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Aktueller Dr. Klein Zinskommentar vom 06.08.2010

EZB setzt Kurs fort

Wie erwartet setzt die Europäische Zentralbank (EZB) die Politik des billigen Geldes auch weiterhin fort. Auf ihrer Sitzung in der vergangenen Woche hat sie den Leitzins im Euro-Raum weiter auf dem Rekordtief von einem Prozent belassen. Nach drei Jahren Krise gehen die Mitglieder der EZB aber erstmals wieder vorsichtig optimistisch in die Sommerpause. Im zweiten Quartal hat die Konjunktur in der Euro-Zone laut Aussage der Zentralbank angezogen und dieser positive Trend wird auch noch in das dritte Quartal hinein anhalten. Allerdings mahnte Notenbankchef Jean-Claude Trichet zur Vorsicht. Der Konjunkturverlauf werde unebener und die zweite Jahreshälfte werde schwächer als die erste. Das Belassen des Leitzinses auf dem Rekordtief sei daher angemessen, so Trichet.

Weiterhin habe sich die Lage am Geldmarkt deutlich entspannt. So habe sich das Volumen nahezu verdoppelt. Auch wenn die Situation sich noch nicht komplett normalisiert habe, so gehe die Tendenz in die richtige Richtung. In der Krise konnte der Geldmarkt nur durch Liquiditätsspritzen der EZB am Leben gehalten werden. Bislang hat diese den Instituten zugesichert, dass sie sich bis zum Oktober unbegrenzt bei ihr mit Liquidität versorgen können. Laut Trichet werde die Notenbank im September darüber entscheiden, ob sie den Geldmarkt weiter stützen wolle.

Auch die Bank of England (BoE) hat ihre Leitzinsen bei 0,5 Prozent belassen. Sie befindet sich zurzeit in einem Dilemma, denn einerseits kämpft die britische Wirtschaft mit einer nur sehr langsamen Erholung, auf der anderen Seite herrscht ein hoher Inflationsdruck. Seit März übersteigt die Teuerungsrate das Ziel der Notenbank von drei Prozent und Indikatoren weisen auf eine weitere Verlangsamung des Wachstums hin. Angesichts dieser Situation rechnen Experten nicht vor dem kommenden Jahr mit neuen geldpolitischen Schritten der BoE.

Das Wachstum der US-Wirtschaft schwächt sich indes trotz Nullzinspolitik der Notenbank und Konjunkturprogrammen der Regierung ab. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs mit einer Jahresrate von 2,4 Prozent im zweiten Quartal weniger stark als erwartet. Insbesondere der private Konsum blieb hinter den Prognosen zurück. Daher wächst in den USA die Angst vor einem Rückfall in die Rezession. Die amerikanische Notenbank (Fed) ist zunehmend alarmiert, obwohl eine Mehrheit der Volkswirte ein sogenanntes Double-Dip-Szenario für unwahrscheinlich hält. Bei einer Anhörung vor dem Kongress sprach Fed-Präsident Ben Bernanke von einer außergewöhnlichen Unsicherheit.

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Tendenz
Kurzfristig: gleichbleibend
Langfristig: steigend

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