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Darlehenszinsen weiterhin auf niedrigem Niveau

Lübeck, 21.09.2020: Gute Aussichten für Bauherren und Immobilienkäufer: Die Darlehenszinsen sind nicht weit vom Rekordtief aus dem März 2020 entfernt. Doch was bedeutet es eigentlich, wenn die Darlehenszinsen wieder leicht steigen würden? Und ist das mittelfristig realistisch? Die Antworten finden Sie im aktuellen Zinstrend. 

  • Inhaltsverzeichnis
    • Wo lagen die Darlehenszinsen im August?

      Der Bestzins für ein zehnjähriges Hypothekendarlehen lag im August 2020 bei 0,44 Prozent, bei Darlehen mit 15 Jahren Zinsbindung waren es 0,68 Prozent und bei 20 Jahren 0,95 Prozent (Stand 26.08.2020). Einen Überblick über den Verlauf der Darlehenszinsen finden Sie auf der Seite aktuelle Bauzinsen.

      Wo liegen die Darlehenszinsen aktuell?

      Die langjährige Niedrigzinsphase setzt sich auch im September 2020 fort. Aktuell liegt der Bestzins:

      • für ein zehnjähriges Hypothekendarlehen bei 0,39 Prozent
      • bei Darlehen mit 15 Jahren Zinsbindung bei 0,68 Prozent
      • bei Darlehen 20 Jahren Zinsbindung bei 0,94 Prozent  (Stand 19.09.2020)

      Die Bestzinsen sind im September 2020 also noch einmal leicht gesunken. Zum Vergleich: Im September 2015 lag die Sollzinsbindung für ein zehnjähriges Hypothekendarlehen bei 1,44 Prozent, bei 15 Jahren waren es 1,89 Prozent und bei 20 Jahren 2,13 Prozent. 

      Die Darlehenszinsen sind also in den letzten fünf Jahren grob gerundet zwischen 25 bis 45 Prozent gefallen. Bauherren, Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer profitieren also von der aktuellen Zinsentwicklung.

      Grafik: Zinstrend September 2020

      Grafik Chart: Bestzins 10-jähriger Hypothekendarlehen und Rendite 10-jähriger Bundesanleihen (September 2018 - September 2020)

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      Zinsprognose bis Ende 2020

      Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG, erwartet auf absehbare Zeit keine galoppierende Veränderung des sehr niedrigen Zinsniveaus: „Selbst wenn die Inflation wieder anziehen sollte, rechne ich nicht direkt mit steigenden Zinsen. Viele Staaten können sich deutlich höhere Zinsen aufgrund ihrer Rekordschuldenstände kaum leisten. Der EZB sind damit ein Stück weit die Hände gebunden und sie kann nicht mit starken Zinserhöhungen gegensteuern.“

      Zwar sei ein moderater Anstieg der Darlehenszinsen in 2020 möglich, doch „das Zinsniveau wird immer noch auf einem im historischen Vergleich günstigen Niveau verbleiben.“ Kurzfristig rechnet Zinsexperte Neumann mit einer geringen Bewegung bei den Darlehenszinsen. 

      Prognose: Darlehenszinsen

      Kurzfristige Entwicklung (1 Monat)Steigende Schwankung
      Mittelfristige Entwicklung (6 Monate)Schwankend seitwärts, auf niedrigem Niveau
      Die aktuellen Tendenzen der Darlehenszinsen

      In unserem Zinstrend sprechen wir bewusst vom Bestzins. Das bedeutet Ihre individuellen Darlehenszinsen können vom Bestzins abweichen. Denn um den Bestzins zu erhalten, brauchen Sie unter anderem eine herausragende Kreditwürdigkeit

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      Niedrige Inflation und starker Euro: Wie reagiert die EZB?

      Die Inflation in der Eurozone stagniert seit geraumer Zeit und seit März 2010 ist der Euro-Kurs im Vergleich zum US-Dollar um zehn Prozent gestiegen. Ein starker Euro verteuert Ausfuhren in andere Länder und verbilligt Einfuhren in die Eurozone. Er wirkt damit einer konjunkturellen Erholung und einer steigenden Inflation in der Tendenz entgegen.

      Aktuell ist die Inflation in der Mehrzahl der EU-Mitgliedstaaten negativ, die Lebenshaltung wird also billiger. Im August 2020 lag sie bei -0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mittelfristig strebt die Europäische Zentralbank (EZB) eine Inflationsrate „nahe an, aber unter zwei Prozent“ an. Doch seit dem Frühjahr 2013 hat sie dieses Ziel oftmals verfehlt.

      Trotzdem plant die EZB vorerst keine weitere Auflockerung ihrer Geldpolitik, zum Beispiel in Form neuer Hilfsprogramme. Die Aufwertung des Euros werde die EZB beobachten und die Auswirkungen auf die Inflation bewerten. Doch ein konkretes Kursziel für den Euro gäbe es nicht, so Notenbankchefin Christine Lagarde auf der Pressekonferenz zur EZB-Ratssitzung. „Lagarde ist es nicht gelungen, den Euro-Anstieg einzubremsen“, kommentiert Michael Neumann.

      EZB-Strategieprüfung: Wie weit wird die EZB dem Vorbild der Fed folgen?

      Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) richtet ihre geldpolitische Strategie neu aus. Fortan toleriert sie für eine unbestimmte Zeit eine Inflationsrate von über zwei Prozent, wenn diese zuvor unter der Zwei-Prozent-Marke lag. Somit betrachtet sie fortan die Inflation als Durchschnittsziel und hofft damit ein weiteres Abrutschen der Inflation beziehungsweise eine Deflation zu verhindern.

      Auch die EZB ist gerade dabei, ihre geldpolitische Strategie zu überprüfen. Im Sommer 2021 soll die Strategieprüfung abgeschlossen sein. Michael Neumann glaubt nicht, dass die EZB die neue Strategie der Fed einfach übernehmen wird. „Deutschland hat aufgrund der Erfahrungen mit galoppierenden Preisen fast panische Angst vor einer zu hohen Inflation. Ich erwarte daher eine abgeschwächtere Lösung als das durchschnittliche Inflationsziel der Fed.“

      Doch Michael Neumann ist davon überzeugt, dass die EZB eine neue Strategie benötigt. „Die EZB mahnt seit einem Jahrzehnt Reformen an und erkauft der Politik durch Anleihekäufe und niedrige Zinsen immer neue Zeit dafür. Anstatt Reformen umzusetzen, häufen viele Euro-Staaten allerdings immer höhere Schuldenberge an und machen sich damit abhängig von den Niedrigzinsen. Die Notenbank ist inzwischen in einer Zwickmühle gefangen und droht zu einem Erfüllungsgehilfen der Politik zu werden.“

      Wie wirken sich steigende Zinsen auf die Kosten der Baufinanzierung aus?

      Bauherren, Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer profitieren weiterhin von der sogenannten Niedrigzinsphase, deren Ende nicht absehbar ist. Allerdings kann auch ein moderater Anstieg der Darlehenszinsen um beispielsweise 0,5 Prozent die Baufinanzierung wesentlich verteuern.

      In der Regel sprechen wir bei einer Baufinanzierung von einem sechsstelligen Betrag. Somit können schon geringe Schwankungen beim Zinssatz​​​​​​​ einen großen finanziellen Unterschied ausmachen. Anhand eines kleinen Rechenbeispiels wollen wir Ihnen die Auswirkungen verdeutlichen.

      Angenommen Sie würden ein Haus im Wert von 330.000 Euro kaufen und dafür ein Darlehen in Höhe von 280.000 Euro aufnehmen, und zwar mit einer anfänglichen Tilgung von drei Prozent und einer Zinsbindung von zehn Jahren. Dann wirkt sich ein niedriger Zinssatz positiv auf die monatliche Rate und die Zinskosten aus.

       Zeitpunkt AZeitpunkt B
      Sollzins1,20%1,60%
      Monatliche Rate980,00€1.073,33€
      Zinskosten28.399,54€37.772,47€
      Restschuld nach 10 Jahren190.799,53€188.972,87€
      Gesamtlaufzeit bei gleichen Zinssatz28 Jahre26 Jahre und 7 Monate
      Tabelle: Beispielrechnung unterschiedliche Zinssätze

      Das Rechenbeispiel zeigt: Je geringer der Zinssatz, desto weniger Zinskosten müssen Sie zahlen. In unserem Rechenbeispiel sind das rund 9.400 Euro. Zudem wirkt sich der günstige Zinssatz positiv auf die Monatsrate aus. Sie sparen knapp 100 Euro pro Monat. Sie können also viel Geld sparen, wenn Sie den richtigen Zeitpunkt für Ihre Baufinanzierung wählen.

      Schneller schuldenfrei durch niedrige Darlehenszinsen?

      Für Immobilienkäufer und Bauherren können die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten auch zu einem Stolperstein werden. „Viele Menschen glauben, dass sie bei günstigen Zinsen auch schneller schuldenfrei sind. Doch das Gegenteil ist der Fall: Ein Darlehen mit niedrigem Zinssatz läuft bei gleicher anfänglicher Tilgungsrate deutlich länger als eines mit hohem Zins“, erklärt Michael Neumann. Dieses Phänomen nennt sich in der Fachsprache Tilgungsparadox. In unserem obigen Rechenbeispiel würde sich die Gesamtlaufzeit um 17 Monate verlängern.

      Zinsexperte Neumann rät daher: „Darlehensnehmer sollten die günstigen Zinsen nicht für eine geringere Monatsrate, sondern für eine höhere anfängliche Tilgung nutzen. Drei Prozent sind empfehlenswert, um das Darlehen schnell zurückzuzahlen und das Tilgungsparadox zu umgehen.“

      Angenommen Sie würden ein Haus im Wert von 330.000 Euro kaufen und dafür ein Darlehen in Höhe von 280.000 Euro aufnehmen, mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Wenn Sie bei dem niedrigeren Darlehenszins die Tilgung von Beginn an ein wenig höher wählen, würde sich das positiv auf die Zinskosten, die Restschuld und Gesamtlaufzeit auswirken.

       Zinssatz 1,2%Zinssatz 1,6%
      Anfängliche Tilgung3,5%3,0%
      Monatliche Rate1.096,67€1.073,33€
      Zinskosten27.532,80€37.772,47€
      Restschuld nach 10 Jahren175.932,4€188.972,87€
      Gesamtlaufzeit bei gleichen Zinssatz24 Jahre und 5 Monate26 Jahre und 7 Monate
      Tabelle: Annuitätendarlehen mit höherer Tilgung im Vergleich

      Das Rechenbeispiel zeigt: Bei einer anfänglichen Tilgung von 3,5 Prozent statt 3,0 Prozent können trotz des niedrigen Zinssatzes die Gesamtlaufzeit um 26 Monate reduzieren. Zudem zahlen Sie weniger Zinsen und Sie haben nach zehn Jahren wesentlich mehr von Ihrer Restschuld getilgt: rund 13.000 Euro. Die Monatsrate ist ungefähr identisch wie beim Angebot mit dem höheren Zinssatz.

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      Die Tendenz der Darlehenszinsentwicklung für die nächsten Monate kennen Sie nun. Wann der richtige Zeitpunkt ist, um aktiv zu werden, welche Zinsbindung Sie wählen und wie viel Eigenkapital Sie einbringen sollten, wissen unsere 600 Berater vor Ort. Gemeinsam mit Ihnen finden sie die passgenaue Finanzierung. Kontaktieren Sie uns und wir melden uns umgehend zurück.

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