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Aktueller Dr. Klein Zinskommentar vom 07.09.2010

Deutschland auf Erholungskurs

Auf ihrer letzten Sitzung konnte die Europäische Zentralbank (EZB) eine gute Nachricht verkünden: Im Frühjahr und zum Sommeranfang ist der Aufschwung in Europa kräftiger als angenommen ausgefallen. Die Prognose der EZB lautet, dass sich die Erholung auch im moderaten Tempo fortsetzen wird. Doch laut Jean-Claude Trichet, Chef der EZB, befindet sich Europa durch die Probleme in anderen Volkswirtschaften wie den USA oder durch den Druck auf die Rohstoffpreise immer noch in einem unsicheren Umfeld. Auch in Europa gibt es unterschiedliche Richtungen in der Entwicklung. Während Deutschland sich gut erholt, schrumpft die griechische Wirtschaft weiter.

Die Mehrheit der Geldpolitikexperten des EZB-Schattenrats sorgt sich derzeit über einen Rückfall in die Rezession, wohingegen nur eine Minderheit vor einem mittel- bis langfristigen Anstieg der Inflation aufgrund der sehr lockeren Geldpolitik warnt. Das Risiko, dass es zu einem erneuten Einbruch kommen werde, sei beträchtlich, wenn auch nicht der wahrscheinlichste Fall. Einig sind sich die Ökonomen darin, dass die USA und Europa noch lange an der Bereinigung der vorangegangenen Kreditexzesse leiden werden. Belastet wird das Wachstum in Europa vor allem durch die schwierige Lage einiger Länder in der Euro-Zone. Aber durch die Abkühlung des Welthandels und der damit einhergehenden Gefährdung des exportgetriebenen Aufschwungs werden auch die Kernländer Europas bedroht.

In den USA sind die Gouverneure der US-Notenbank (Fed) mit ihrem Latein am Ende. Sie haben mittlerweile hunderte Milliarden in die amerikanische Wirtschaft gepumpt, die Zinsen auf ein Rekordniveau gesenkt und Schuldscheine gekauft. Doch ein nachhaltiger wirtschaftlicher Aufschwung ist nicht eingetreten. Fed-Chef Ben Bernanke erklärte jüngst, die Fed werde noch mehr Geld in die Wirtschaft schleusen, noch mehr Schuldscheine kaufen und die Zinsen noch weiter senken. Der Offenmarktausschuss beschloss, den Umfang der bisherigen Konjunkturunterstützung nicht wie geplant zurückzufahren. Bernake zeigte sich überzeugt, dass die US-Konjunktur 2011 wieder anziehen werde. Aber die Fed will sich alle Optionen offen lassen und wenn nötig zusätzliche Unterstützung durch unkonventionelle Maßnahmen geben. Der Aufschwung wird vor allem dadurch gehemmt, dass der private Konsum nicht in Gang kommt. Die Verbraucher zögern, da der Schock, den der frühere Konsumrausch auf Pump hinterlassen hat, immer noch groß ist und die Schulden immer noch hoch sind.

Die Baufinanzierungszinsen haben in den vergangenen zwei Wochen große Schwankungen vollzogen. Zeitweise befanden sich die Zinsen sogar auf einem Allzeittief. In der vergangenen Woche sind die Baugeldzinsen dann sehr schnell spürbar angezogen. Innerhalb von drei Tagen war sogar ein Anstieg von über 0,25 Prozent zu verzeichnen. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich weiter fortsetzen. Daher unser Rat: Sichern Sie sich jetzt die immer noch sehr günstigen Baugeldzinsen für einen möglichst langen Zeitraum. Die Experten von Dr. Klein beraten Sie gerne!

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

Experten-Kommentar zur Zinsentwicklung

Die Dr. Klein-Experten kommentieren regelmäßig die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in Deutschland. Zusätzlich geben Sie eine eigene Prognose für die in Zukunft erwartete Zinsentwicklung ab.

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