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Newsletter 2014 - Juli

Bankgebühren: Welche Kosten wirklich zulässig sind

unnötige Geld-Fehler

Haben Sie sich auch schon einmal über eine zusätzliche Bankgebühr geärgert? Oft sind es sogar Standardleistungen wie Überweisungen oder die Geldabhebung am Automaten, für die Banken Gebühren verlangen. Aber ist das eigentlich rechtens? Schließlich kommt da einiges zusammen. Mag noch einer über den Euro für das Zusenden des Kontoauszuges hinwegsehen, schmerzen die fünf Euro für eine Geldauszahlung am Fremdautomaten schon mehr. Mit der SEPA-Umstellung kommt jetzt noch eine weitere Gebühr hinzu, die eigentlich bereits abgeschafft war: Bis zu drei Euro können Banken nun wieder für die Information über eine geplatzte Lastschrift verlangen. Wir verraten Ihnen, welche Bankgebühren Kreditinstitute erheben dürfen und welche unzulässig sind.

Diese Gebühren müssen Sie zahlen

Versand von Kontoauszügen
Holen Sie Ihren Kontoauszug nicht regelmäßig ab, erhalten Sie Ihre Auszüge per Post – hierfür darf die Bank bis zu zwei Euro verlangen.

Zählen von Kleingeld

Möchten Sie Ihr lang gespartes Kleingeld auf Ihr Konto einzahlen oder in Scheine umtauschen, kann die Bank hierfür Gebühren bis zu zehn Euro berechnen.

Information über SEPA-Lastschrift
War nicht genug Geld für die Lastschrift auf dem Girokonto vorhanden, darf die Bank für die Information darüber bis zu drei Euro verlangen.

Geldabhebung am Fremdautomaten
Für die Bargeldabhebung an einem bankfremden Automaten fallen bis zu sechs Euro an.

Gebühren dürfen Banken auch für das Ausführen von Daueraufträgen oder für den Abschluss von Bauspardarlehen berechnen.


Für diese Leistungen darf die Bank keine Gebühren berechnen

Änderung von Freistellungsaufträgen
Möchten Sie Ihren Freistellungsauftrag ändern, ist dies kostenlos.

Wechsel des Aktiendepots
Auch für die Übertragung von Depotanteilen dürfen Banken keine Gebühren verlangen.

Führung des Darlehenskontos
In einem Urteil hat der Bundesgerichtshof 2011 festgelegt, das Gebühren für das Führen eines Darlehenskontos unzulässig sind (AZ XI ZR 388/10).

Auch Leistungen wie die fristgerechte Auflösung des Sparbuchs, eine Kontopfändung oder die Bearbeitung von Erbfällen müssen von der Bank kostenfrei erbracht werden.


Mit dem passenden Girokonto Geld sparen

Trotzdem kommt es immer mal wieder vor, dass manche Kreditinstitute Entgelte für eigentliche Gratisleistungen verlangen. Wenden Sie sich in diesem Fall erst einmal an die Filiale. Ist diese uneinsichtig, hilft oft schon ein Verweis auf das entsprechende Urteil und eine schriftliche Aufforderung zur Erstattung der Gebühren. Im letzten Schritt können Sie immer noch eine Beschwerdestelle oder einen Bankschutzverein einschalten.

Wer nicht von eventuellen Kosten überrascht werden möchte, sollte sich vor Abschluss des Girokontos die allgemeinen Geschäftsbedingungen genau anschauen. Gibt es zu viele gebührenpflichtige Leistungen, ist eventuell ein Wechsel des Girokontos die richtige Wahl. Unsere Finanzberater vor Ort helfen Ihnen gern dabei, ein passendes Konto ohne Wenn und Aber zu finden.


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