Newsletter 2009 - Januar - 1
Angebot und Wirklichkeit liegen manchmal weit auseinander. So auch bei Ratenkrediten, die gern mit niedrigen Zinsen angepriesen werden. Fordert man dann ein konkretes Angebot an, sind die Zinsen meist um ein Vielfaches höher. Einer der Gründe dafür ist das Kreditscoring nach Basel II. Doch was ist das überhaupt und wie funktioniert es?
Was ist eigentlich Basel II?
Im Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, dessen Mitglieder sich aus Vertretern der Bankenaufsicht und der Zentralbanken der wichtigsten Industrieländer zusammensetzen, wurde 2006 eine Eigenkapital-Vereinbarung, Basel II genannt, verabschiedet. Bereits seit 2007 werden diese Richtlinien innerhalb der Europäischen Union flächendeckend angewendet.
Mit dieser Verordnung sollen einheitliche Wettbewerbsbedingungen bei Kreditvergaben und Kredithandel geschaffen und eine angemessene Eigenkapitalausstattung der Banken sichergestellt werden. Konkret bedeutet das für die Banken, dass sie höhere Rücklagen bilden müssen, wenn sie Kredite mit hohen Ausfallrisiken vergeben.
Scoring und Ausfallrisiken
Um das Ausfallrisiko eines Kredites zu bestimmen, wird für jeden Kunden ein individuelles Scoring durchgeführt. In das Scoring können unterschiedliche Daten, wie beispielsweise die Betriebszugehörigkeit, der Familienstand, der Wohnort und das Alter des Antragstellers einfließen. Eine große Rolle spielt die Schufa-Auskunft: Hatte der Kunde in der Vergangenheit Unregelmäßigkeiten bei der Rückzahlung von Krediten, wirkt sich das besonders negativ auf den Scoring-Wert aus. Welche Angaben abgefragt werden und wie stark diese in die Bewertung mit einfließen, ist von Bank zu Bank unterschiedlich.
Auswirkungen auf die Kreditvergabe
Generell gilt: Bei einem schlechten Scoring-Wert erhält der Kunde entweder gar keinen Kredit oder er muss höhere Zinsen zahlen. Der Grund: Bei einem schlechten Rating muss die Bank mehr Eigenkapital unterlegen, wodurch sich die Kosten erhöhen. Diese werden anhand von höheren Zinsen an den Kunden weitergegeben. Bei einem Kunden mit einem guten Scoring-Wert wird der Zinssatz entsprechend niedriger angelegt.
Vergleichen lassen sich die Angebote der unterschiedlichen Banken deshalb nur durch den Effektivzins von bonitätsunabhängigen Krediten. Neben dem Nominalzins sind darin auch die zu zahlenden Gebühren enthalten. Bei Bonitätsabhängigen Krediten lassen sich die genauen Kosten eines Kredites aber nur individuell durch den Kreditantrag ermitteln.
Dr. Klein rät
Der individuelle Zinssatz ist bei einigen Banken bedeutend höher als der in der Werbung genannte. Welche Kriterien die einzelnen Banken für die Berechung des Zinssatzes zugrunde legen, bleibt dabei meistens im Dunkeln. Dr. Klein findet für Sie das Angebot, das zu Ihnen passt. Wir wissen aufgrund jahrelanger Erfahrung und enger Kontakte zu den Banken, wo Sie den individuell günstigsten Ratenkredit erhalten. Ihr Plus: Kunden, die einen Kreditantrag über Dr. Klein stellen, haben 50% bessere Chancen auf eine Kreditbewilligung. Nutzen Sie diesen Vorteil für sich!