Newsletter 2009 - April
Ob Immobilienkauf oder Neubau, die meisten Menschen finanzieren die eigene Immobilie über ein Baudarlehen. Sinnvoll ist es, dieses Darlehen mittels einer Restschuldversicherung abzusichern. Diese Versicherung schützt die Hinterbliebenen vor einer großen Schuldenlast, sollte der schlimmste Fall, der Tod eines der Kreditnehmer, eintreten.
Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung eignet sich die Restschuldversicherung, eine spezielle Variante der Risikolebensversicherung (RiLV), ausgezeichnet zur Absicherung einer Baufinanzierung gegen einen Todesfall. Bei dieser Versicherung sinken mit fallender Kreditschuld sowohl die Versicherungssumme als auch die Beiträge. Kommt es zum Todesfall, wird die Versicherungssumme ausgezahlt und kann zur Tilgung des Immobiliendarlehens verwendet werden.
Das passende Angebot
Vor dem Abschluss einer Restschuldversicherung ist es sinnvoll, verschiedene Anbieter und deren Angebote zu vergleichen, da die Kosten dieser Versicherungen zum Teil sehr stark differieren, obwohl die angebotenen Produkte sich kaum unterscheiden.
Viele Versicherer bieten zudem zwei Abschlussvarianten an: die lineare und alternativ die auf den Finanzierungsplan des Kunden zugeschnittene Versicherung. Soll ein Immobiliendarlehen abgesichert werden, so ist ein Vertrag, der sich der individuellen Finanzierung anpasst, die richtige Wahl. Bei dieser Versicherungsvariante werden die Beiträge an die Restschuld angeglichen. Die Versicherungsbeiträge sinken jährlich, angepasst an die Verringerung der Versicherungssumme.
Bei der linearen Variante – hier sinken die Beträge Jahr für Jahr um einen gleichbleibenden Prozentsatz (z.B. 10 Prozent) - kann es im Schadensfall zu Deckungslücken kommen, da anfangs die Versicherungsleistung stärker reduziert wird als die Restschuld.
Eine sinnvolle Alternative bietet in einigen Fällen eine Restschuldversicherung mit konstanter Versicherungssumme. Abhängig von der individuellen Situation kann es günstiger sein, eine konstante Summe abzuschließen, die man nach einigen Jahren selber reduziert. Hier lohnt ein Vergleich.
Überschüsse, die von den Versicherungen erwirtschaftet werden, müssen laut Gesetz an die Kunden weitergegeben werden. Bietet der Versicherer die Wahlmöglichkeit zwischen Beitragsminderungen oder einer höheren Versicherungsleistung, sind die Beitragsminderungen die bessere Wahl. Die höhere Versicherungsleistung wahrzunehmen birgt ein Risiko, denn nur für ein Jahr sind die Überschüsse garantiert. Sinken sie, so kann dies einen negativen Einfluss auf den Auszahlungsbetrag nehmen.
Sind Kinder vorhanden oder geplant, sollten grundsätzlich beide Elternteile versichert sein, da auch das Ableben des erziehenden Elternteils eine Einkommensminderung des Hauptverdieners zur Folge haben kann, nämlich dann, wenn dieser die Rolle des Erziehers zusätzlich übernimm
Alle Tipps auf einen Blick:
Hier noch einmal alle Informationen für Sie zusammengefasst:
- Wenn Sie die Angebote vergleichen, können Sie bares Geld sparen
- Vermeiden Sie Deckungslücken, indem Sie einen Vertrag wählen, der sich Ihrer Finanzierung anpasst
- Bei Überschüssen die Beitragsverrechnung wählen, so sparen Sie ohne Risiko
- Sind Kinder vorhanden oder geplant: immer beide Elternteile absichern
- Sofern bereits eine RiLV besteht, überprüfen Sie, ob der Schutz auch für den Baukredit ausreicht – falls nicht, versuchen Sie die Versicherung aufzustocken oder schließen Sie eine zusätzliche Restschuldversicherung ab.