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Dispositionskredit: Die passende Alternative zum Ratenkredit?

Sie wissen gerade nicht, ob Sie Ihren Dispokredit in Anspruch nehmen oder lieber einen Ratenkredit abschließen sollen? Wir informieren Sie über die Details beider Darlehensarten und sagen Ihnen, welches Darlehen für Sie in welcher Situation besonders geeignet ist.

Introbild Dispositionskredit
  • Inhaltsverzeichnis
    • Was ist ein Dispositionskredit?

      Fast jeder hat ihn, viele nutzen ihn auch: den Dispositionskredit. Ein Dispositionskredit – der auch nur Dispokredit oder Dispo genannt wird – gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihr Girokonto über Ihr Guthaben hinaus zu belasten. Er wird Ihnen üblicherweise als Kontokorrentkredit mit laufend genehmigter Überziehung zur freien Verfügung gestellt. Ihr Kreditrahmen für einen Dispositionskredit ist begrenzt und richtet sich meist nach der Höhe Ihrer regelmäßigen Gehaltseingänge.

      Gerade unvorhergesehene Ausgaben werden gern mit dem Dispokredit bezahlt. Das liegt besonders an der unkomplizierten Abwicklung: Ohne einen Vertrag abzuschließen und sich eventuell unangenehmen Fragen der Bank zu den eigenen Finanzen auszusetzen, kann sich auf die Schnelle Geld geliehen werden.

      Doch ist das wirklich immer die beste Lösung? Wer unsicher ist, sollte sich fragen, was ihm wichtiger ist: Die Flexibilität, also jederzeit einen Kreditrahmen zur Verfügung zu haben? Oder möglichst geringe Kosten für den Kredit zu zahlen?

      Dispositionskredit: Flexibel, aber teuer

      Einen Dispokredit müssen Sie mit Ihrer Bank vereinbaren. In der Regel ist das relativ schnell und einfach erledigt. Die Höhe Ihres Dispos orientiert sich an Ihren Kontobewegungen, wobei die Gehaltseingänge maßgebend sind. Die Bank wird Ihnen sagen, welchen maximalen Dispositionskredit sie Ihnen einrichten kann und Sie entscheiden, ob Sie diesen ausreizen oder lieber niedriger ansetzen wollen.

      Für einen genehmigten Dispositionskredit verlangen die Banken und Sparkassen in der Regel einen deutlich höheren effektiven Jahreszins als für einen Ratenkredit. Laut der Zeitschrift Finanztest lag der durchschnittliche Dispozins im April 2018 bei fast zehn Prozent. Dabei gehen die Preisspannen bei den einzelnen Banken weit auseinander, teilweise müssen Kunden bis zu 14 Prozent Dispozinsen zahlen. Andere Banken verlangen unter bestimmten Voraussetzungen keine oder nur wenig Zinsen für die Nutzung des Dispositionskredits. Ein Vergleich ist daher wichtig und erspart Ihnen im Ernstfall hohe Kosten.

      Zusätzlich zum Dispozins lauern Überziehungszinsen. Diese fallen an, wenn Sie entweder keinen Dispositionskredit eingerichtet haben und Ihr Konto dennoch überziehen, oder wenn Sie Ihren Dispo über den vereinbarten Kreditrahmen hinaus überziehen. Und dann wird es richtig teuer: Die Zeitschrift Finanztest hat bei den untersuchten Banken Überziehungszinsen von fast bis zu 19 Prozent ausfindig gemacht. Zudem können sich die Zinssätze jederzeit ändern – beispielsweise bei allgemeinen Zinssteigerungen. Hier gilt: Je länger Ihr Kredit läuft, desto größer wird auch Ihr Risiko, höhere Zinsen zu zahlen.

      Vorteile
      • schneller Zugriff auf Kreditsumme
      • keine Abfrage zur finanziellen Situation
      • keine Vertragsmodalitäten
      Nachteile
      • begrenzter Kreditrahmen
      • hohe Zinssätze
      • Zinssatz kann schwanken
      • hohes Verschuldungsrisiko

      Vorsicht vor der Dispo-Falle

      Mit einem genehmigten Dispositionskredit können Sie die festgelegte Darlehenssumme von Ihrem Girokonto in Anspruch nehmen. Ihr Kredit wird dabei durch neue Geldeingänge reduziert oder durch weitere Ausgaben erhöht. Zinsen werden Ihnen immer nur auf den Darlehensbetrag berechnet, den Sie auch wirklich in Anspruch nehmen. Bei häufigen Geldbewegungen kann dies für Sie schnell unübersichtlich werden. Es gibt keine feste Rückzahlungsvereinbarung.

      Vielen Dispo Nutzern fällt es daher schwer, ihr Konto wieder vollständig in den grünen Bereich zu wirtschaften. Eine Faustregel besagt, dass Sie den doppelten Betrag, mit dem Sie den Dispo nutzen, benötigen, um wieder vollständig und langfristig im Plus sein zu können. Das bedeutet, wenn Sie Ihr Konto um 400 Euro überziehen, brauchen Sie 800 Euro, damit Sie nicht wieder in den Dispo geraten. Lässt man das außer Acht, kann man schnell in eine böse Abwärtsspirale gelangen. Denn man wird womöglich immer und immer wieder zurück in den Dispokredit fallen, weil das Geld am Ende des Monats immer knapp bleibt. Wenn Sie merken sollten, dass Sie nicht mehr aus dem Dispo kommen, empfehlen wir Ihnen dringend, sich mit Ihrer Bank in Verbindung zu setzen. Sie wird Ihnen helfen, dem ewigen Minus zu entkommen.

      Wir würden Ihnen zu Ihrer finanziellen Sicherheit raten, wenn überhaupt nur einen kleinen Dispositionskredit mit Ihrer Bank zu vereinbaren. Sollten sich Gehaltseingang und beispielsweise die Abbuchung eines Versicherungsbeitrages einmal am Monatsende überschneiden, ist der Dispo unter Umständen eine gute, kurzfristige Lösung um Rückbuchungen zu vermeiden. Diese Lösung sollte aber niemals dauerhaft genutzt werden.

      Alternative: Ratenkredit statt Dispokredit

      Für geplante Anschaffungen wie neue Möbel oder ein neues Auto ist der Dispo nicht geeignet. Ein Ratenkredit ist für Sie im Vergleich zu einem Dispositionskredit häufig die preiswertere Alternative. Das liegt unter anderem daran, dass die Bank bei einem Ratenkredit durch den Tilgungsplan ganz genau weiß, wann Sie welche Raten zahlen und wann der Kredit vollständig abgezahlt ist. Beim Dispo weiß die Bank das nicht. Er ist ausgelöst, wenn er ausgelöst ist. Es gibt keine Ratenzahlvereinbarung oder ähnliches. Das Risiko eines Zahlungsausfalls ist für die Bank bei einem Ratenkredit mit Tilgungsplan somit geringer und das belohnt die Bank mit günstigen Zinsen.

      Einen Ratenkredit können Sie aber auch nutzen, um beispielsweise aus Ihrem Dispo herauszukommen. So können Sie Ihr Konto auf einen Schlag auf null setzen und zahlen dann monatlich die Raten für den Umschuldungskredit ab. Indem Sie den Kredit umschulden – also den Dispositionskredit mit einem herkömmlichen Ratenkredit ausgleichen – sorgen Sie für eine für Sie bessere und übersichtlichere Finanzsituation. Sie kommen von den Disposchulden herunter und das auch noch zu einem günstigeren Zinssatz als bei einem Dispokredit.

      Verbraucherkredite können jederzeit gekündigt werden

      Sie können Ihren Dispositionskredit jederzeit vollständig und kostenlos ausgleichen und sind an keine Kündigungsfrist gebunden. Ähnlich ist die Situation bei Konsumentenkrediten wie Ratenkrediten für Möbel. Diese können Sie jederzeit mit einer Kündigungsfrist von einem Monat begleichen. Es kann aber sein, dass Sie eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zahlen müssen. Diese ist eine Art Schadenersatz für die Zinsen, die der Bank durch Ihre vorzeitige Kündigung entgehen. Die Höhe der Entschädigung ist auf maximal ein Prozent der Restschuld begrenzt. Eine Umschuldung lohnt sich trotz möglicher Entschädigung daher in den allermeisten Fällen aufgrund der Zinsersparnis trotzdem.

      Haben Sie neben einem Dispositionskredit noch weitere Verpflichtungen, wie beispielsweise einen Autokredit, können Sie auch diese Kredite gleich mit umschulden. So reduzieren Sie mehrere Monatsraten an mehrere Kreditinstitute auf eine einzige monatliche Rate an ein Kreditinstitut. Das sorgt für finanzielle Klarheit und verbessert zudem noch Ihren SCHUFA-Score.

      Vorteile
      • Günstigere Zinsen
      • garantierter Zinssatz
      • feste Rate über die gesamte Laufzeit
      • Planbarkeit durch regelmäßige Tilgung
      • höhere Kreditsummen möglich
      • individuelle Anpassung des Vertrages
      Nachteile
      • höherer bürokratischer Aufwand
      • Vermögensstatus wird geprüft
      • Risiko, dass Kredit abgelehnt wird

      Mit Dr. Klein zum zinsgünstigen Ratenkredit

      Ein Dispositionskredit kann für Sie sinnvoll sein, wenn Sie nur kurzfristig einen Kredit benötigen. Wir empfehlen Ihnen, den Kredit dann durch regelmäßige Zahlungen oder in einer Summe möglichst schnell wieder zu tilgen. Auch eine Kreditumschuldung, also den teuren Dispokredit in einen günstigeren Ratenkredit umzufinanzieren, kann eine Alternative sein.

      Für größere Anschaffungen und Wünsche ist ein Dispositionskredit aufgrund der teils extrem hohen Zinsen nicht geeignet. In solchen Fällen ist ein Ratenkredit meistens die bessere Wahl. Unsere Spezialisten für Ratenkredit vergleichen für Sie die Kreditangebote vieler namhafter Banken und finden gemeinsam mit Ihnen den für Sie günstigsten Ratenkredit.

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      Ob Sie nun Ihren Dispositionskredit umschulden möchten oder einfach einen günstigen Ratenkredit suchen – Unsere Spezialisten für Ratenkredite stehen Ihnen bei allen Fragen gern zur Verfügung. Sprechen Sie dazu einfach einen unserer 290 Berater vor Ort an. Sie vergleichen die verschiedenen Angebote, übernehmen die Kommunikation mit den Banken und finden so den passenden Ratenkredit für Sie.

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