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Newsletter 2013 - März

Stecken Sie in der Zinsfestschreibungsfalle?

Wer eine Finanzierungsanfrage gestellt und sich für eine Baufinanzierung entschieden hat, steht häufig vor der Frage: Wie gestalte ich mein Darlehen am besten? Soll ich ein Darlehen über die gesamte Summe aufnehmen oder die Finanzierung lieber auf mehrere Darlehen mit unterschiedlichen Zinsbindungen aufteilen? Viele Banken empfehlen die Aufteilung des Finanzierungsbedarfs, doch kann man das wirklich so pauschal raten? Wir haben diese Finanzierungsvariante für einen Immobilienkauf einmal genau unter die Lupe genommen.

Vorsicht vor der Zinsfestschreibungsfalle

Stecken Sie in der Zinsfestschreibungsfalle?

Oft rät die Bank zu einer Aufteilung des Darlehens in mehrere Darlehen mit verschiedenen Zinsbindungen. So kann ein Darlehen über 150.000 Euro beispielweise auf drei Darlehen mit je einer Zinsbindungsfrist von fünf, zehn und 15 Jahren verteilt werden. Die hat folgenden Vorteil: Je kürzer die Laufzeit des Darlehens ist, desto niedriger ist auch der Zinssatz für die Baufinanzierung. Steigt der Zinssatz nach dem Ablauf der ersten Zinsbindungsfrist, bleibt zudem der Zinsverlust aufgrund der weiteren zinsgebundenen Darlehen gering. Sind die Bauzinsen dagegen gefallen, können Sie Ihre Darlehen bereits nach 10 Jahren kündigen und auf die günstigere Kondition umstellen. So sollen die Kosten für Ihren Kredit und Ihre Anschlussfinanzierung auf einem niedrigen Niveau bleiben.

Was auf den ersten Blick plausibel klingt, hat aber dennoch einen Haken – und der heißt Zinsfestschreibungsfalle. Kurz vor Ablauf des ersten Darlehens erhalten Baufinanzierungskunden ein Verlängerungsangebot ihrer Bank, das aber oftmals teurer ist als die Angebote anderer Banken. Jetzt jedoch einfach zu einem günstigeren Angebot wechseln, ist meist unmöglich. Denn für das neu zu finanzierende Darlehen steht im Falle eines Bankenwechsels nur die als Sicherheit geltende Grundschuld zur Verfügung. Die neue Bank wird nun in den meisten Fällen die Finanzierung ablehnen, da sie nicht an erster Stelle im Grundbuch stehen kann. Nimmt sie die Finanzierung doch an, berechnet sie dafür oftmals hohe Zinsaufschläge – eine Umschuldung lohnt sich dann nicht mehr. Sie als Baufinanzierungskunde sind darum an Ihre Bank gebunden, kurz gesagt: Sie stecken in der Zinsfestschreibungsfalle. Denn die bereits finanzierende Bank weiß natürlich, dass Sie als Wechselwilliger bei einer anderen Bank schlechte Karten haben und bietet Ihnen unter Umständen nicht den günstigsten Zinssatz für Ihre Anschlussfinanzierung an.

Persönliche Beratung klärt Finanzierungsbedürfnisse

Trotzdem ist von der Aufteilung des Finanzierungsbedarfs auf mehrere Darlehen nicht in jedem Falle abzuraten. Steht bereits fest, dass Sie einen Darlehensteil zu einem bestimmten Zeitpunkt beispielsweise durch die Zuteilung einer Lebensversicherung oder eines Bausparvertrages ablösen werden, kann diese Finanzierungsvariante sinnvoll sein. Am besten holen Sie sich für die Wahl der passenden Finanzierungsvariante Rat bei einem Experten. Unsere Finanzberater vor Ort stehen Ihnen für alle Fragen rund um Ihre Baufinanzierung gern zur Verfügung.

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