Newsletter 2009 - Juli
Gehören Sie auch dazu? Laut einer repräsentativen Umfrage der Citibank im Auftrag des Anlegermagazins „Börse Online“ wollen fast 50 Prozent der Deutschen keine Riester-Rente abschließen. Weitere 5 Prozent möchten ihren bestehenden Vertrag kündigen oder planen, dies zu tun. Besonders groß ist die Ablehnung bei Arbeitnehmern, die weniger als 1.500 Euro pro Monat verdienen. Dabei profitieren auch diese Einkommensklassen von der Riester-Rente.
Geschenke vom Staat
Wer riestert, wird von Vater Staat mit Zulagen und Steuervorteilen unterstützt. Die Riester-Rente lohnt sich deshalb für jeden, besonders jedoch für Familien mit Kindern. Denn die Höhe der Zulagen richtet sich nach der familiären Situation: Wer viel Nachwuchs hat, bekommt auch mehr Förderung. Pro Kind gibt es – je nach Geburtsjahr - bis zu 300 Euro jährlich. Jeder Riester-Sparer bekommt zudem bis zu 154 Euro Grundzulage pro Jahr.
Ein Vertrag lohnt sich aber auch für kinderlose Besserverdiener. Es gilt: Je mehr Sie in Ihren Riester-Vertrag einzahlen, desto höher auch die staatliche Förderung. Um die vollen Zulagen zu erhalten, muss bis zu vier Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres in den Vertrag eingezahlt werden. Ansonsten fällt die Förderung geringer aus. Der Mindestbeitrag, der pro Jahr verlangt wird, beträgt 60 Euro.
Dazu kommen nicht unerhebliche Steuervorteile. Sowohl die eigenen Einzahlungen als auch die Zulagen können bis zu einem Betrag von 2.100 Euro als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden.
Garantiert und Hartz4-sicher
Die Riester-Rente ist eine krisensichere Altersvorsorge: Sie bekommen bei Vertragsablauf in jeden Fall Ihre eingezahlten Beiträge plus der Zulagen heraus. Zudem sind Riester-Verträge von der Abgeltungssteuer befreit. Auch vor Arbeitslosigkeit und Hartz4 ist die Riester-Rente geschützt, denn sie wird nicht zum Vermögen angerechnet. Ein weiterer Vorteil ist die Pfändungssicherheit: Haben Sie Schulden, können Sie nicht gezwungen werden, diese mit dem in den Riester-Vertrag eingezahlten Geld zu bezahlen.
Wenn plötzlich kein Geld mehr für den Riester-Vertrag da ist, sollten Sie diesen nicht gleich kündigen. Denn dann müssen auch die Förderbeiträge der vergangenen Jahre zurückgegeben werden. Eine Beitragsfreistellung ist vorteilhafter. Zwar bekommt man dann keine staatlichen Zulagen mehr, das Angesparte wird jedoch weiter verzinst.
Je früher, desto besser
Wie bei jeder Altersvorsorge gilt: Je eher man mit der Einzahlung in den Riester-Vertrag beginnt, desto höher ist der später gezahlte Rentenbeitrag. Für junge Berufseinsteiger unter 25 hat der Staat noch einen besonderen Anreiz geschaffen: Sie erhalten bei Abschluss des Vertrages einen einmaligen Begrüßungsbonus von 200 Euro.
Doch auch ohne diesen Anreiz lohnt sich die Riester-Rente für junge Leute. Ein Beispiel: Ein Auszubildender verdiente im Vorjahr 8.000 Euro. Um die volle Förderung zu bekommen, müsste er vier Prozent des Verdienstes einzahlen – das wären 320 Euro. Vom Staat bekommt er eine Zulage von 154 Euro. Insgesamt fallen für ihn also gerade mal 166 Euro jährlich bzw. 13,83 Euro monatlich an.
Jetzt vorsorgen!
Auch in kritischen Zeiten, wie der jetzigen Wirtschaftskrise, lohnt sich die Riester-Rente. Denn diese Form der Altersvorsorge bietet nicht nur viele Vorteile, sondern ist auch krisensicher. Sparen Sie deshalb nicht am falschen Ende. Dr. Klein errechnet für Sie Ihre individuellen Zulagen und findet den für Sie günstigsten Anbieter.