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Newsletter 2008 Juli

Zusatzschutz - Wann Sie ihn wirklich brauchen

Private Versicherer und gesetzliche Krankenversicherungen bieten Zusatzpolicen mit großem Erfolg an. Doch ist jeder Schutz unbedingt notwendig? Nein, sagt die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer Ausgabe 06/08.

Finanztest hat dafür jede Versicherungsart unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: die Auslandsreise-Krankenversicherungen der privaten Gesellschaften sowie der "Wahltarif Ausland", das Pendant der gesetzlichen Krankenkassen, sind "sehr zu empfehlen“. Ebenso empfehlenswert ist die Krankentagegeldversicherung. Dagegen sind die fast gleich lautende Krankenhaustagegeldversicherung, die Brillenversicherung, die Versicherung für Privatabrechnung beim Arzt, das so genannte Kostenerstattungsverfahren, und die Kurtagegeldversicherung "unnötig". Um welche Zusatzpolicen sollte man sich also kümmern?

Pflicht: Auslandsreiseschutz

Jeder, der außerhalb Deutschlands Urlaub macht, braucht eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Denn die gesetzliche Krankenversicherung kommt nicht einmal innerhalb der Europäischen Union für alle Gesundheitsleistungen auf. So werden beispielsweise die Kosten für den Rücktransport aus dem Ausland nach Deutschland von Krankenkasse nicht übernommen. Und auch auf so manchen Behandlungskosten bleibt der Kassenpatient ohne Auslandskrankenschutz sitzen.

Gesetzlich Versicherten, die dafür Geld übrig haben, empfiehlt die Finanztest auch eine Police für Krankentagegeld. Arbeitnehmer erhalten nämlich nur in den ersten sechs Krankheitswochen weiterhin Gehalt vom Chef. Bei längerer Krankheit zahlt die Kasse zwar Krankengeld, allerdings deckt dieses nur einen Teil des fehlenden Einkommens ab. Für viele gesetzlich versicherte Selbstständige tritt die Krankentagegeldversicherung an die Stelle des gesetzlichen Krankengeldes.

Sinnvoll: Zahnzusatzschutz

Wer einen höherwertigen Zahnersatz wünscht, als es die Kasse bezuschussen würde, sollte über eine Zahnzusatzversicherung nachdenken. Immer mehr Versicherte lassen sich lieber ein Implantat statt einer Brücke einsetzen. Ein Implantat kann jedoch um die 1800 Euro und mehr kosten – nicht jeder hat so viel Geld auf der hohen Kante. Auch Versicherungspakete etwa für Zähne, Brille und Heilpraktiker helfen Kunden weiter, die gern Extraleistungen in Anspruch nehmen. Eine ausschließliche Brillenversicherung ist aber nicht nötig. Oft ist die Leistungsobergrenze der Police im Verhältnis zum Beitrag so gering, dass es für den Brillenträger günstiger ist, das Geld selbst anzusparen.

Ratsam: Pflegezusatzversicherung

Auch zu einer Pflegezusatzversicherung rät Finanztest. Im Ernstfall deckt die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teil der Pflegekosten ab. Das wird sich auch nach der bevorstehenden Gesundheitsreform kaum ändern. Je nach Pflegebedürftigkeit kann so bereits jetzt eine Lücke von bis zu 2000 Euro im Monat entstehen. Und die müssen Betroffene ohne private Zusatzversicherung aus eigener Tasche schließen.

 

 

 

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