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Fondsarten im Überblick

Basiswissen für Einsteiger

Mit den verschiedenen Fondsarten können Sie sich als Privatanleger bereits mit relativ kleinen Beträgen an Unternehmen und Investitionen beteiligen. Dabei können Sie das Risiko eines Verlusts durch eine breite Streuung Ihrer Anlage minimieren.

In einem Investmentfonds bündelt eine Kapitalgesellschaft das Geld einzelner Anleger und legt es in verschiedenen Vermögenswerten an – zum Beispiel in Aktien, Rentenpapieren und Immobilien. Die Anlagegelder des Fonds werden von einem professionellen Team erfahrener Fondsmanager verwaltet. Jeder Investmentfonds hat fest definierte Anlagerichtlinien und Anlageziele, an die sich das Management halten muss und die im Verkaufsprospekt des Fonds festgehalten werden. Zusätzlich gibt der Name Auskunft über die Ausrichtung des Investmentfonds. So investiert zum Beispiel ein Fonds mit dem Namen „German Value Stock“ hauptsächlich in Aktien großer deutscher Unternehmen.

Grundsätzlich unterscheidet man sieben Arten von Investmentfonds:

1. Aktienfonds

Aktienfonds bestehen überwiegend oder ausschließlich aus Aktien. Die Fonds weisen zwar oft relativ hohe Wertschwankungen auf, bieten aber gleichzeitig die höchsten Gewinnaussichten. Aktienfonds sind vor allem für langfristige Anlagen hervorragend geeignet, da dann das Risiko eines Verlustes deutlich verringert wird. Wir empfehlen Ihnen Aktienfonds, wenn Sie ein risikobewusster Anleger mit hohen Ertragserwartungen sind.

2. Rentenfonds

Rentenfonds investieren überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren wie Pfandbriefen, Bundesobligationen und Anleihen mit unterschiedlichen Zinssätzen und Laufzeiten. Rentenfonds sind wesentlich risikoärmer als Aktienfonds, erwirtschaften dafür aber oft auch niedrigere Renditen. Sie eignen sich vor allem für mittelfristige Geldanlagen mit überschaubaren Risiken.

3. Mischfonds

Mischfonds sind eine Mischung aus Aktienfonds und Rentenfonds. Dem Fondsmanagement ist es laut Anlagerichtlinien gestattet, sowohl in Aktien als auch in Rentenpapieren zu investieren. Der Fondsmanager kann in guten Börsenzeiten überwiegend in Aktien investieren und in schlechten Börsenzeiten auf sicherere Anleihen ausweichen. Sie erreichen so eine sehr breite Risikostreuung.

4. Geldmarktfonds

Ein Geldmarktfonds investiert ausschließlich in kurzfristigen Geldmarktanlagen wie Tages- und Termingeldern oder Rentenpapieren mit einer kurzen Restlaufzeit. Mit dieser äußerst risikoarmen Form der Geldanlage erzielen Sie in der Regel höhere Renditen als mit Festgeld, Tagesgeld oder einem Sparbuch. Ein Geldmarktfonds eignet sich somit vor allem für kurzfristige Geldanlagen mit geringem Anlagerisiko.

5. Dachfonds

Dachfonds sind Investmentfonds, die ihr Vermögen wiederum in andere Arten von Investmentfonds investieren. Sie könnten interessant für Sie sein, wenn Sie ein sicherheitsorientierter Einsteiger mit geringen Marktkenntnissen sind. Ein Vorteil von Dachfonds ist die relativ hohe Risikostreuung. Ein Nachteil sind allerdings die vergleichsweise hohen Kosten. Neben der Verwaltungs- und Managementgebühr für den Dachfonds fallen auch Gebühren für die Investmentfonds an, in denen investiert wird.

6. Indexfonds

Ein Indexfonds ist ein Aktienfonds, der versucht, einen bestimmten Aktienindex möglichst genau abzubilden. Deutsche Aktienindizes sind zum Beispiel der DAX für die Aktien der 30 umsatzstärksten deutschen Unternehmen und der M-DAX für die 50 bedeutendsten deutschen Nebenwerte. Der Fondsmanager hält sich bei einem Indexfonds genau an die Gewichtung, mit der die einzelnen Unternehmen im entsprechenden Aktienindex vertreten sind. Durch dieses „passive Fondsmanagement“ entfallen aufwändige Analysen und Transaktionskosten. Da aber nicht ausschließlich in Aktien investiert werden darf und Verwaltungskosten hinzukommen, schneiden Indexfonds meist etwas schlechter ab als der betreffende Aktienindex. Aufgrund der günstigen Gesamtkosten können Indexfonds im Vergleich zu den übrigen Arten von Investmentfonds trotzdem eine lohnenswerte Alternative für Sie sein.

7. Offene Immobilienfonds

Immobilienfonds investieren in Grundstücken, Gewerbe- und Wohnimmobilien. Bei offenen Immobilienfonds, die Sie genauso leicht kaufen und verkaufen können wie Aktienfonds, müssen laut Gesetz mindestens 15 Objekte im Portfolio sein. So soll das Anlagerisiko vermindert werden. Die Rendite eines Immobilienfonds ergibt sich aus den Mieteinnahmen und der Wertsteigerung der Immobilien.

Fondsberatung

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