Baufinanzierung mit Elterngeld?

Elterngeld & Baufinanzierung: “Ich fĂĽhlte mich wertlos”

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Lesezeit: 4 Minuten

„Ihr Elterngeld können wir nicht für die Hausfinanzierung nutzen.“ Ein Satz eines Bankberaters, der einen ganzen Lebenstraum ins Wanken brachte. Ein Schock für die vierköpfige Familie Kraski. Jahrelang hatten sie ein Haus gesucht, emsig gespart und akribisch alle Einnahmen und Ausgaben notiert. Und was nun? Ein Plan B musste her. Ob Familie Kraski es in die eigenen vier Wände geschafft hat, hört ihr in der neuen Podcast-Folge von „Hausgefragt“.

Eine Baufinanzierung während der Elternzeit ist generell möglich. Die Bewilligung des Darlehens ist unproblematisch, sofern es einen Vollverdiener in der Familie gibt, dessen Gehalt ausreicht, um den Kredit dauerhaft zu bedienen.

Katrin Kraski und ihr Sohn Henry genieĂźen die Elternzeit im neuen Einfamilienhaus am Stadtrand von LĂĽbeck.

Kniffliger wird es, wenn in der eigenen Haushaltsrechnung das Elterngeld mit eingerechnet ist. Denn in der Regel akzeptieren Banken das Elterngeld nicht als Einkommen und somit kann es auch nicht für die Baufinanzierung berücksichtigt werden. Die Ablehnung ist systembedingt. Denn Banken kalkulieren ihre Angebote auf Basis eines bestehenden, festen Einkommens. Somit fällt das temporäre Elterngeld aus dem Raster. Eine weitere Klippe: Eine Weiterbeschäftigung nach der Babypause ist nicht immer garantiert.

Familie Kraski musste erst einmal den Schock verdauen, als ihr Berater die Finanzierungslogik erläuterte. „Ich fühlte mich wertlos“, beschreibt Katrin Kraski ihre Gefühlslage. Der Traum vom eigenen Haus drohte zu platzen.

Wie die vierköpfige Familie aus Lübeck die Finanzierung neu aufstellte, welche Kompromisse sie bei der Haussuche eingingen und wie ein Küchenmix aus Landhausstil und strahlender Optik aussieht, erläutert Katrin Kraski in der neuen Podcast-Folge. Lasst euch inspirieren.

Baufinanzierung in der Elternzeit: Die wichtigsten Eckpunkte

Es ist die vermeintlich größte Investition im Leben: der Haus- oder Wohnungskauf. Besonders junge Eltern stellen sich oft die Fragen: Mieten oder Kaufen? Gibt es überhaupt eine passende Immobilie für uns? Welche finanziellen Voraussetzungen müssen wir erfüllen, um eine Immobilienfinanzierung zu stemmen? Und wie läuft sie eigentlich ab? Ja, man kann sich leicht im Immobilien-Labyrinth verirren. Hoffnung, Enttäuschung und Frust wechseln sich ab.

Doch das muss nicht so sein. Ein klarer und solider Finanzierungsplan ist ein guter Startpunkt, um den Wunsch vom Eigenheim zu verwirklichen. Die wichtigsten Eckpunkte zum Ablauf und zur Finanzierung der eigenen vier Wände findet ihr hier:

FĂĽnf Tipps fĂĽr eine Anschlussfinanzierung in der Elternzeit

Befasst euch spätestens ein Jahr vor Ablauf der ersten Zinsbindung mit eurer Anschlussfinanzierung, also der Fortführung einer Baufinanzierung mit einem neuen Darlehen. Denn auch in dieser Phase könnt ihr die Finanzierung an eure finanzielle Situation individuell anpassen – trotz Elternzeit. Diese fünf Tipps helfen euch bei der Planung der Anschlussfinanzierung:

  1. Bildet Rücklagen für die Elternzeit: Sorgt frühzeitig für die Elternzeit vor und spart Eigenkapital an. Somit könnt ihr die Monatsraten für das Anschlussdarlehen auch während der „finanziellen Durststrecke“ problemlos bedienen.
  2. Setzt die Haushaltskosen höher an: Während der Elternzeit verringert sich in der Regel das Familieneinkommen. Passt daher die Haushaltskosten an und fragt euren Berater, wie sich das auf die Monatsrate auswirken würde. Eventuell ist es möglich, die Monatsrate zu senken und somit die Haushaltskasse zu entlasten.
  3. Holt frĂĽhzeitig verschiedene Angebote ein: Fragt bei eurer aktuellen Bank nach, wie euer Anschlussdarlehen aussehen wĂĽrde. Holt parallel dazu Angebote von anderen Banken ein.
  4. Achtet nicht nur auf den Effektivzins: Während der Elternzeit habt ihr eventuell einen anderen finanziellen Background. Wenn sich euer Einkommen merklich verschlechtern sollte, ist es ratsam, einen Tilgungssatzwechsel im Kreditvertrag zu vereinbaren. Dadurch könnt ihr die Monatsraten an eure jeweilige Lebenssituation anpassen. Somit habt ihr genügend Luft für die Finanzierung des restlichen Lebensunterhalts.
  5. Schätzt eure Monatsrate realistisch ein: Geht selbstbewusst in das Gespräch und sprecht über die Konkurrenz-Angebote. Da der Konkurrenzkampf unter den Banken groß ist, hat sie ein Interesse daran, auch die Anschlussfinanzierung mit euch abzuschließen. Eventuell verbessert sie im Verhandlungsgespräch die Konditionen zu euren Gunsten.

Die fĂĽnf genannten Tipps ersetzen natĂĽrlich keine professionelle Beratung. Sprecht einfach unsere Spezialisten fĂĽr Baufinanzierungen an. Sie beraten euch umfassend, unverbindlich und kostenlos.

Auflistung der Interviewfragen

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(00:00:00) – Intro
(00:00:47) – Begrüßung
(00:01:14) – Ein eigenes Haus: Wie kam es dazu?
(00:02:39) – Habt ihr euch intensiv vorbereitet?
(00:06:43) – Wie sieht euer Wunschobjekt aus?
(00:07:54) – Habt ihr lange gesucht?
(00:08:50) – Wo habt ihr euer Haus gefunden?
(00:10:54) – Hattet ihr euer Budget stets im Blick?
(00:11:49) – Wie viel von eurem Traum konntet ihr verwirklichen?
(00:12:52) – Gab es einen Spielraum beim Verkaufspreis?
(00:14:08) – Warst du schon in Elternzeit, als die Zusage kam?
(00:16:05) – Zählt Elterngeld als Einkommen?
(00:18:24) – Wankte dadurch eure Haushaltsrechnung?
(00:22:33) – Was würdest du heute anders machen?
(00:23:20) – Sollte man die Budgetberatung wiederholen, wenn sich die Lebenssituation ändert?
(00:24:07) – Habt ihr das Elterngeld für die Sondertilgung genutzt?
(00:26:19) – Wie bildet ihr Rücklagen für die Instandhaltung?
(00:27:36) – Zusammenfassung
(00:28:37) – Ergänzung
(00:29:53) – Schnell-Frage-Runde
(00:30:49) – Verabschiedung und Outro

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