Dr. Klein Studie: Große Unterschiede bei Immobilienrealitäten in Ost und West
Lübeck, 29. September 2026. Miete prägt die Wohnbiografien im Osten Deutschlands. So leben aktuell 60 Prozent der Ostdeutschen in einer Wohnung oder in einem Haus zur Miete – acht Prozent mehr als in den alten Bundesländern. Noch deutlicher ist der regionale Unterschied beim Blick auf die Kindheit: 58 Prozent der Befragten aus Ostdeutschland wuchsen überwiegend in einem Mietobjekt auf. Im westlichen Teil des Landes trifft das auf 41 Prozent zu. Diese und weitere Ergebnisse zeigt eine repräsentative Umfrage von Dr. Klein in Kooperation mit der horizoom GmbH unter mehr als 2.000 Menschen in Deutschland. Sandro Richardt, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Eisenach, ordnet die Daten ein.
Der Blick auf die Wohnvergangenheit im Osten und Westen des Landes zeigt ein spiegelverkehrtes Bild: So wurden 58 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern überwiegend in einer Wohnung oder in einem Haus zur Miete groß. In Westdeutschland hingegen wuchsen genauso viele größtenteils im Wohneigentum der Familie auf. „Die Wohnbiografien in Ost und West sind historisch gewachsen und unterscheiden sich bis heute“, erklärt Sandro Richardt. „In der DDR war privates Wohneigentum seinerzeit zwar möglich, der Immobilienmarkt und insbesondere der Mietwohnungsbau waren jedoch wesentlich stärker staatlich geprägt als in den alten Bundesländern.“ Auch heute noch leben mehr Ostdeutsche als Westdeutsche zur Miete (60 vs. 52 Prozent).
Eine Frage der Lage: der Wunsch nach Unabhängigkeit
Die Gründe für einen Immobilienerwerb sind im gesamten Land zahlreich und zugleich individuell verschieden. Der Wunsch nach Souveränität steht jedoch in Ost und West an erster Stelle, wenngleich in unterschiedlicher Ausprägung. So ist für 43 Prozent der Kaufinteressierten in den neuen Bundesländern Unabhängigkeit, etwa von steigenden Wohnkosten oder von Vermieterinnen und Vermietern, das Hauptmotiv für den geplanten Immobilienkauf. Im Westen nennen diesen Grund 34 Prozent. „Ob Menschen Wohneigentum als selbstverständlichen Teil ihrer Lebensplanung oder als bewussten Schritt aus einem Mietverhältnis ansehen, hängt von ihrer Persönlichkeit und den individuellen Umständen ab“, weiß Richardt. „In meiner Beratung erlebe ich den Wunsch nach Eigenständigkeit – neben den Zielen, Vermögen aufzubauen und etwas für die Altersvorsorge zu tun – jedoch als einen der stärksten Treiber.“
Westdeutsche sorgen sich mehr, Ostdeutsche wünschen öfter Beratung
Ungewissheit macht Kaufinteressierten im Westen stärker zu schaffen als im Osten. So nennen 44 Prozent der Westdeutschen, die ein Wohnobjekt erwerben möchten, eine unklare Zukunft – familiär oder jobbedingt – als Unsicherheitsfaktor beim Immobilienkauf. In den neuen Bundesländern sind es 36 Prozent. „Wer über Jahrzehnte finanziert, möchte sicher sein, dass die monatliche Rate auch dann tragbar bleibt, wenn sich das Leben verändert“, so Richardt. „Zukunftsängste sollte man daher keineswegs ausblenden. Stattdessen ist entscheidend, unterschiedliche Szenarien durchzurechnen und ausreichend finanziellen Spielraum einzuplanen.“ Um hier letztlich die richtige Entscheidung zu treffen, geben 47 Prozent der ostdeutschen Kaufinteressierten an, dass sie eine fachkundige Beratung zur Immobilienfinanzierung als besonders hilfreich empfinden – neun Prozent mehr als bei den westdeutschen. „Eine Baufinanzierung ist für die meisten Menschen eine Entscheidung mit sehr langfristigen finanziellen Folgen. Da müssen alle Parameter zusammenpassen“, erklärt der Spezialist von Dr. Klein. „In einer guten Beratung sollten deshalb nicht nur Konditionen verglichen, sondern die Finanzierung solide und individuell passend ausgestaltet werden.“
Westdeutsche kaufen ihre Immobilie häufiger allein
Ein Blick auf die Käuferschaft zeigt ebenfalls regionale Unterschiede: So entschieden sich 37 Prozent der westdeutschen Immobilienbesitzenden allein für den Schritt ins Eigentum, in den neuen Bundesländern sind es 28 Prozent. Eine ähnliche Tendenz lässt sich auch bei Kaufinteressierten beobachten: Hier können sich 47 Prozent der Westdeutschen den Kauf eines Wohnobjekts allein vorstellen, unter den Ostdeutschen sind es zehn Prozent weniger. „Wohneigentum wird im Osten häufiger als gemeinsames Projekt gesehen“, so Richardt. „Ursächlich dafür können die individuellen Wohnbiografien sein, aber auch Unterschiede auf den regionalen Immobilienmärkten und bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Letztlich gilt jedoch immer: Ein Immobilienkauf soll sich gut und richtig anfühlen – für den einen passt es dann eben besser allein, für den anderen gemeinsam mit einem Partner oder einer Partnerin.“
Über die Dr. Klein Umfrage
Für die deutschlandweite, repräsentative Umfrage wurden insgesamt 2.157 Frauen und Männer zwischen 18 und 69 Jahren befragt. Die Studie wurde in Form einer Online-Erhebung zusammen mit der horizoom GmbH durchgeführt. Westdeutschland beschreibt hier die alten Bundesländer, Ostdeutschland die neuen zuzüglich Berlin.
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Die Dr. Klein Privatkunden AG ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 70 Jahren erfolgreich am Markt etabliert. Mit mehr als 600 Beraterinnen und Beratern sowie 240 Standorten bundesweit bietet das Unternehmen persönliche Beratung in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung und Ratenkredit.
Dr. Klein arbeitet mit rund 600 Bankpartnern zusammen und berät umfassend, neutral und kostenfrei. So erhalten Kundinnen und Kunden maßgeschneiderte Finanzierungslösungen und passende Konditionen. Für seine Beratungsqualität wurde Dr. Klein bereits zwölfmal in Folge mit dem „Deutschen Fairness-Preis“ ausgezeichnet. Die Dr. Klein Privatkunden AG ist eine 100%ige Tochter des technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport SE.