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Newsletter 2013 - September

SEPA kommt: Die wichtigsten Änderungen für Bankkunden

SEPA – das steht für Single Euro Payments Area, also einen einheitlichen Euro-Zahlungsraum. Hatte bisher jedes Land sein eigenes Zahlungsverfahren für Überweisungen und Lastschriften, werden diese nun durch ein EU-weites Verfahren ersetzt. Alle Transaktionen - ob sie nun ins In- oder ins Ausland gehen - sind damit standardisiert. Was heißt das für Sie als Bankkunden?

Neue Kontonummer

SEPA kommt: Die wichtigsten Änderungen für Bankkunden

Ab dem 1. Februar 2014 werden die bisherige Kontonummer und Bankleitzahl durch die internationale Kontonummer IBAN ersetzt. Diese Nummer brauchten Sie bisher nur für Auslandsüberweisungen – nationale Überweisungen, zum Beispiel auf das Tagesgeld, werden aktuell mittels der bankeigenen Kontonummer und Bankleitzahl vorgenommen. Die neue Kontonummer ist dann vor allen Dingen länger als die bisherige Kontonummer. Doch obwohl sie in Deutschland aus 22 Zahlen besteht, ist sie dennoch einfach zu merken: Sie setzt sich aus der bisherigen Bankleitzahl und Kontonummer zusammen. Neu hinzukommen nur ein Ländercode und eine zweistellige Prüfzahl. Damit werden Zahlendreher ausgeschlossen, Fehlüberweisungen sind praktisch nicht mehr möglich. Auf Ihrem Kontoauszug können Sie sich die IBAN übrigens schon einmal anschauen.

Was ändert sich für Bankkunden?

SEPA bietet Ihnen vor allem Vorteile. Dauert es heute zum Beispiel bis zu einer Woche, ehe eine Auslandsüberweisung beim Empfänger angekommen ist, soll es künftig viel schneller gehen: Nur noch einen Tag braucht das Geld dann, bis es auf dem gewünschten Konto ist. Auch für Pendler, die im Ausland arbeiten, ist das neue Verfahren vorteilhaft. Sie können sich ihr Gehalt nun auf ihr Girokonto in Deutschland auszahlen lassen und müssen kein Auslandskonto mehr führen.

Wer Einzugsermächtigungen und Daueraufträge nutzt, braucht diese nicht extra umzustellen. Dies erledigt Ihre Bank für Sie. Außerdem werden die Widerspruchsfristen für Lastschriftabbuchungen von sechs auf acht Wochen verlängert. Für unberechtigte Lastschriften, für die keine Einzugsermächtigung des Kunden vorliegt, gilt eine Frist von dreizehn Wochen.

Die EU hofft, dass die neuen SEPA-Regeln auch zu einem intensiveren Wettbewerb unter den Banken und so zu einer Senkung der Kontoführungsgebühren führen. Wenn Sie nicht so lange warten möchten: In unserem Girokonto-Vergleich sehen Sie alle Kontogebühren der Anbieter auf einen Blick.

Zweijährige Übergangsfrist

Wer sich nicht gleich an die neue lange Kontonummer gewöhnen möchte, kann bei vielen Banken noch die Übergangszeit bis zum 1. Februar 2016 nutzen und seine alte Kontonummer und Bankleitzahl für nationale Überweisungen verwenden. Die Umrechnung in IBAN übernimmt für diesen Zeitraum die Bank. Sie haben noch Fragen zu SEPA? Dann wenden Sie sich einfach an einen unserer Finanzberater vor Ort. Außerdem klärt der Bankenverband in einem Video noch einmal die wichtigsten Fragen zur neuen EU-Richtlinie.

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