sie die Immobilie aber nur ein paar Mal im Jahr nutzen werden, können die Betriebskosten überschaubar bleiben.

Welche Gütesiegel bei einer neuen Heizung?

Für alle Heizsysteme gilt: Wenn Sie Ihre alte Heizung modernisieren wollen, achten Sie bei der Anschaffung in erster Linie auf das bekannte CE-Kennzeichen. Es gibt an, ob die Anlage bezüglich Sicherheit und Gesundheit den geltenden, europäischen Standards entspricht. Hat das CE-Zeichen keine eigene Kennnummer, übernimmt der Hersteller die Fertigungskontrollen selbst. Bei CE-Zeichen mit Kennnummer begleitet eine von Behördenseite anerkannte Prüfstelle die Produktion. Darüber hinaus gibt es eigene Gütesiegel für Heizkörper, die Herstellung von Pellets und Wärmepumpen.

RAL-Gütesiegel für Heizkörper

Bei Heizkörpern hat das RAL-Kennzeichen des Deutschen Instituts für Gütesicherung eine beachtenswerte Aussagekraft. Vor der Vergabe wird unter anderem geprüft, ob die höchste Materialqualität verwendet wurde, ob der Heizkörper exakt geschweißt wurde und ob er der Druckprüfung standgehalten hat. Zudem garantiert das RAL-Zeichen eine regelmäßige Überwachung der Herstellungsprozesse.

ENplus-Gütesiegel für Pellets

Für die Herstellung von Holzpellets existiert ein eigenes Zertifikat, die ENplus-Zertifizierung. Sie stellt sicher, dass die Vorschriften der EU-Norm prEN 14961-2 eingehalten wurden, welche die Betriebssicherheit von Pelletheizungen unterstützen sollen.

EHPA-Gütesiegel für Wärmepumpen

Das Siegel der EHPA (European Heatpump Association) setzt gewisse technische Anforderungen an den Mindestwirkungsgrad des Heizsystems. Es definiert die Einsatzgrenzen einer Wärmepumpe, stellt darüber hinaus aber auch sicher, dass ein flächendeckender Kundendienst zur Verfügung steht und die Lieferung von Ersatzteilen seitens des Herstellers garantiert wird.

Podcast: HAUSgefragt von Dr. Klein

Thorsten Schippmann, Energieberater aus Bad Schwartau, spricht in der Podcast-Folge (26:54) über das Thema „Heizung modernisieren: Wie fange ich an“. Er erläutert die wichtigsten Heizsysteme und gibt Tipps für eine erfolgreiche Antragsstellung von Fördermitteln.

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