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Aktueller Dr. Klein Zinskommentar vom 25.06.2010

Europäische Schuldenkrise zieht weitere Kreise

Lange Zeit wurde damit gerechnet, dass die US-Notenbank (Fed) Mitte des Jahres damit beginnen würde – zumindest kommunikativ – die Zinswende einzuläuten. Doch der Zeitpunkt der Zinserhöhung rückt immer weiter in die Ferne. Seit eineinhalb Jahren steht der Leitzins in den USA im Korridor zwischen null und 0,25 Prozent, womit die Banken sich faktisch zum Nulltarif frisches Geld bei der Notenbank leihen können. Nun dürfte die Fed den Leitzins länger auf diesem Niveau halten als bisher gedacht, da sie in der europäischen Schuldenkrise und Rückschlägen auf dem US-Hausmarkt Risiken für das Wachstum sieht.

Die US-Wirtschaft erholt sich zwar langsam von der schwersten Rezession seit Jahrzehnten, so legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal um drei Prozent zu, doch die durch die europäische Schuldenkrise bedingten Spannungen auf dem Geldmarkt könnten sich auf die Finanzinstitute auswirken. Nach dem Auslaufen des Steuergutscheins Ende April schwächelt zudem der Hausmarkt und die Verkäufe sind auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Datenaufzeichnung. Der Ausblick der Fed auf das Wachstum ist pessimistischer als zuvor und dürfte den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik verzögern. Sie stoppte die Käufe von hypothekenbesicherten Wertpapieren und Staatsanleihen, erhöhte den Diskontsatz und testete ihr neues Einlagenprogramm, mit dem Überschussliquidität in Höhe von 1.000 Milliarden Dollar abgeschöpft werden soll.

Vergangene Woche warnte auch Christian Noyer, Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) und Chef der französischen Zentralbank, vor Finanzierungsproblemen europäischer Banken. Er sagte, dass einige Banken zunehmend Refinanzierungsschwierigkeiten haben. Die Sorgen um die hohen Schulden in vielen Euro-Ländern sind der Hintergrund dieser Schwierigkeiten. Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich darauf verständigt, die Ergebnisse von Stresstests großer europäischer Geldhäuser zu veröffentlichen, um das Vertrauen in die Institute zu stärken. Viele Banken seien bereits von den außerordentlich hohen Liquiditätshilfen abhängig geworden, so viele Kritiker. Doch aufgrund der Nervosität der Investoren bekommen sie an den Anleihe- oder Geldmärken kein Geld mehr.

Die Baugeldzinsen sind schon seit geraumer Zeit auf einem historisch niedrigen Niveau. Hier raten wir allen Darlehensinteressenten, nicht auf weiter sinkende Zinsen zu spekulieren, sondern diese Phase zu nutzen um Kalkulationssicherheit herzustellen. Sicherheit ist neben Flexibilität und guten Konditionen ein Hauptkriterium für viele Baugeldinteressenten in der Auswahl der Finanzierung. Ein großes Maß an Sicherheit über die Vertragslaufzeit bietet die Wahl einer möglichst langen Sollzinsbindungsperiode. Es ist sogar möglich, die Festschreibung bis zum Ende der Vertragslaufzeit zu wählen. Hierbei geben Sie aber keineswegs die Flexibilität Ihrer Finanzierung auf: Das gesetzliche Kündigungsrecht ermöglicht dem Kunden, die Zinsen nach zehn Jahren neu festzusetzen, sollten die Zinsen bis dahin gesunken sein. Außerdem kann die Vertragslaufzeit durch die Ausübung von Sondertilgungen verkürzt werden. Die Baufinanzierungsspezialisten von Dr. Klein beraten Sie gerne!

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

Experten-Kommentar zur Zinsentwicklung

Die Dr. Klein-Experten kommentieren regelmäßig die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in Deutschland. Zusätzlich geben Sie eine eigene Prognose für die in Zukunft erwartete Zinsentwicklung ab.

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