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Ben Bernanke, der Chef der amerikanischen Notenbank (Fed), machte erst kürzlich wieder deutlich, dass ihm Wachstum über alles geht. Zur Erreichung dieses Ziels ist er bereit, auch weiterhin die Zinsen auf einem niedrigen Niveau zu belassen. Inflation und einen fallenden Dollar nimmt er dafür gern in Kauf. Das Anleihenankaufprogramm wird unverändert bis Ende Juni weiterlaufen. Falls die Wirtschaft bis dahin nicht in Schwung gekommen sein sollte, ließ sich Bernanke die Tür für ein weiteres Ankaufprogramm offen. Die aktuelle, insbesondere wegen der gestiegenen Rohstoffpreise, angezogene Inflation ist aus Sicht der Fed nur eine vorübergehende Reaktion. Für die Märkte gab es darauf nur eine Reaktion: Die Preise für Sachwerteanlagen wie Aktien, Edelmetalle und Öl stiegen. Der Dollar brach ein.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit ihrem Zinsschritt Anfang April einen deutlich anderen Kurs eingeschlagen und diesen mit der steigenden Teuerung begründet. Stabile Preise sehen die Währungshüter um den Chef der EZB, Jean-Claude Trichet, mittelfristig bei einer Inflation von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Im April zogen die Verbraucherpreise im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 2,8 Prozent an. Dies ist der stärkste Anstieg seit Oktober 2008. Eine Normalisierung der Zinspolitik wird nunmehr immer öfter gefordert. Wie erwartet hat die EZB auf ihrer letzten Sitzung keinen neuen Zinsanstieg beschlossen. Bis zum Juli wird aber einhellig mit einem weiteren Zinsschritt gerechnet. Je länger sich die Inflation auf diesem hohen Niveau behauptet, besteht die Gefahr, dass sie sich dort verfestigt. Die Details zur Inflation werden die Statistiker Mitte Mai vorlegen. Die gestiegenen Energiekosten werden aber mit Sicherheit wieder Haupttreiber sein.

Aus Angst vor Inflation flüchten viele Anleger nun in Immobilien. In ausgewählten Lagen steigen die Preise für Mehrfamilienhäuser bereits ins Unermessliche – genau wie vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Hier sollten Anleger besondere Obacht walten lassen. Durch den hohen Einstandswert lassen sich zum Teil nur sehr magere Renditen erzielen. Betongold, wie Investitionen in Immobilien auch gern genannte werden, ist grundsätzlich eine sichere Bastion. Wer am richtigen Standort ein selbstgenutztes Objekt erwirbt und die Finanzierung langfristig fixiert, dem können Währungsverluste, Geldentwertung und Zinssteigerungen nichts anhaben. Das gleiche gilt natürlich auch für Mehrfamilienhäuser, deren Kaufpreise in einem gesunden Verhältnis zu den Mieteinnahmen stehen und deren weitere Wertentwicklung positiv eingeschätzt wird.

Zinssicherheit sollte bei jeder Investition groß geschrieben werden. Neben den früher üblichen Zinsbindungen von 5 und 10 Jahren bieten heute schon einige Anbieter Varianten an, die über die gesamte Laufzeit des Darlehens festgeschrieben sind. Ein Darlehen mit einer anfänglichen Tilgung von 1,0 Prozent muss über 30 Jahre zurückgeführt werden. Auch Kombinationen mit Bausparverträgen sind in vielen Fällen sinnvoll und sichern den Immobilieninvestor vor unliebsamen Zinsüberraschungen am Ende der ursprünglichen Zinsvereinbarung. Die nötige Flexibilität, die sie heute von einer Baufinanzierung erwarten können, ist natürlich auch gewährleistet. Bauspardarlehen können im Übrigen jederzeit durch Sondertilgungen (auch teilweise) zurückgeführt werden. Ein Pluspunkt, den schon viele Bausparer zu schätzen wissen. Welche Finanzierungsvariante für Sie die richtige ist, ermitteln unsere Finanzierungsspezialisten gerne persönlich mit Ihnen. Sprechen Sie uns an!

Zinsprognose:

Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: steigend

Experten-Kommentar zur Zinsentwicklung

Die Dr. Klein-Experten kommentieren regelmäßig die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in Deutschland. Zusätzlich geben Sie eine eigene Prognose für die in Zukunft erwartete Zinsentwicklung ab.

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