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Familienversicherung - rundum Schutz für die Familie

Familienversicherung in der GKV

Familienversicherung : In der gesetzlichen Krankenversicherung sind über den Einheitsbeitrag alle nicht erwerbstätigen Personen der Familie mitversichert. Besonders bei der Mitversicherung von Kindern gibt es immer wieder Unklarheiten darüber, wann und ob eine gesetzliche oder private Absicherung als Familienversicherung möglich bzw. sinnvoll ist. Bei Kindern und ihnen ggf. gleichgestellten Stiefkindern, Enkeln und Pflegekindern gelten erst einmal gewisse Altersgrenzen. Was bedeutet: Eine Familienversicherung ist grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres möglich. Sie wird bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres fortgeführt, wenn das Kind nicht erwerbstätig ist.

Gleiches gilt für Kinder, die sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr ableisten (§ 10 Abs. 2 Nr. 3 SGB V). Auch dieser Personenkreis ist bis zur Vollendung seines 25. Lebensjahres familienversichert. Diese Frist wird sogar noch entsprechend verlängert, wenn eine gesetzliche Dienstzeit wie Wehr- oder Ersatzdienst die Schul- oder Berufsausbildung unterbricht oder verzögert. Kinder, die nach Maßgabe des neunten Buches Sozialgesetzbuch behindert oder außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, sind ohne jegliche Altersgrenze familienversichert. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Behinderung in einem Zeitpunkt eingetreten war, in dem das Kind bereits familienversichert war.

Möglichkeiten der Familienversicherung

Ein in Ehe oder eingetragener Partnerschaft lebendes GKV-Mitglied kann ein Kind nur über sich familienversichern, wenn

• der Partner gesetzlich familienversichert ist oder
• das Gesamteinkommen des Partners regelmäßig im Monat höchstens ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze beträgt (4.162,50 Euro, Stand 2010) oder
• das Gesamteinkommen des Partners regelmäßig so hoch ist wie das des Mitglieds (§ 10 Abs. 3 SGB V).

Handelt es sich um einen Enkel oder ein Stiefkind, muss die Krankenkasse prüfen, ob ihm das Mitglied den sog. „überwiegenden Unterhalt“ gewährt. Dies ist immer dann der Fall, wenn das Mitglied selbst mehr als die Hälfte zum Lebensunterhalt beiträgt, der dem Enkel bzw. Stiefkind innerhalb der Familie angesichts der wirtschaftlich gegebenen Situation zusteht.

Aber Achtung: Auch wenn für Kinder eines Ehepaares Anspruch auf Familienversicherung in der GKV gegeben wäre, so entfällt dieser Anspruch, wenn das Kind über ein eigenes Einkommen von monatlich mehr als 375 Euro verfügt.

Ein Elternteil ist GKV - der andere PKV versichert

Wenn ein Elternteil selbstständig ist und sich privat versichert hat, kommt es in vielen Fällen vor, dass das Einkommen recht gering ist und unter der Versicherungspflichtgrenze liegt. Solange dieser Zustand gegeben ist, kann das Kind kostenlos bei dem anderen Elternteil in der GKV als Familenversicherung mitversichert werden. Dieser Elternteil muss allerdings versicherungspflichtig beschäftigt sein. Beachtet werden sollte in diesem Zusammenhang, dass Kinder nicht mehr Mitglied der privaten Versicherung über einen Elternteil sein können, sobald sie selbst eine Berufsausbildung oder eine versicherungspflichtige Tätigkeit aufnehmen. In diesem Fall werden die Kinder selbst zu Mitgliedern in der GKV.

Ein Kind wird daher in der Regel immer demjenigen Elternteil zugerechnet, der das höhere Einkommen besitzt. Ist der Höherverdienende in der PKV, so macht es Sinn, das Kind ebenfalls hier zu versichern. Denn dies kommt im Normalfall günstiger als eine Versicherung in der GKV. Zu prüfen wäre hier lediglich die Risikoeinstufung. Wird dieser von dem privaten Versicherungsunternehmen zu hoch veranschlagt, dann ist wiederum eine Versicherung über die GKV sinnvoller.

Gesetzliche Krankenversicherung

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