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Der Paukenschlag der EZB

Wie ein Paukenschlag erschütterte die Äußerung von Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), die Finanzwelt. Mit den Worten „große Wachsamkeit“ hatte der EZB-Chef bereits früher Zinserhöhungen aufgrund einer steigenden Inflationsrate angedeutet. Die logischen Konsequenzen folgten: Der Euro stieg auf 1,40 Dollar, die Renditen europäischer Anleihen stiegen ebenfalls.

Die Zinsdifferenz zwischen dem europäischen und dem US-amerikanischen Wirtschaftsraum spielt eine wesentliche Rolle beim Wert der Währung. Geld wandert tendenziell dorthin, wo es mehr abwirft. Dies stärkt aktuell den Euro, weil sich Anleger damit eindecken.

Der starke Euro ist nicht unproblematisch. Europäische Waren werden auf dem Weltmarkt verteuert. Gerade die deutsche Wirtschaft, die sehr stark exportorientiert ist, wird darunter leiden. Zusätzlich ist ein steigendes Zinsniveau sehr problematisch für die hoch verschuldeten Euro-Länder, die schon heute unter ihren Refinanzierungskosten leiden.

Besonders spannend ist das aktuelle Verhalten der US-amerikanischen Notenbank (Fed). Auch in den USA ist die Inflation zuletzt deutlich auf 1,6 Prozent angestiegen. Fed-Chef Ben Bernanke ist jedoch der Meinung, dass die Teuerung ausschließlich auf die gestiegenen Rohstoff- und Lebensmittelpreise zurückzuführen ist. Die Auswirkungen sind seiner Meinung nach nur vorübergehend. Die Notenbank könne hier mit einer strafferen Geldpolitik nichts ausrichten. Bernanke stellte noch einmal klar, dass er seine Stützungsmaßnahmen erst beenden wird, wenn der US-amerikanische Arbeitsmarkt wieder anzieht. Hier dürfte der schwache Dollar im Interesse der US-Notenbank liegen. Denn eine schwache US-Währung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie. Die Folgen sind Aufschwung und neue Arbeitsplätze.

Die Inflationsrate im Euro-Raum ist durch die steigenden Preise für Öl, sonstige Rohstoffe und Lebensmittel sowie die guten Wachstumsraten in einigen Ländern auf 2,4 Prozent gestiegen. Damit liegt die aktuelle Inflationsrate über dem Stabilitätsziel der Zentralbank von 2 Prozent. Um zu verhindern, dass die Inflation eine Eigendynamik bekommt, spricht alles für eine baldige Zinserhöhung. Nun diskutieren bereits die Experten, ob, wann und um wie viel die Zinsen erhöht werden. Trichet stellte dazu bereits in der letzten Woche klar, dass eine Zinserhöhung im April nicht „den Beginn einer Serie“ bedeuten würde. Es wird mit Sicherheit noch einige Zeit dauern, bis die Zielmarke des Teuerungswertes wieder erreicht ist.

Die meisten Marktteilnehmer sind durch das aktuelle Verhalten der EZB sehr verunsichert. Entgegen der Ankündigung von Herrn Trichet erwarten sie mehrere aufeinander folgende Zinsschritte. Bis sich hier ein klarer Kurs abzeichnet, werden die Zinsen schwanken. Unseren Kunden empfehlen wir deshalb, nicht auf fallende Zinsen zu spekulieren. Die aktuellen Konditionen für Baufinanzierungskredite sind im historischen Vergleich nach wie vor sehr günstig. Mit langen Zinsbindungen haben unsere Kunden die Möglichkeit, das aktuelle Niveau auch bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens zu sichern. Eine Mindesttilgung von zwei Prozent sichert die Rückzahlung des Kredites in einem überschaubaren Rahmen. Auch für kleinere Abschnitte, etwa für Modernisierungen, An- oder Umbau, gibt es derzeit sehr attraktive Angebote mit langer Zinssicherheit und fest kalkulierten Raten. Unsere Baufinanzierungsspezialisten unterbreiten Ihnen gern einen bedarfsgerechten Finanzierungsvorschlag. Sprechen Sie uns an.

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