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Europas Banken im Strudel der Krise

Die griechischen Schwierigkeiten sind der in aller Munde. Die damit einhergehenden Probleme europäischer Banken stehen nun immer mehr im Fokus der europäischen Politik. Viele europäische Banken sind in griechischen Staatsanleihen investiert. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Griechenlands drücken auf die Preise und machen Abschreibungen auf diese Anleihen unabdingbar. Der tatsächliche Kapitalbedarf der Banken ist derzeit aber leider kaum abschätzbar. Dies führt dazu, dass die Banken sich gegenseitig nicht mehr trauen und auf Vorrat Liquidität horten. Besonders betroffen sind Banken aus Griechenland, Spanien und Portugal, die schon seit einiger Zeit auf die Liquiditätszufuhr der Europäischen Zentralbank (EZB) angewiesen sind. Mit einem 40 Milliarden Euro schweren Ankaufprogramm für Anleihen greift die EZB den Banken zudem weiter unter die Arme. Die EZB zielt darauf ab, eine Kreditklemme in den einzelnen Ländern zu verhindern und damit negative Folgen, wie z.B. eine Rezession in der Realwirtschaft zu verhindern. Würde sich durch eine Rezession die Wirtschaft in Ländern wie z.B. Italien oder Spanien deutlich eintrüben und dadurch ein zusätzlicher Kreditbedarf durch Abschreibungen auf die Staatsanleihen dieser Länder notwendig sein, könnte dies die europäischen Banken noch mehr gefährden.

Die EZB war mit ähnlichen Unterstützungsmaßnahmen bereits vor drei Jahren erfolgreich, als die Lehman-Insolvenz das Vertrauen der Banken erschütterte.

Ohne weitere Finanzhilfen aus dem Rettungsfonds wäre Griechenland im November zahlungsunfähig. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone machen aber für die Auszahlung der nächsten Hilfstranche ein positives Votum der Troika zur Bedingung. Am Dienstag veröffentlichte diese nun die ersten Ergebnisse ihrer wochenlangen Prüfung. Trotzdem die Griechen das gesetzte Defizitziel im laufenden Jahr nicht erreichen werden bescheinigt die Troika der griechischen Regierung „große Fortschritte“ bei der Haushaltskonsolidierung. Der griechische Vertreter beim IWF betonte zudem erst kürzlich, dass Griechenland mehr Finanzhilfen oder einen größeren Schuldenschnitt benötigt. Er ist der Meinung, dass der griechische Geldbedarf aufgrund der stärker als erwarteten Rezession größer ausfallen wird als bisher angenommen. Die Troika erwartet, dass die aktuellen Strukturreformen erst ab 2013 wirken und zu Wachstum führen werden.

Nur ein konsequentes Handeln kann Griechenland und die anderen strauchelnden Staaten und damit die Situation in Europa beruhigen. Hier ist Deutschland als stärkster Euro-Staat und großer Profiteur der europäischen Idee in einer ganz besonderen Verpflichtung. Die nächsten Wochen werden den weiteren europäischen Weg signifikant mitbestimmen.

Die Zinsentwicklung im Baufinanzierungsbereich ist eng mit der aktuellen Situation in Europa verbunden. Wir rechnen in den nächsten Wochen weiter mit seitwärts schwankenden Zinsen. Nutzen Sie Tage mit niedrigen Zinsen, um Ihre Finanzierung festzuzurren. Aufgrund des derzeit sehr günstigen Zinsniveaus bieten sich sehr lange Zinsbindungen an. Diese können Ihnen bis zur vollständigen Rückzahlung Ihres Kredites die vereinbarten Zinsen garantieren. Auf die heute übliche Flexibilität müssen Sie in Ihrer Finanzierung jedoch nicht verzichten. Sprechen Sie Ihren Berater auf Sondertilgungen und Tilgungssatzwechselrechte an.

Tendenz:
Kurzfristig: seitwärts schwankend
Langfristig: steigend

Experten-Kommentar zur Zinsentwicklung

Die Dr. Klein-Experten kommentieren regelmäßig die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in Deutschland. Zusätzlich geben Sie eine eigene Prognose für die in Zukunft erwartete Zinsentwicklung ab.

Zinsentwicklung

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