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Tagesgeld Top3

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| Beleihungsauslauf |
| | 60 % |
| Zinsbindung | Nom. | Eff. |
| 5 Jahre | 2.69 | 2.72 |
| 10 Jahre | 3.54 | 3.60 |
| 15 Jahre | 3.90 | 3.97 |
| 20 Jahre | 4.15 | 4.23 |
| 25 Jahre | 4.29 | 4.38 |
| 30 Jahre | 4.31 | 4.40 |
(Stand: 21.03.2010 freibleibend) Beleihungsauslauf 60%  Annahmen
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Dr. Klein Newsletter, 11. Januar 2010
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Die Anlagezinsen kannten 2009 nur eine Richtung: Sie sanken kontinuierlich. Hatten einige Banken Ende 2008 noch mit fast sechs Prozent für Tagesgeld gelockt, liegen die Top-Angebote heute unter 2,5 Prozent. Ein Ende des Zinstiefs ist vorerst nicht zu erwarten. Denn zumindest in der ersten Hälfte dieses Jahres werden die Zentralbanken den Finanzmarkt weiter mit Geld fluten, um die Wirtschaft zu stützen. Und das bedeutet niedrige Zinsen, da die Banken dann nicht so stark auf Kundeneinlagen angewiesen sind. Was ist in dieser Situation die richtige Anlagestrategie?
 Viele haben zur Sicherung ihres Kapitals eifrig Rohstoffe gekauft, vor allem Gold, dessen Preis dadurch auf Rekordhöhen stieg. Auch wenn es zuletzt zu Rückschlägen kam, gehen Fachleute davon aus, dass sich der Markt für das Edelmetall noch eine Weile aufwärts entwickeln wird. Anleger sollten jedoch beachten, dass Gold nicht regelmäßig Erträge bringt, sondern nur bei einem Wiederverkauf nach einem Preisanstieg. Und auf die momentane Hausse wird irgendwann zwangsläufig ein tiefer Absturz folgen. Daher sollte niemand mehr als fünf bis zehn Prozent seines Kapitals in dem Edelmetall anlegen.
Die Renditechancen bei Tagesgeld sind nicht so schlecht, wie es auf den ersten Blick scheint. Wer geschickt anlegt, dessen Tagesgeldvermögen wächst derzeit sogar stärker als in der Hochzinsphase im Jahre 2008. Von den damaligen Erträgen ging bei einer Inflationsrate von über drei Prozent ein Großteil wieder verloren. Wer für sein Tagesgeld nur den durchschnittlichen Zins von drei Prozent erhielt, hatte am Ende des Jahres sogar ein Minus zu verzeichnen. Heute bleibt Anlegern dagegen aufgrund der niedrigen Inflationsrate viel mehr vom Ertrag. Mit dem Top-Tagesgeldzins lässt sich das Ergebnis von 2008 durchaus übertreffen.  Tagesgeld ist derzeit erste Wahl. Es erlaubt Anlegern, schnell umzudisponieren, wenn die Zinswende kommt und rentablere Produkte bringt. Festgeld ist zwar im Schnitt höher verzinst, kann aber den Top-Tagesgeldzins nicht schlagen. Das können nur besonders langfristige Anlagen, die sich jedoch als Falle erweisen, sobald die Zinswende da ist. Banksparbriefe etwa bringen aktuell bis zu knapp zwei Prozent mehr, aber nur wenn man zehn Jahre dabeibleibt!
Neuerdings bieten Versicherer Anlageprodukte mit einer Laufzeit von beispielsweise nur sechs Monaten und einer garantierten Verzinsung an. Da es sich um Lebensversicherungsverträge handelt, ist angelegtes Geld durch das staatlich verordnete Sicherungssystem der Versicherer geschützt. Allerdings ist dieser Markt sehr intransparent, da die Assekuranzen die Produkte nur punktuell und eher unter der Hand vertreiben. Zudem wurden die Zinsen offenbar zuletzt stark gesenkt und liegen nun meist nur noch knapp über dem Top-Tagesgeldzins oder darunter.
 Die Zinssituation mag schwierig sein, aber unbestreitbar ist, dass die Stellung von Anlegern 2009 deutlich gestärkt wurde:
- Seit dem 1. Juli 2009 erhalten Anleger im Fall eines Kapitalverlusts durch eine Insolvenz ihrer Bank eine Entschädigung von bis zu 50.000 Euro. Ab Anfang 2011 werden sogar bis zu 100.000 Euro geschützt sein. Zuvor hatte die Obergrenze bei 20.000 Euro gelegen, wobei Anleger für zehn Prozent des Verlusts selbst hatten aufkommen müssen. Die Frist für die Auszahlung der Entschädigung wurde von drei Monaten auf 30 Tage verkürzt.
- Mit seinem Urteil vom 14. Juli 2009 weitete der Bundesgerichtshof die Beratungspflicht der Banken aus. Wünscht ein Kunde ausdrücklich eine sichere Geldanlage, muss das Kreditinstitut ihn auf Risiken im Fall einer Insolvenz hinweisen. Zudem darf die Bank einem solchen Kunden keine Einlage bei ihr selbst empfehlen, wenn sie dafür nur die gesetzliche Einlagensicherung bieten kann.
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