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Newsletter 2014 - April

8 Expertentipps, mit denen Ihr Bauvorhaben auf soliden Beinen steht

8 Expertentipps, mit denen Ihr Bauvorhaben auf soliden Beinen steht

Endlich: Ein geeignetes Grundstück ist gefunden, die Planung der Immobilie steht, jetzt fehlt nur noch die passende Baufinanzierung. Zum Glück ist die aktuelle Zinssituation für Baugeld weiterhin günstig, so dass angehende Bauherren von idealen Bedingungen für ihr Bauvorhaben profitieren. Doch ein niedriger Zinssatz ist nur ein Teil der Baufinanzierung. Nachfolgend erfahren Sie, worauf Sie als Bauherr bei Ihrem Bauvorhaben noch achten sollten:

1. Bereitstellungszinsen vermeiden

Banken berechnen  für die Zeit, in der Sie Ihr Darlehen nicht abrufen, Bereitstellungszinsen. Das bedeutet für Sie zusätzliche Kosten, falls Sie Ihre Darlehenssumme nicht sofort in Anspruch nehmen können. Je nach Bank schwanken diese Zinsen, in den meisten Fällen werden für die Bereitstellung der Darlehenssumme aber 0,25 Prozent pro Monat verlangt. Vereinbaren Sie deshalb eine möglichst lange bereitstellungszinsfreie Zeit mit Ihrer Bank, verhandelbar sind Zeiträume bis zu 24 Monaten.


2. Nachfinanzierungsbedarf bedenken

Fallen die am Anfang der Bauphase kalkulierten Kosten höher aus als geplant, wird oft eine Nachfinanzierung notwendig. In vielen Fällen ist diese teurer als die ursprüngliche Baufinanzierung. Um zusätzliche Kosten zu vermeiden, sollten Sie deshalb bereits bei der Erstfinanzierung einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben einkalkulieren. Bei einigen Banken können Sie hierfür auch eine so genannte Nichtabnahmeoption vereinbaren.


3. Nebenkosten einplanen

Vergessen Sie bei Ihrer Finanzierungsplanung die Nebenkosten nicht. Diese können einen erheblichen Teil der Finanzierung ausmachen. Kalkulieren Sie dabei sowohl Notar- und Grundbuchkosten ein als auch die für Ihr Bundesland geltende Grunderwerbsteuer. Diese kann je nach Bundesland bis zu 6,5 Prozent betragen. Auch eventuelle Maklergebühren können Ihre Finanzierung verteuern.


4. Anzahl und Termine der Darlehensauszahlungen anpassen

Oft werden Baufinanzierungsdarlehen nicht in einer Summe, sondern in Teilbeträgen nach dem jeweiligen Baufortschritt ausgezahlt. Lassen Sie sich am besten vor Baubeginn einen Auszahlungsplan von Ihrem Bauträger aushändigen und legen Sie diesen Ihrer Bank vor. Die Darlehenszahlungen werden dann an die Termine im Auszahlungsplan angepasst.  So kann ein reibungsloser Ablauf beim Hausbau gewährleistet und eine Überbrückung bis zur nächsten Auszahlung, die beispielsweise mit einer Zwischenfinanzierung gedeckt werden muss, verhindert werden.


5. Finanzierung der neuen Einrichtung berücksichtigen

Mit dem Bau des Hauses ist es nicht getan, auch die Einrichtung kostet Geld. Vergessen Sie deshalb nicht, Geld für die Finanzierung des  Inventars und für den Umzug einzuplanen. Am besten kalkulieren Sie bereits vorab, was die neue Einrichtung ungefähr kosten wird.


6. Finanzierungsmöglichkeiten mit KfW-Darlehen

Prüfen Sie, ob Sie einen Förderkredit oder einen Zuschuss der KfW nutzen können. Beispielsweise vergibt die KfW für den Bau eines Energieeffizienz- oder Passivhauses besonders günstige Darlehen. Vorteilhaft ist die Vereinbarung tilgungsfreier Anlaufjahre: Die vereinbarte Rückzahlungsrate wird für diesen Zeitraum ausgesetzt, somit steht Ihnen am Anfang der Darlehensrückzahlung mehr Geld zur Verfügung. Einige Banken setzen Fördermittel mit Eigenkapital gleich, so reduziert sich nicht nur der bei der Bank zu finanzierende Kreditbetrag, sondern auch der Zinssatz Ihrer Baufinanzierung. Beachten Sie aber, dass die Beantragung von KfW-Darlehen vor dem Beginn des Bauvorhabens gestellt werden muss.


7. Risiken absichern

Haben Sie den Kaufvertrag für das Grundstück unterschrieben, sind Sie für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich. Kommt es dort zu einem Schaden, haften Sie für die finanziellen Folgen mit Ihrem gesamten Vermögen. Umso wichtiger ist es, dass Sie für die Zeit des Hausbaus eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen. Sie prüft, ob die Ansprüche des Geschädigten berechtigt sind und übernimmt im Schadensfall die Zahlung der Forderung.

Der Abschluss einer Bauleistungsversicherung ist für Bauherren ebenfalls sinnvoll. Viele Schäden am Rohbau entstehen durch Unwetter oder aufgrund von Konstruktions- und Materialfehlern. Eine Bauleistungsversicherung übernimmt die finanziellen Folgen solcher Ereignisse. Sie zahlt übrigens auch bei Schäden, die durch die Unachtsamkeit der Bauarbeiter oder durch Vandalismus entstanden sind.


8. Professionelle Beratung nutzen

Der Bau des Eigenheims ist für viele Bauherren die größte finanzielle Ausgabe in ihrem Leben. Deshalb sollte sie von Anfang an auf sicheren Beinen stehen. Eine kompetente und umfangreiche Beratung geht auf Ihre individuelle Lebenssituation ein und schneidert den Baufinanzierungsvertrag – von der Wahl des richtigen Darlehens über Fördermöglichkeiten bis hin zum günstigsten Zinssatz - direkt auf Ihre Bedürfnisse zu.

Für Ihre Fragen rund um das Thema Immobilienfinanzierung sowie die Erstellung eines unverbindlichen Finanzierungsangebotes stehen Ihnen unsere Dr. Klein Finanzberater vor Ort gern zur Verfügung. Wie Sie Kontakt aufnehmen möchten, entscheiden Sie:  Rufen Sie uns einfach an, kommen Sie in einer unserer Filialen vorbei oder füllen Sie erst einmal ganz in Ruhe die kostenlose Finanzierungsanfrage aus.


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