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Es gibt einen Gewinner der Euro-Krise – den deutschen Baufinanzierungskunden

Lübeck, 15. Februar 2012 – Der Zinskommentar von Dr. Klein

Griechenland, das größte Sorgenkind der Eurozone

Griechenland, das größte Sorgenkind der Eurozone, muss sparen. Daran führt kein Weg vorbei. Obwohl sich die europäische Politik für eine Staatspleite Griechenlands besser gewappnet fühlt als noch vor Jahren, ist ihr Ziel, Griechenland beim Meistern der Krise zu helfen, ungebrochen. Nur die Wege dafür sind leider immer noch nicht klar. Ein EU-Krisengipfel jagt den anderen und auch der Deutsche Bundestag soll Ende Februar über das komplizierte Hilfsprogramm in Höhe von etwa 130 Milliarden Euro abstimmen. Auch der Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone wird von einigen Akteuren immer wieder in die Diskussion eingebracht.

Zwischenzeitlich hat das griechische Parlament den von der Troika aus Europäischer Union (EU), Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) geforderten Sparmaßnahmen zugestimmt. Das neue Gesetz sieht drastische Ausgabenkürzungen vor. Diese Maßnahmen sind eine wichtige Bedingung für das zweite Rettungspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro. Ohne diese Mittel wäre Griechenland im März zahlungsunfähig.

In den deutschen Medien bleibt die Situation in einem weiteren, krisengebeutelten, europäischen Staat aktuell weitgehend unbeachtet. Auch Portugal ächzt unter dem Sparkurs der Regierung. Steuererhöhungen und Kürzungen der Sozialleistungen treiben wieder tausende Demonstranten auf die Straßen. Das Land befindet sich in einer schweren Rezession. Auch für Portugal befürchten viele Experten einen Schuldenschnitt und weitere Rettungspakete.

Der EZB kommt in dieser Zeit eine ganz besondere Rolle zu. Unabhängig soll sie sein und auf stabile Preise verpflichtet. Die Realität sieht heute aber ganz anders aus. Die EZB legt im Verlauf der Krise ihre strengen Statuten immer weiter aus und wird damit die einzige handlungsfähige Institution des Euro-Raumes. Ohne ihre Hilfe gäbe es heute einige europäische Banken weniger. Erst Ende Dezember stellte sie den Banken Mittel in Höhe von rund 500 Milliarden Euro zu einem Festzinssatz von gerade mal einem Prozent zur Verfügung. Die billige Refinanzierung bei der EZB sorgt für fantastische Zinsüberschüsse bei den Banken. Die EZB akzeptierte für diese Ausleihe jedoch Sicherheiten zweifelhafter Güte und bläht damit ihre eigene Bilanz mit zusätzlichen Risiken auf. Für Ende Februar ist eine neue Offerte der EZB angekündigt. Die EZB stellt damit ihre Unabhängigkeit und das Geld der Steuerzahler aufs Spiel.

Die einzigen Gewinner der Euro-Krise sind die deutschen Baufinanzierungskunden. Deutsche Staatsanleihen sind als sichere Anlage weiterhin stark nachgefragt und dies wirkt sich direkt auf die Baugeldzinsen aus. Sie notieren auf historisch niedrigem Niveau. Kurzfristige Erhöhungen sind nicht in Sicht. Die meisten Experten sind sich einig, dass aufgrund der guten Konjunktur in Deutschland, die Zinssätze deutlich höher sein müssten.

An unserer grundsätzlichen Einschätzung hat sich demzufolge nichts geändert. Finanzierungen in Immobilien sollten in der Regel mit langfristigen Zinsbindungen ausgestaltet werden. Den aktuellen Zinsvorteil (im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt) sollten Sie für zusätzliche Tilgungen nutzen. Setzen Sie die anfängliche Tilgung für Ihr Darlehen nur auf das lange Jahre übliche eine Prozent, ergibt sich heute eine rechnerische Gesamtlaufzeit von deutlich über 40 Jahren. Ihre Finanzierungskonstellation sollte jedoch immer individuell bewertet werden. Dies kann nur ein unabhängiger Finanzierungsberater. Sprechen Sie uns dazu gern an.

Tendenz:

Kurzfristig: seitwärts schwankend
Langfristig: steigen

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Über den Zinskommentar von Dr. Klein (ZiKo)

Die Dr. Klein-Experten kommentieren regelmäßig die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in Deutschland. Zusätzlich geben Sie eine eigene Prognose für die in Zukunft erwartete Zinsentwicklung ab.

Pressekontakt

Anna Commentz
Leiterin PR & Presse
Tel.: +49 (0) 451/ 1408 - 7245 
Mail: presse@drklein.de

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