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Leitzins der EZB bleibt auf Rekordtief von 0,75 %

Lübeck, 14. Dezember 2012 – Der Zinskommentar von Dr. Klein

Unsicherheit der Investoren in der Eurozone groß

Die Zinsen für Baufinanzierungen in Deutschland haben sich auch in den letzten vier Wochen auf niedrigem Niveau seitwärts schwankend bewegt und sind zuletzt unter das Tief von Anfang Juni 2012 gesunken. Die Unsicherheit der Investoren hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone ist immer noch groß, deutsche Staatsanleihen werden weiterhin als sicherer Hafen angesehen.

Leitzins der EZB bleibt auf Rekordtief

Wirtschaftsprognose der EZB

Auf der letzten Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde eine Senkung des Leitzinses aufgrund schlechter Wirtschaftsprognosen zwar diskutiert, er wurde aber bei 0,75% belassen. Die EZB senkte die Wirtschaftsprognose für die 17 Euroländer und erwartet ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung in 2013. Für die deutsche Wirtschaft wurde die Prognose von 1,6% auf 0,4% reduziert. Ursache ist die Nachfrageschwäche der anderen Euroländer aufgrund der Finanzkrise. Sollte die Wirtschaft nicht wieder anziehen, ist in den nächsten Monaten eine Leitzinssenkung zu erwarten.

Griechenland glückt Rückkauf von Staatsanleihen im Nennwert von 30 Milliarden Euro

Am 11. Dezember hat es Griechenland im zweiten Anlauf geschafft, Staatsanleihen im Nennwert von mind. 30 Milliarden Euro zurückzukaufen. Ziel war es, mit einem Kredit des Euro-Rettungsfonds in Höhe von 10 Milliarden Euro die Schuldenlast Griechenlands um 20 Milliarden Euro zu reduzieren. Am Donnerstag dieser Woche haben die Finanzminister der Eurozone entschieden, dass dieses Ziel erreicht wurde und damit die Voraussetzungen für die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an den ausstehenden Hilfszahlungen erfüllt sind, In den kommenden Monaten benötigt Griechenland rund 49 Milliarden Euro, um den Staatsbetrieb am Laufen zu halten. Die ersten 34,4 Milliarden Euro wurden freigegeben und sollen noch in diesem Jahr ohne weitere Auflagen ausgezahlt werden. Für den Rest, der bis März fließen soll, müssen weitere Auflagen erfüllt werden. Neben dem Rückkaufprogramm hatten sich die Euro-Finanzminister Ende November darauf geeinigt, Griechenland zudem Zinssenkungen und einen Zinsaufschub für die Hilfen aus den beiden ersten Rettungspaketen zu gewähren. Darüber hinaus sollen die europäischen Notenbanken Kursgewinne, die sie mit dem Ankauf griechischer Staatsanleihen gemacht haben, wieder an Griechenland ausschütten.

Der Deutsche Bundestag hat Anfang Dezember grünes Licht für die Kredite an Griechenland gegeben. Das wird den Haushalt 2013 mit 730 Mio. Euro belasten. Wie hoch die Zahlungen tatsächlich ausfallen und welche Auswirkungen dies auf die Kreditfähigkeit Deutschlands hat, ist aktuell aber noch nicht abzusehen.

Politische Zukunft Italiens ungewiss

Nachdem die Partei von Silvio Berlusconi der Regierung bei zwei Parlamentsabstimmungen die Unterstützung entzogen hatte, kündigte der italienische Regierungschef Mario Monti seinen Rücktritt an. Davor möchte er noch vor Weihnachten das wichtige Stabilitäts- und Haushaltsgesetz für 2013 verabschieden. Viele seiner Reformvorhaben bleiben aber unvollendet. Weil die harte Spar- und Steuerpolitik von Monti die Rezession in Italien verstärkt hat und noch kein Wirtschaftswachstum in Sicht ist, fühlt sich der umstrittene ehemalige Regierungschef Silvio Berlusconi berufen, ein weiteres Mal zur Wahl anzutreten. Italien stehen sehr turbulente Wochen bevor und es ist zu befürchten, dass sich die Wirtschaftskrise verschärft, wenn Berlusconi tatsächlich gewählt wird und Stimmung gegen Europa, den Euro und die von Deutschland initiierte Sparpolitik macht. Es besteht außerdem die Gefahr, dass Italiens Glaubwürdigkeit in der Eurozone verloren geht und die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen aufgrund der erwarteten Unsicherheit wieder steigen. Um wieder möglichst rasch Stabilität herzustellen, müssen die vorgezogenen Wahlen so schnell wie möglich stattfinden und zwar voraussichtlich Ende Februar.

Aktuelle Entwicklungen in anderen Euroländern

Trotz der hohen Arbeitslosenquoten mussten sowohl Spanien als auch Frankreich aktuell geringere Risikoaufschläge für eine Kreditaufnahme zahlen. Dies spiegelt die Einschätzung Draghis wider, dass sich die Lage an den Anleihe- und Aktienmärkten entspannt hat, da seiner Meinung nach das Vertrauen der Kapitalmärkte in die Eurozone allmählich zurückkehre.

Baufinanzierung noch in diesem Jahr sichern?

Auf der Suche nach sicheren und rentablen Anlageformen haben viele Investoren in deutsche Immobilien investiert und damit insbesondere in den Ballungszentren die Immobilienpreise in die Höhe getrieben. Zusätzlich haben viele private Haushalte die niedrigen Zinsen genutzt, um Eigentum als Altersvorsorge zu erwerben.

„Dennoch sollte man sich nicht von den niedrigen Zinsen verführen lassen, vorschnell eine Kaufentscheidung zu treffen oder die langfristige Tragfähigkeit der Finanzierung zu vernachlässigen“, sagt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. Im Vorfeld muss immer ein ehrlicher Kassensturz gemacht werden, wobei bei der Höhe der monatlich bezahlbaren Rate nicht zu knapp kalkuliert werden darf und Rücklagen für Unerwartetes eingeplant werden müssen. Gawarecki empfiehlt daher bei dem aktuellen Szenario, auf langfristige Sicherheit zu setzen. „Wer eine Immobilie erwerben bzw. bauen oder eine bestehende Finanzierung ablösen möchte, sollte sich die historisch niedrigen Konditionen rechtzeitig sichern und für eine möglichst lange Zeit festzurren. Um zu vermeiden, dass die monatliche Rate nach Ablauf der ersten Zinsbindung bei gestiegenen Baufinanzierungskonditionen das Haushaltseinkommen zu stark belastet, raten wir unseren Kunden, neben langen Zinsbindungen eine anfängliche Tilgung von mind. 2 % zu wählen“, erklärt Gawarecki. Allerdings müssen Kunden auch bei langen Zinsbindungen nicht auf Flexibilität verzichten. Daher sollten sie ein Angebot auswählen, das eine kostenlose Option zum Tilgungssatzwechsel und zur Zahlung von Sondertilgungen enthält. Durch einen Bausparvertrag kann zusätzlich Sicherheit geschaffen werden.

Tendenz:

Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: steigend


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Über den Zinskommentar von Dr. Klein (ZiKo)

Die Dr. Klein-Experten kommentieren regelmäßig die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in Deutschland. Zusätzlich geben Sie eine eigene Prognose für die in Zukunft erwartete Zinsentwicklung ab.

Pressekontakt

Anna Commentz
Leiterin PR & Presse
Tel.: +49 (0) 451/ 1408 - 7245 
Mail: presse@drklein.de

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Dr. Klein ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren am Markt etabliert. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit oder Geldanlage. Kunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Das Unternehmen baut seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit mehr als 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten vertreten.

Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Kunden von Dr. Klein stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dafür wurde das Unternehmen 2014 und 2015 u.a. von Springer-Fachmedien als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und von dem DISQ und n-tv zum dritten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairnesspreis“ ausgezeichnet. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

In dem Bereich Baufinanzierung finden Sie weitere interessante Fakten: Prüfen Sie mit dem Baufinanzierungsrechner Ihre  Finanzierung oder berechnen Sie die Rentabilität Ihrer Umschuldung. Rückt das Ende der Zinsbindungsfrist näher, ist eine geeignete Anschlussfinanzierung nötig. Mit dem von Dr. Klein erfundenen Forward Darlehen können Sie sich diese zu günstigen Konditionen bereits 60 Monate in voraus sichern!