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Aktueller Zinskommentar vom 18.11.2010

Die Geldpolitik der USA ist nicht unumstritten

Ein höheres Reformtempo beim Kampf gegen die Schuldenkrise in Europa und eine Verschärfung des Europäischen Stabilitätspaktes sind kurzfristig unabdingbar und der Garant, um nicht teuer für die Versäumnisse der Vergangenheit zu bezahlen. Den sich in den vergangenen Jahren in den EU-Mitgliedsländern entwickelten Ungleichgewichten muss rasch gegengesteuert werden. Hier bleibt die konkrete Entwicklung abzuwarten. Konsens besteht zu diesem Thema in Europa leider noch nicht.

Einigkeit besteht jedoch in der Euro-Zone darüber, dass dem überschuldeten Irland mit einer Finanzspritze geholfen wird, sofern ein entsprechender Hilfsantrag gestellt würde. Die entsprechenden Mittel stehen bereit. Auch wenn die irische Regierung weiterhin hofft, die Lage eigenständig in den Griff zu bekommen, prüfen die Euro-Staaten jetzt, ob Irland Liquiditätshilfen aus dem Rettungsfonds benötigt.

Die Märkte konnte die irische Regierung bisher nicht überzeugen und das Vertrauen der Investoren konnte sie auch nicht zurückgewinnen. Nur so ist der Anstieg irischer Staatsanleihen auf einen Rekordwert zu erklären. Auch für Portugal und Spanien ist die Situation noch nicht ausgestanden. Deren sehr volatile Anleihemärkte sind Ausdruck nervöser Investoren auf der Suche nach der besten Anlagealternative.

Von der positiven Entwicklung der europäischen Wirtschaft, viele Experten haben ihre Wirtschaftsprognosen nochmals deutlich angehoben, kann man in den USA leider nur träumen. Mit ihrer kürzlich beschlossenen Geldschwemme versucht die US-Notenbank (FED) ihren Beitrag zur Ankurbelung der US-Konjunktur zu leisten. Die weltwirtschaftlichen Wechselwirkungen lässt sie dabei leider weitgehend außer acht. Das ist auch der Grund für die weltweiten Proteste zu den jüngsten Maßnahmen. Der deutliche Kursrückgang des Dollars als direkte Folge dieser Maßnahmen trifft Industriestaaten und Schwellenländer gleichermaßen. Ihre Exportchancen verschlechtern sich dadurch sehr. Mit ihrer Forderung, dass Länder wie Deutschland und China ihre Exportüberschüsse begrenzen, konnten sich die USA auf dem G20-Gipfel in Seoul zum Glück nicht durchsetzen. Nicht alles was gut für die US-Wirtschaft ist, ist auch für die Weltwirtschaft gut.

Im Vorfeld des G20-Gipfels war deshalb bereits von einem drohenden Währungskrieg die Rede. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Schäuble zufolge wurden diese Befürchtungen jedoch ausgeräumt.

Nichtsdestotrotz bleibt der Blick auf die Vorgänge in den USA wichtig, um Rückschlüsse für die weitere Entwicklung in Europa schließen zu können. Sobald die Konjunkturhilfen dort ihre Wirkung zeigen, werden in Europa die Zinsen steigen.

Gerade unter Berücksichtigung dieses Aspekts gehen wir nicht von weiteren Zinssenkungen aus und raten unseren Kunden, die derzeit sehr günstigen Zinsen möglichst lange zu sichern. Mit Zinsbindungen von 20, 25 oder sogar 30 Jahren können Sie das Zinsänderungsrisiko, welches normalerweise nach Ablauf der ersten Zinsbindung besteht, vollständig ausschließen. Eine anfängliche Tilgung von mindestens 2,0 Prozent schützt Sie vor der so genannten Tilgungsfalle und gewährleistet, dass Sie das Darlehen in einem überschaubaren Zeitraum zurückführen. Unsere Finanzierungsspezialisten beraten Sie bei der Wahl der für Sie richtigen Tilgung und Zinsbindung und stehen Ihnen auch für alle weiteren Fragen rund um die Baufinanzierung zur Verfügung.

Tendenz
Kurzfristig: gleichbleibend
Langfristig: steigend

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