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Neuer Pakt gegen die Schuldenkrise

Die letzten Tage waren wieder einmal von besonderen Nachrichten gekennzeichnet. Der EU-Gipfel war nicht in der Lage, eine große Lösung unter Einbeziehung aller EU-Mitglieder zu präsentieren, und die Europäische Zentralbank (EZB) hat, wie gemeinhin erwartet, die Leitzinsen gesenkt.

Die aktuellen Beschlüsse des EU-Gipfels sehen nunmehr eine Schuldenbremse vor. Die Neuaufnahme von Schulden soll begrenzt werden. Kenngröße ist hier das Bruttoinlandsprodukt des jeweiligen Landes. Diese Regelung soll in die nationalen Verfassungen aufgenommen werden. Sofern ein Mitgliedsstaat höhere Defizite hat, muss der EU-Kommission ein Reformprogramm vorgelegt werden. Deren Umsetzung soll streng überwacht werden. Diese Vereinbarung wird leider nur von einem Teil der EU-Staaten mitgetragen. Durch sehr weitgehende Forderungen behinderte insbesondere Großbritannien eine Einigung im Kreis der 27 Mitgliedsstaaten. Zwischenstaatliche Verträge sollen nun bis März nächsten Jahres vorliegen.

Zusätzlich wurden auch kurzfristige Maßnahmen beschlossen, die den Euro stabiler machen sollen. Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sollen weitere 200 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden, damit dieser strauchelnden Eurostaaten beistehen kann. Die Mittel sollen von den Zentralbanken kommen. In der Deutschen Bundesbank gibt es dazu aktuell rechtliche Bedenken. Die Bundesbank will deshalb einen weiteren Beschluss des Bundestages bewirken.

Angela Merkel ist mit den ausgehandelten Kompromissen sehr zufrieden. Etliche Experten fordern aber weiterhin den unbeschränkten Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB. Die deutsche Regierung wehrt sich nach wie vor vehement dagegen.

Es ist leider sehr unwahrscheinlich, dass die Gipfelergebnisse allein die Probleme für die Zukunft lösen können.

In diesen schweren Krisenzeiten unterstützt auch die EZB die Politik bei der Lösung der Euro-Krise. Sie senkte den Leitzins. Durch diese Maßnahme sollen vor allem die schwächelnde Konjunktur gestützt werden und Banken, die wegen der Schuldenkrise besonders betroffen sind, Hilfe erhalten. Wir gehen davon aus, dass die EZB diese Niedrigzinspolitik auch in 2012 weiterführen wird. Der EZB-Chef Mario Draghi erteilte dem umfangreicheren Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ebenfalls eine Absage. Inwieweit er diese Position halten kann, wenn Eurostaaten in echte Notsituationen geraten, z.B. weil sie kein frisches Geld mehr bekämen und deshalb zahlungsunfähig wären, bleibt abzuwarten.

Baufinanzierungskunden konnten sich in den letzten Wochen mit sehr billigen Krediten eindecken. Diejenigen, die auch noch eine lange Zinsbindung gewählt haben, haben jetzt für die gesamte Laufzeit ihrer Finanzierung keine Zinssorgen mehr. Je nach Tagesmeldung kann sich der aktuelle Zins um einiges bewegen. In der mittleren und längeren Frist sprechen sowohl die Unsicherheit zu den Renditen von Staatsanleihen als auch die künftigen Regelwerke für Banken und Versicherungen dafür, dass die Baufinanzierungskosten steigen werden. Wir raten daher allen Kunden, günstige Phasen zu nutzen, um sich die günstigsten Finanzierungsbedingungen zu sichern. Ihr Berater unterstützt sie hierbei natürlich sehr gern. Sprechen sie uns einfach an.

Tendenz:
Kurzfristig: seitwärts schwankend
Langfristig: seitwärts

 

 

Experten-Kommentar zur Zinsentwicklung

Die Dr. Klein-Experten kommentieren regelmäßig die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in Deutschland. Zusätzlich geben Sie eine eigene Prognose für die in Zukunft erwartete Zinsentwicklung ab.

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