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Altersgerechtes Wohnen: So wird Ihr Zuhause fit für die nächsten Jahre

Sie möchten auch im Alter noch problemlos zu Hause wohnen können? Dann sind Umbaumaßnahmen oft unumgänglich. Lesen Sie hier, welche Kosten dabei entstehen und wie Sie das finanzieren.

Introbild Altersgerechtes Wohnen
  • Inhaltsverzeichnis
    • Was Altersgerechtes Wohnen bedeutet

      Die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben, denn gerade im Alter ist die gewohnte Umgebung von unschätzbarem Wert. Lässt zum Beispiel die Sehkraft nach, helfen bekannte Räumlichkeiten bei der Orientierung. Oft werden die Gegebenheiten des Zuhauses aber trotzdem zur Last: Die Treppen lassen sich plötzlich nicht mehr bewältigen, der Duscheinstieg ist viel zu hoch, ohne Geländer ist der Hauseingang auf einmal nicht mehr erreichbar. Altersgerechtes Wohnen lässt sich dann nur durch Umbauen erreichen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die dabei helfen, manchmal sind umfassendere Maßnahmen nötig, um das Eigenheim fit fürs Alter zu machen.

      Wer im Alter gut wohnen möchte, braucht vor allem eines: Sicherheit. Wenn die Augen und die Beweglichkeit nachlassen, dann darf die häusliche Umgebung keine Gefährdung darstellen. Deshalb erfordert altersgerechtes Wohnen in erster Linie Barrierefreiheit. Es dürfen keine Hürden, keine Stolperfallen und Hindernisse im Weg stehen. Sie sollen sich trotz körperlicher Einschränkungen in der eigenen Wohnung frei bewegen und die Wohnung jederzeit alleine betreten und verlassen können.

      Leider sind die meisten Wohnungen und Häuser nicht von vorneherein darauf eingestellt und müssen umgebaut werden. Stufen, Schwellen oder rutschende Teppichläufer sind gefährliche Stolperfallen, die es abzubauen gilt. Eine seniorengerechte Wohnung ermöglicht es Ihnen außerdem, sich weitestgehend selbst zu versorgen, also das Bad zur Körperpflege zu nutzen und problemlos in der Küche zu wirtschaften. Und nicht zuletzt gehört zum altersgerechten Wohnen auch die Sicherheit, im Notfall kommunizieren zu können – beispielsweise über einen Hausnotrufknopf, den Sie immer am Körper bei sich tragen. 

      Finanzierungsmöglichkeiten für barrierefreies Bauen

      Alle beschriebenen Maßnahmen sind im Alter absolut sinnvoll, aber das Umbauen der Immobilie und die Einrichtung neuer Technik kosten etwas. Mit günstigen Krediten und staatlichen Förderprogrammen holen Sie sich finanzielle Unterstützung dazu.

      Wohnung oder Haus umbauen mit Modernisierungsdarlehen

      Als Besitzer einer Immobilie haben Sie die Möglichkeit, ein Modernisierungsdarlehen für Umbauten zu nutzen, um Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung altersgerecht umzugestalten. Das Modernisierungsdarlehen ist ein Ratenkredit mit Zweckgebundenheit: Sie müssen der Bank zu Beginn nachweisen, dass Sie Besitzer der Immobilie sind, an welcher die Veränderungen vorgenommen werden sollen. Dadurch erhalten Sie vom Kreditinstitut günstigere Zinsen als für einen nicht-zweckgebundenen Ratenkredit. Größter Vorteil: Sie können Summen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro finanzieren, müssen die Schuld aber nicht ins Grundbuch eintragen lassen, wie beispielsweise bei einer zusätzlichen Baufinanzierung. Damit ist der zweckgebundene Modernisierungskredit eine unkomplizierte, unbürokratische und günstige Finanzierungslösung für barrierefreies Bauen.

      Finanzielle Unterstützung für altersgerechtes Wohnen von der KfW

      Das wichtigste Förderprogramm für altersgerechtes Wohnen ist auf staatlicher Seite bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) angesiedelt. Es wendet sich nicht nur an ältere Hausbesitzer, die umbauen möchten, sondern auch an alle Jüngeren, die von Beginn an barrierefrei bauen wollen. Zur Verfügung stehen zinsgünstige Darlehen und einmalige Zuschüsse. Das KfW-Förderprogramm 159 Altersgerecht umbauen zahlt einen Zuschuss von 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten für Maßnahmen, die Barrierefreiheit und Einbruchschutz kombinieren (bis zu einem Höchstwert von 6.250 Euro).

      Wenn Sie sich allein auf die Barrierefreiheit konzentrieren, beträgt der Zuschuss zehn Prozent der Kosten bis maximal 5.000 Euro. Den Zuschuss erhalten übrigens auch Mieter, wenn sie mit dem Einverständnis des Vermieters altersgerecht umbauen. Die Zuschüsse der KfW sind Finanzspritzen, die Sie nicht zurück zahlen müssen. Viele Immobilienbesitzer finanzieren das altersgerechte Wohnen mit einem KfW-Kredit. Diesen Kredit von bis zu 50.000 Euro erhalten unabhängig vom Alter alle Privatpersonen, die ein Ein- oder Zweifamilienhaus besitzen.

      Förderung für altersgerechtes Wohnen durch Krankenkasse und Pflegekasse

      Verschiedene Institutionen helfen Betroffenen, notwendige Umbaumaßnahmen für altersgerechtes Wohnen zu finanzieren. Im Krankheitsfall zahlen die Krankenkassen für Hilfsmittel, die vom Arzt verordnet werden – wie etwa ein Hausnotrufsystem oder eine Toilettenhilfe. Die Pflegekasse springt ein, sobald Pflegebedürftigkeit vorliegt. Dann gibt es einen Zuschuss von maximal 4.000 Euro für Umbaumaßnahmen. Wichtig dabei: Erst die Maßnahme bei der Pflegekasse beantragen, dann mit den Umbauarbeiten beginnen – bei verkehrter Reihenfolge ist nicht mit Fördermitteln zu rechnen.

      Die Kosten von barrierefreiem Bauen

      Wer in jungen Jahren baut, möchte vielleicht nicht direkt ans Alter denken. Es lohnt sich aber, einen Schritt schneller zu sein und das neue Zuhause zukunftssicher zu gestalten. Heutzutage wird bei Neubauten ohnehin meist auf die Barrierefreiheit geachtet. Dafür belaufen sich die zusätzlichen Kosten auf etwa ein Prozent der Bausumme.

      Hausbesitzer und Mieter haben die Möglichkeit, nachzurüsten: Vielfach reichen bereits kleinere Maßnahmen, wie Handläufe an der Treppe oder Haltegriffe im Bad, um den Alltag zu erleichtern. Auch der erhöhte Toilettensitz kann selbst oder mithilfe von Freunden und Verwandten angebracht werden. Größere Kosten kommen auf Sie zu, wenn Sie bauliche Veränderungen wie einen Badumbau oder einen Treppenlift planen. Mit folgenden Kosten müssen Sie dabei in etwa rechnen:

      • Eine bodengleiche, barrierefreie Dusche inklusive Einbau kostet ab 3.000 Euro.
      • Für ein komplett altersgerechtes Bad müssen Sie mit etwa 4.500 Euro rechnen, je nach Ausstattung auch mehr.
      • Ein Treppenlift kostet ab 6.000 Euro.
      • Die Einrichtung des Hausnotrufs kostet einmalig etwa 50 Euro und anschließend monatlich zirka 45 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Pflegekasse einen Teil davon.
      • Ein barrierefreier Hauseingang inklusive Montage einer Rampe kostet etwa 1.200 Euro.
      • Das Anbringen eines Handlaufs am Eingang kostet inklusive Montage etwa 300 Euro.

      Checkliste: Maßnahmen für altersgerechtes Wohnen

      Die Liste der möglichen Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Sicherheit verbessern und das selbstbestimmte Leben im eigenen Haus ermöglichen, ist lang. Unsere Kurz-Checkliste bietet Ihnen eine erste Orientierung und hilft dabei, einen Einstieg ins Thema zu finden. Mit Ihr können Sie Ihre Wohnung auf den Prüfstand stellen und herausfinden, wo Verbesserungsbedarf besteht.

      • Wohnung allgemein

        • Untersuchen Sie die Möbel und ihre Aufstellung: Sind die Möbel standsicher? Können Sie auf einzelne Stücke verzichten und so Platz schaffen?
        • Bringen Sie Haltegriffe und Handläufe an Stellen wie beispielsweise neben dem Bett an, um sich das Aufstehen und Navigieren zu erleichtern.
        • Sortieren Sie rutschige Läufer aus und sorgen Sie überall für rutschfeste, fest verlegte Bodenbeläge.
        • Welche Stufen, Schwellen und Durchgänge bereiten Probleme? Achten Sie für einen Rollator auf mindestens 1,20 Meter breite Durchgänge und ziehen Sie gegebenenfalls eine Verbreiterung in Betracht.
        • Wie kann der Zugang zur Wohnung oder zu Balkon und Terrasse erleichtert werden – können Sie eine Rampe einbauen oder den Boden angleichen?
        • Wie lassen sich Treppen überwinden? Kommen eine Rampe / ein Treppenlift in Frage?
      • Badezimmer

        • Können Sie eine bodengleiche Dusche einbauen?
        • Ist genügend Platz vorhanden, sodass Sie mit einer Gehilfe oder dem Rollator hineingelangen können?
        • Lassen sich überall Haltegriffe anbringen?
        • Ist die Toilette hoch genug, sodass Sie sich problemlos hinsetzen und wieder aufstehen können?
        • Könnte ein Hocker in der Dusche Ihnen das Duschen erleichtern?
        • Sind WC und Waschbecken auch aus dem Rollstuhl heraus oder mit einer Gehhilfe leicht zu erreichen?
      • Küche

        • Ist in der Küche eine Sitzgelegenheit vorhanden?
        • Haben Sie genügend Platz für eine Gehhilfe?
        • Können Sie den Herd mit einer Abschaltautomatik nachrüsten?
        • Sind Geräte und Schränke gut erreichbar / nicht zu hoch angebracht?
      • Schlafzimmer

        • Ist Platz für altersgerechte oder pflegegeeignete Betten?
        • Sind die vorhandenen Betten hoch genug, um später noch bequem hineinzukommen und vom Bett wieder aufzustehen?
        • Sind Barrieren auf dem (nächtlichen) Weg vom Bett ins Bad vorhanden und müssen ggf. entfernt werden?
        • Sind die Wege zwischen Bett und Bad auch abends ausreichend ausgeleuchtet?
        • Lassen sich Lichtschalter für das Deckenlicht oder die Nachttischlampe vom Bett aus leicht erreichen?
      • Eingangsbereich

        • Lässt sich die Haustür von außen gut erreichen, d.h.: sind viele Treppen zu überwinden, die ggf. abgebaut werden müssen?
        • Lässt sich am Eingangsbereich ein Treppengeländer nachrüsten?
        • Kann der Eingangsbereich mit einer rollstuhlgerechten Rampe ausgestattet werden?
        • Ist die Eingangstür breit genug, um später noch mit Rollatoren oder anderen Gehhilfen hindurch zu gelangen?
        • Sind an der Eingangstür Schwellen vorhanden, die reduziert werden müssen?
        • Verfügt Ihre Haustür über eine Gegensprechanlage mit automatischer Türöffnung?
        • Lässt sich ein Notrufsystem einbauen?

      Die obere Checkliste hilft Ihnen dabei, sich einen ersten Überblick über den Status Quo Ihres Zuhauses in Sachen Barrierefreiheit zu verschaffen. Dabei haben wir aber nur die wichtigsten Punkte benannt. Eine vollständige Checkliste rund um das Thema „Altersgerechtes Wohnen“ bieten wir Ihnen hier als pdf zum Download an.

      Wichtige Beratungsstellen zum barrierefreien Bauen

      Lassen Sie sich von einem zertifizierten Berater bei der Einschätzung Ihrer Wohnverhältnisse helfen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnanpassung e.V. unterstützt Sie dabei. Sie bietet bundesweit Beratungsangebote an. Ein vor-Ort-Termin verschafft Ihnen Klarheit darüber, welche Maßnahmen notwendig sind, um Ihre Wohnung zukunftssicher umzugestalten. Dieser Schritt hilft Ihnen auch dabei, entstehende Kosten von Beginn an richtig einzuschätzen. Anschließend stehen Ihnen unsere Spezialisten für Ratenkredit zur Seite, sie kennen sich mit der Finanzierung von Projekten rund um das barrierefreie Bauen aus und zeigen Ihnen, welche Kredite dafür infrage kommen.

      Ohne Hürden zum günstigen Kredit

      Bevor Sie mit den Umbaumaßnahmen für altersgerechtes Wohnen beginnen können, muss die Finanzierung stehen. Unsere Spezialisten für Ratenkredite helfen Ihnen dabei, einen Plan aufzustellen und sich darüber klar zu werden, wie hoch Ihr Finanzierungsbedarf ist. Auf Wunsch ermitteln sie auch infrage kommende, günstige Kreditangebote für Sie. Sprechen Sie uns einfach an und vereinbaren Sie einen Termin zu einem unverbindlichen Gespräch bei Ihrem Berater vor Ort.

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