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Ist eine private Rentenversicherung sinnvoll?

Was bringt Ihnen eine private Rentenversicherung, wenn Sie doch schon automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen? Hier erfahren Sie, warum eine zusätzliche Absicherung ratsam ist.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Private Rentenversicherung: Vorsorge für den Ruhestand

      Die private Rentenversicherung hilft bei der finanziellen Absicherung für das Rentenalter. Es gibt verschiedene Formen der privaten Vorsorge. Sie können durch monatliche Einzahlungen in verschiedene Versicherungsprodukte die Versorgungslücke der gesetzlichen Rentenversicherung schließen. So müssen Sie nach Ihrer Berufstätigkeit keine finanziellen Einbußen hinnehmen.

      Die drei Säulen der Altersvorsorge

      Die moderne Rente wird zumeist von drei Methoden zur Altersvorsorge getragen. Die dickste Säule ist die gesetzliche Rentenversicherung. Die zweite Säule der Altersvorsorge bilden geförderte Vorsorgeverträge wie die betriebliche Altersversorgung oder die Riester-Rente. Säule Nummer drei wird von privaten Altersvorsorgeprodukten gebildet. Dazu zählen klassische und fondsgebundene Rentenversicherungen.

      Gesetzliche Rentenversicherung

      Jeder Arbeitnehmer ist verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Den Beitrag in Höhe von aktuell 18,5 Prozent des Bruttolohns teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber hälftig. Darüber hinaus zahlen auch eine einige Selbstständige und Freiberufler verpflichtend Beiträge zur Rentenversicherung.

      Die durchschnittliche Bruttorente von Männern betrug 2018 in den alten Bundesländern 1.095 Euro und in den neuen 1.198 Euro. Bei Frauen gibt es einen deutlich größeren Rentenunterschied. Während Rentnerinnen aus den alten Bundesländern mit durchschnittlich gerade einmal 622 Euro auskommen müssen, haben Rentnerinnen aus den neuen Ländern im Schnitt 928 Euro zur Verfügung. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen in der ehemaligen DDR häufiger Vollzeit tätig waren als westdeutsche Frauen.

      Die gesetzliche Rentenversicherung beruht auf dem Generationenvertrag. Das bedeutet, dass die arbeitende Generation die Rente der Älteren finanziert. Unser Rentensystem ist damit eine sogenannte umlagefinanzierte Rente. In Zeiten, in denen mehr Kinder geboren werden als ältere Menschen versterben, ist das ein gutes System. Denn dadurch sind die Rententöpfe immer voll, weil es deutlich mehr Beitragszahler als Zahlungsempfänger gibt. Mittlerweile leben in deutschen Familien jedoch statistisch gesehen weniger als zwei Kinder. Es werden also nicht mehr genug Einzahler in das Rentensystem geboren. Das hat unter anderem zur Folge, dass das Rentenniveau wie eingehend beschrieben sinkt.

      Geförderte Altersvorsorgeprodukte

      Zu den geförderten Maßnahmen zur Altersvorsorge gehören die betriebliche Altersversorgung und die Riester-Rente. Die betriebliche Altersversorgung umfasst Zahlungen in eine meist vom Arbeitgeber ausgewählte Rentenversicherung. Diese Beiträge werden vom Bruttolohn abgezogen. Auf diese Beiträge zahlen Arbeitnehmer keine Sozialabgaben oder Steuern. Die maximale Beitragshöhe ist im Jahr 2019 auf 268 Euro monatlich gedeckelt. Die betriebliche Altersversorgung lohnt sich vor allem dann, wenn der Arbeitgeber diese deutlich bezuschusst.

      Für Neuverträge ab dem Jahr 2019 sind Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, mindestens 15 Prozent zu der Sparrate dazuzugeben. Denn immerhin spart der Arbeitgeber durch dieses Brutto-Modell selbst Sozialabgaben. Diese Ersparnis soll dem Arbeitnehmer zugutekommen. Inhaber von älteren betrieblichen Rentenversicherungen müssen sich gedulden. Doch ab 2022 werden auch Altverträge mit mindestens 15 Prozent gesetzlich vom Arbeitgeber bezuschusst.

      Von der Riester-Rente haben Sie bestimmt schon einmal gehört. Sie ist das wohl beliebteste private Vorsorgemodell für die Rente. Arbeitnehmer können mit der Riester-Rente nicht nur vorsorgen, sondern sich unter bestimmten Voraussetzungen auch Geldgeschenke vom Staat holen. Es gibt staatliche Zulagen für bestimmte Sparsummen und für jedes Ihrer Kinder, die je nach der Höhe der Sparrate prozentual berechnet werden. Riester eignet sich besonders für Mittel- und Gutverdiener mit vielen Kindern. Aber bereits ab dem Mindestsparbeitrag von 60 Euro im Jahr, hat man Anspruch auf eine Riester-Förderung.

      Private Rentenversicherung

      Eine private Rentenversicherung können Sie jederzeit, völlig unabhängig von einem Arbeitgeber abschließen. Im Unterschied zu den Produkten der zweiten Säule werden private Rentenversicherungen nicht staatlich gefördert und die Beiträge gehen vom Nettogehalt ab. In der Sparphase zahlen Sie dafür aber keine Steuern auf Dividenden und Zinsgewinne.

      Bei einer privaten Rentenversicherung zahlen Sie über viele Jahre Geld ein und erhalten dann mit Eintritt in den Ruhestand entweder monatliche Rentenzahlungen oder eine Einmalauszahlung – je nachdem, was Sie mit Ihrem Versicherer vereinbart haben. Das Geld, das Sie über die Jahre anlegen, investiert der Versicherer vornehmlich in Fonds. Festverzinste private Rentenversicherungen gibt es eigentlich so gut wie kaum noch. Und selbst wenn, bei der anhaltenden Niedrigzinspolitik wäre der Sparzins derart gering, dass es sich kaum auf Ihre Einzahlung auswirkt.

      Was ist die Rentenlücke?

      Private Rentenversicherungen und Vorsorge abseits der gesetzlichen Rentenversicherung werden immer wichtiger, weil die Rentenlücke immer größer wird. Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrem Gehalt und Ihrer Rente. Um Ihre Rentenlücke zu berechnen, müssen Sie zunächst wissen, wie hoch das Rentenniveau ist, wenn Sie in den Ruhestand gehen. Gehen Sie im Jahr 2020 in Rente, liegt das Rentenniveau bei 47,6 Prozent. Das bedeutet, Sie erhalten 47,6 Prozent netto vor Steuern Ihres letzten Gehaltes als Rente. Sie haben damit eine prozentuale Rentenlücke von 52,4 Prozent in Bezug auf Ihr Gehalt. In ganzen Zahlen bedeutet das, dass Sie auf mehr als Ihr halbes Gehalt im Alter verzichten müssen, wenn Sie nur von der gesetzlichen Rente leben.

      Das ist eigentlich keine Rentenlücke mehr, sondern vielmehr ein gravierender finanzieller Einschnitt. Und in ferner Zukunft ist keine Besserung in Sicht. Für das Jahr 2030 ist bereits ein Rentenniveau von 44,3 angesetzt. Also nochmals deutlich weniger als jetzt schon. Diesen Prozentsatz erreichen Sie übrigens nur, wenn Sie die volle Zeit von 45 Jahren Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben.

      Und mal ehrlich: wer erreicht denn überhaupt 45 Beitragsjahre? Sie müssten mit spätestens 22 Jahren angefangen haben, Beiträge einzuzahlen und das ohne Pause. Die Kombination aus Abitur, Sabbatical, Bachelor- und Masterstudiengang macht jungen Menschen schon den ersten Strich durch die Renten-Rechnung. Kinder kriegen oder Elternzeit? Diese Unterbrechungen sind ebenfalls nicht unbedingt in der Rechnung mit einbezogen. Wie zeitgemäß diese Berechnung noch ist, sei erst einmal dahingestellt. Die Rentenlücke ist da und sie wird größer. Was genau können Sie also tun, um sie zu verkleinern? Denn zu 100 Prozent schließen, lässt sich die Rentenlücke für Normalverdiener vermutlich gar nicht. Die Antwort auf diese Frage zu finden ist gar nicht leicht. Denn es gibt die eine, einzig wahre Antwort nicht.

      Private Altersvorsorge in der Niedrigzinsphase

      In Zeiten sehr niedriger Zinsen oder sogar Strafzinsen im Minusbereich ist Sparen beinahe ein Verlustgeschäft. Die Zinsen sind so dermaßen gering, dass es sich eigentlich nicht lohnt, das Geld auf ein Sparbuch zu bringen. Auch Tages- oder Festgeldkonten bringen keine Zinserträge. Welche Möglichkeiten haben Sie ich also?

      Garantieverzinste Rentenversicherungen

      Die klassische private Rentenversicherung mit einem garantierten Sparzins gibt es auch in der Niedrigzinsphase noch. Zwar gibt es hier keine Zinsen mehr in Höhe von 3 oder mehr Prozent, aber dieses Produkt existiert noch. Der aktuelle Zinssatz in Höhe von nicht mal mehr einem Prozent ist allerdings kein großer Abschlussanreiz. Allerdings ist der Zins nicht unbedingt das, was Ihre Einzahlungen wachsen lässt. Neben dem Zins wird Ihnen bei einer klassischen privaten Rentenversicherung auch eine Überschussbeteiligung garantiert. Sie werden also am Erfolg des Versicherers beteiligt und erhalten so am Ende jeden Jahres einen Anteil am erwirtschafteten Gewinn.

      Überschussbeteiligung

      Sobald ein Versicherungsunternehmen erfolgreich wirtschaftet und dadurch einen Überschuss erlangt, werden die Versicherten daran beteiligt. Dies regelt das sogenannte Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Für diese Überschüsse existiert eine gesetzliche Garantieverzinsung. Auf Basis des Jahresabschlusses der Versicherung wird zunächst festgestellt, ob sie mit den Versicherungsbeiträgen Überschüsse erwirtschaftet hat.

      Dann erhält jeder Versicherte anteilig seinen Überschuss erstattet. In welcher Form dies geschieht (per Überweisung oder Gutschrift), wurde vorher im Versicherungsvertrag festgelegt. Eine langfristig abgeschlossene klassische private Rentenversicherung ist aufgrund der Überschussbeteiligung am Unternehmensgewinn also durchaus noch immer rentabel.

      Für sicherheitsbedürftige Versicherte ist die klassische private Rentenversicherung mit Garantieverzinsung also noch immer einer Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen.

      Vorteile
      • Zugesicherter Garantiezins
      • Unabhängig von Börsenschwankungen
      • Überschussbeteiligung
      • Garantierte Rentenhöhe bis ans Lebensende
      Nachteile
      • Niedriger Garantiezins
      • Wenig Rendite

      Fondsgebundene Rentenversicherung

      Fondgebundene Rentenversicherungen sind eigentlich Fondssparpläne, deren Erträge und Einzahlungen Sie nach einer festgelegten Sparzeit als monatliche Rente ausgezahlt kriegen. Ihr Geld wird von den Versicherern in einen Aktienfond investiert, der bestenfalls kräftig Rendite einfährt. Läuft es an der Börse gut, vermehrt sich Ihr Geld fröhlich. Gleichzeitig kann es aber bei fallenden Aktienkursen auch weniger werden. Das ist die Gefahr dieser Art der privaten Rentenversicherung. Ihr Versicherer kann Ihnen keine feste Rente garantieren, da auch er nicht weiß wie sich die Märkte entwickeln. Zwar gibt Ihnen der Versicherer bei Vertragsabschluss eine Prognose in Form eines Rentenfaktors, doch garantieren kann und wird er diesen nicht.

      Den sicherheitsliebenden Deutschen ist diese Art der privaten Rentenversicherung häufig zu risikoreich. Sie bietet zwar den Vorteil, dass Sie Ihr Geld bei gut laufenden Kursen vermehren können. Gleichzeitig unterliegt Ihr Investment den Börsenschwankungen. Eine garantierte Rente bietet die rein-fondsgebundene private Rentenversicherung nicht.

      Vorteile
      • Hohe Renditen möglich
      • Überschussbeteiligung
      Nachteile
      • Geld von Börsenschwankungen abhängig
      • Keine garantierte Rentenhöhe
      • Risikoreiche Anlageform

      Mischform

      Mehr Sicherheit als bei der fondsgebundenen privaten Rentenversicherung kriegen Sie mit Mischprodukten der so genannten Neuen Klassik. Diese privaten Rentenversicherungen verbinden klassische, garantieverzinste Rentenversicherungen und Fondspolice. Bei gemischten privaten Rentenversicherungen wird ein bestimmter Prozentsatz Ihrer Einlage festverzinst und der andere Teil in Indexpolicen investiert. Die prozentuale Aufteilung können Sie häufig selbst bestimmen.

      Ein Teil Ihres Geldes arbeitet also an der Börse und der andere schlummert festverzinst vor sich hin. Diese Mischform verbindet also die Sicherheit einer garantieverzinsten privaten Rentenversicherung und erwirtschaftet im Teilen Renditen wie eine Fondspolice. Der Garantiezins ist in den meisten Fällen aber auch hier sehr gering. Und auch hier ist die exakte Rentenhöhe bei Renteneintritt nicht bezifferbar, da ein Teil Ihrer Zahlung börsenabhängig und nicht genau kalkulierbar ist.

      Vorteile
      • Sicherheit durch Garantiezins
      • Rendite durch Anlage in Fonds
      • Überschussbeteiligung
      Nachteile
      • Keine exakte Rentenhöhe nennbar
      • Ein Teil der Einzahlung unterliegt Börsenschwankungen

      Riester Rente

      Auch die Riester Rente ist nach wie vor ein aktuelles Thema in Sachen privater Altersvorsorge. Sie ist vor allem wegen der staatlichen Zulagen interessant. Der Staat schenkt Riestersparern nämlich jährlich Geld. Sobald Sie über die jährliche Mindestsparrate von 60 Euro kommen, können Sie die Zulagen beantragen. Die maximale Riester Förderung beträgt 175 Euro, plus 185 Euro Sparzulage für jedes kindergeldberechtigte Kind, beziehungsweise 300 Euro für Kinder, die 2008 oder später geboren sind.

      Die staatlichen Zulagen müssen Sie jedes Jahr eigenständig beantragen. Leider vergessen viele Riestersparer das oder es scheint Ihnen zu kompliziert. Lassen Sie sich die staatlichen Geldgeschenke nicht nehmen! Unsere Spezialisten für Versicherung unterstützen ihre Kunden auf Antrage gern bei der Beantragung und helfen ihnen, die Formulare korrekt auszufüllen.

      Voraussetzung für den Höchstsatz ist, dass Sie vier Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens in Ihre Riester Rente einzahlen. Zahlen Sie weniger ein, wird die Riester Förderung anteilig gezahlt.

      Vorteile
      • Staatliche Förderung durch Zulagen und Steuervorteile
      • Garantierte Rentenauszahlung der Beiträge plus Zulagen
      • Verträge sind vor Hartz IV und Privatinsolvenz geschützt
      Nachteile
      • Zulagen müssen bei Kündigung zurückgezahlt werden
      • Steuervorteile werden bei Kündigung rückwirkend aufgehoben
      • Verträge können nur eingeschränkt vererbt werden (auf den Vertrag des Ehepartners)

      Beiträge zur privaten Rente

      Die Beitragshöhe zur privaten Rentenversicherung richtet sich nach dem gewünschten Auszahlbetrag im Rentenalter und der Dauer der Einzahlung. So kann ein jüngerer Versicherungsnehmer mit sehr geringen Beiträgen auf eine höhere Rente kommen, als wenn die Einzahlungsphase erst 20 Jahre später begonnen wird.

      Private Rentenversicherung für Kinder

      Vielleicht ist es nicht das coolste Geburtstagsgeschenk, aber eine private Rentenversicherung für ein Kind oder einen Minderjährigen abzuschließen, lohnt sich. Der Vertrag und damit die Versicherung wird über viele Jahrzehnte mit nur kleinen Monatsbeiträgen gespeist. Aufgrund der Langwierigkeit der Vertragslaufzeit braucht sich der Begünstigte vermutlich keinerlei Sorgen um seine Situation im Alter zu machen.

      Grundsätzlich wird der einzuzahlende Betrag ermittelt, mit dem die gewünschte Rentensumme erreicht wird, wobei zusätzliche Zahlungen hinzukommen. Der Mindesteinzahlbetrag liegt bei einigen Anbietern bei nur 10 Euro pro Monat, andere verlangen Mindestbeträge von monatlich 30 Euro und mehr.

      Besteuerung der privaten Rentenversicherung

      Die Zahlungen aus einer privaten Rentenversicherung sind steuerpflichtig. Das bedeutet, sie müssen einen Teil Ihrer privaten Rente versteuern. Die Höhe der Besteuerung richtet sich unter anderem nach Ihren Renteneintrittsalter und der Art der Kapitalausschüttung. Vereinbaren Sie mit Ihrem Versicherer eine einmalige Ausschüttung eines großen Geldbetrages zu Beginn Ihrer Rentenzeit wird das höher besteuert als eine regelmäßige, lebenslange Rentenauszahlung.

      Die monatliche Rente aus Ihrer privaten Rentenversicherung wird anteilig besteuert und zwar einerseits abhängig von Ihrem persönlichen Steuersatz und von Ihrem Alter bei Renteneintritt. Dabei gilt: je später Sie in Rente gehen, desto geringer ist die Besteuerung.

      Ein Beispiel: Ein Mann geht mit 61 Jahren in Rente. Er erhält monatlich 1.000 Euro aus seiner privaten Rentenversicherung, sein persönlicher Steuersatz beträgt 30 Prozent. Nach § 22 des Einkommensteuergesetz (EStG) sind 22 Prozent seiner privaten Rente steuerpflichtig – also 220 Euro. Auf diese 220 Euro zahlt er nun 30 Prozent Steuern. Das ergibt eine monatlich abzuführende Steuer von 66 Euro; 792 Euro im Jahr. Geht er mit 65 Jahren in Rente sind es monatlich nur noch 54 Euro, 648 Euro im Jahr.

      Alternative Altersvorsorge: Das Eigenheim

      Neben privaten Rentenversicherungen, Riester und der betrieblichen Altersversorgung gibt es noch eine Alternative, die Sie vor Altersarmut schützen kann: eine eigene Immobilie. Besonders in den Zeiten niedriger Zinsen profitieren Häuslebauer und -Käufer von günstigen Bauzinsen für ihre Baufinanzierung. Die Finanzierung der eigenen vier Wände ist in solchen Zeiten also sehr zinsgünstig.

      Wenn Sie ohnehin mit dem Gedanken an ein Eigenheim spielen, sollten Sie ein Haus oder eine Wohnung als Altersvorsorge durchaus in Betracht ziehen. Im Alter sind Sie dadurch nämlich unabhängig von explodierenden Mietpreisen. Natürlich bleiben Ihnen selbst mit Eigenheim die Kosten für Strom, Heizung und Telekommunikation nicht erspart, aber der reine Mietanteil entfällt.

      Achten Sie allerdings unbedingt darauf, dass Sie die Baufinanzierung spätestens mit Renteneintritt vollständig abgezahlt haben. Hohe Raten und eine kleine Rente sind eine schlechte Kombination, die Sie tunlichst vermeiden sollten.

      Ein Haus als Altersvorsorge allein reicht aber unter Umständen nicht aus. Wenn Sie es als Zusatz zu einer privaten Rentenversicherung kaufen, schaffen Sie sich hingegen eine gute Basis für die Rentenzeit.

      Private Rentenversicherung: Was lohnt sich?

      Die Auswahl an privaten Rentenversicherungsprodukten ist groß und die Zinsen sind aktuell niedrig. Große Renditen können Sparer also nicht erwarten. Dennoch sind die private Rentenversicherung und die private Vorsorge noch längst nicht tot. Die Rentenlücke wird größer, soviel steht fest. Alles, was Sie privat für Ihre Altersvorsorge tun, ist richtig. Man kann eigentlich gar nicht genug tun. Gerade die Vorsorgearten, bei denn Sie Geld geschenkt bekommen – Riester oder die betriebliche Altersversorgung – sollten Sie mitnehmen.

      Natürlich haben Sie dann aber während der Ansparphase im Arbeitsleben weniger Geld zur Verfügung. Aber dieses Geld ist nicht verloren, denn Sie sparen es für das Alter an. Bei der privaten Rentenversicherung muss Ihnen der Kosten-Nutzen-Faktor bewusst sein. Sie verzichten im Arbeitsleben auf einen Teil Ihres Einkommens, um im Alter besser leben zu können. Wenn es Ihnen das wert ist, sollten Sie handeln.

      Außerdem darf man darf nicht vergessen, dass es bei einer privaten Rentenversicherung nicht nur um den größtmöglichen Ertrag durch Zinsen gehen sollte. Sie erwerben eine Versicherung und nicht nur eine Rentenzahlung. Die Versicherung zahlt den vereinbarten Rentensatz nach dem Renteneintritt so lange Sie leben, ob es nun noch 15 Jahre oder 50 Jahre sind. Dabei ist es dann egal, ob Ihre eingezahlte Summe eigentlich nur 15 Jahre Zahlungen deckeln würde. Sie erhalten die Rente bis an Ihr Lebensende. Und sollte Ihnen vorab oder kurz nach Rentenantritt etwas zustoßen, erhalten Ihre Hinterbliebenen Ihre Einzahlungen. Das Geld ist nicht verloren.

      Welche private Rentenversicherung ist die richtige für mich?

      Bis hier hin wissen wir also, dass alles, was Sie privat für Ihre Vorsorge tun, richtig ist. Ihnen konkret zu sagen, „tun Sie dies oder tun Sie das“, ist allerdings äußerst schwierig. Denn die richtige Vorsorge ist extrem individuell. Versicherungsspezialisten betrachten Ihre individuelle Lebens- und Finanzsituation und finden nur mit Ihnen gemeinsam die für Sie richtige Vorsorgestrategie.

      Nicht jede private Rentenversicherung ist für jeden Menschen sinnvoll. Die Versicherungsprodukte sind derart umfangreich und auch flexibel gestaltbar, dass wir in diesem Artikel gar nicht alle Möglichkeiten zeigen können. Es kommt immer darauf an, wie viel Sie beiseitelegen wollen und können, wie lange Sie noch bis zur Rente haben, was und wen Sie noch zusätzlich absichern wollen. Die Kombinationsmöglichkeiten innerhalb der Versicherungsprodukte sind vielfältig und erklärungsbedürftig. In unseren Ratgebern erläutern wir Ihnen die Vor- und Nachteile der einzelnen Vorsorgearten. Das passende Produkt für Sie können Sie hingegen nur in einer Beratung finden. Denn ohne Sie und Ihre Bedürfnisse richtig zu kennen, ist die Auswahl einer privaten Rentenversicherung schwierig.

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