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Aktueller Dr. Klein Zinskommentar vom 11.06.2010

Keine Ruhe im Euro-Raum

In der vergangenen Woche trafen die Mitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) zu ihrer regulären Sitzung zusammen. Die anschließende Erklärung war vor allem zum Thema Ankauf von Staatsanleihen mit Spannung erwartet worden. Jean-Claude Trichet, Präsident der EZB, hat den umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen durch die Notenbank mit einer akuten Gefährdungslage des Weltfinanzsystems begründet. Laut Trichet bestünden auch weiterhin Risiken, daher sei es nach wie vor angemessen, dass die EZB Anleihen kauft. Vor ein paar Wochen hat die EZB die Ankäufe noch als „temporäre Notfallmaßnahme“ bezeichnet, jetzt erklärte Trichet, dass die EZB nicht beabsichtige, das Programm zu einem bestimmten Zeitpunkt auslaufen zu lassen.

Er betonte weiterhin, dass alle von der EZB im Kampf gegen die Krise ergriffenen Gegenmaßnahmen zeitlich begrenzt seien und nahm die Regierungen der Euro-Länder weiter in die Pflicht. Diese müssten nun sparen und auf den finanzpolitischen Pfad der Tugend zurückkehren. Der Notenbank-Chef machte weiterhin deutlich, dass die über das Ankaufprogramm entstehende überschüssige Liquidität permanent durch die Währungshüter abgesaugt würde, damit keine Inflationsgefahr entstehe. Es sei aber noch nicht geplant, zu diesem Zweck spezielle Schuldverschreibungen auszugeben, obwohl denkbare Instrumente natürlich geprüft würden.

Die EZB entschied außerdem, die drei Ende Juli, August und September anstehenden drei Monate laufenden Refinanzierungsgeschäfte per Vollzuteilung zum Leitzins abzuwickeln. Dies geschieht um Probleme für die Banken zu vermeiden, denn auch Banken, die aufgrund der Vertrauenskrise von anderen Geldhäusern kein Geld mehr bekommen, können sich so mindestens bis zum Jahresende unbegrenzt mit Geld eindecken.

Denn die Nervosität am Geldmarkt steigt weiter. Die Beträge, die die Banken über Nacht bei der EZB parken, brechen alle Rekorde; untereinander verleihen sie nur noch zögerlich Geld. Der Euribor, also der Zinssatz zu dem die Banken sich untereinander Geld leihen, steigt immer weiter an. Das ist ein Zeichen für wachsendes Misstrauen der Banken untereinander. Ungarn war der Auslöser für die erneute Anspannung. Die Aussage, es gebe nur noch geringe Chancen eine Krise wie in Griechenland zu verhindern hatte für große Aufruhe gesorgt.

Die Baufinanzierungszinsen sind weiterhin auf einem historisch günstigen Niveau. Auch Immobilienbesitzer, deren Sollzinsbindungsperiode in den nächsten 60 Monaten ausläuft, können von den niedrigen Zinsen profitieren: Forward-Darlehen sichern zum jetzigen Zeitpunkt das Sollzinsniveau. In Verbindung mit einer Sollzinsbindungsperiode von 15, 20 oder sogar 30 Jahren können die Sollzinsen sogar bis ans Ende der Vertragslaufzeit festgeschrieben werden und ein Sollzinsänderungsrisiko ausgeschlossen werden. Die Konditionen für Forward-Darlehen sind momentan sehr attraktiv – sprechen Sie uns an, die Finanzierungsexperten von Dr. Klein finden die für Sie passende Finanzierung.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

Experten-Kommentar zur Zinsentwicklung

Die Dr. Klein-Experten kommentieren regelmäßig die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in Deutschland. Zusätzlich geben Sie eine eigene Prognose für die in Zukunft erwartete Zinsentwicklung ab.

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