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Dr. Klein Newsletter, 30. November 2009

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Gesetzlich Krankenversicherte müssen sich darauf einstellen, bald Zusatzbeiträge zahlen zu müssen. Die Bundesregierung will von dem für 2010 erwarteten Minus der Kassen in Höhe von rund 7,5 Milliarden Euro nur 3,9 Milliarden Euro tragen. Für das verbleibende Defizit werden wohl zumindest teilweise die Versicherten aufkommen müssen. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Laut Koalitionsvertrag ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) künftig wieder schneller möglich als bislang.

      

Eine Reihe von Krankenkassen werden schon zum Jahreswechsel oder im Lauf des Jahres 2010 einen zusätzlichen Obolus von ihren Mitgliedern verlangen, weil sie nicht über ausreichende Rücklagen verfügen, ihr Minus auszugleichen. Nur einige große Kassen, die ein Plus erwirtschaften konnten, wollen 2010 erklärtermaßen ohne Zusatzbeiträge beginnen: die Barmer/Gmünder, die Techniker (TK) und die DAK; außerdem die AOK Rheinland/Hamburg und Sachsen-Anhalt.

Spätestens 2011 werden jedoch fast alle Versicherten Geld drauflegen müssen, denn dann werden die Krankenkassen einen für 2009 gewährten Kredit des Bundes zurückzahlen müssen und dadurch noch weiter in finanzielle Bedrängnis kommen.

Für 2010 müssen sich die Versicherten auf einen Zusatzbeitrag in Höhe von durchschnittlich sechs Euro im Monat einstellen, wenn man die Finanzierungslücke von 3,6 Milliarden Euro zugrunde legt. Bis zu acht Euro monatlich können die Kassen verlangen, ohne das Einkommen der Versicherten prüfen zu müssen. Genaueres über ihre Pläne wird in den kommenden Wochen zu erfahren sein, wenn die Ergebnisse des dritten Quartals 2009 ausgewertet sein werden.


Viele sehen nicht ein, warum sie steigende Beiträge für immer weniger Leistungen zahlen sollen. Gut verdienende Arbeitnehmer können in die private Krankenversicherung wechseln, wo sie Kosten und Leistungen selbst bestimmen.

Ein Wechsel ist allerdings nicht von heute auf morgen möglich. Nach derzeitigem Recht ist dafür über einen Zeitraum von drei Jahren ein Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgelt-Grenze nachzuweisen. Diese liegt 2009 bei 48.600 Euro pro Jahr bzw. 4.050 Euro pro Monat; 2010 wird sie auf 49.950 Euro im Jahr bzw. 4.162,50 Euro im Monat steigen.

Laut Koalitionsvertrag soll nun die Wartefrist für einen Wechsel auf ein Jahr gekürzt werden. Privat versichern könnte sich dann jemand, dessen Einkommen aktuell und 2010 über der genannten Grenze liegt. Die Neuregelung tritt voraussichtlich 2011 in Kraft, im kommenden Jahr gilt noch das derzeitige Recht.

 

Wer in die private Krankenversicherung wechseln will, muss nicht bis 2011 warten. Er kann sich mit einem Optionstarif schon jetzt einen Platz bei einem privaten Anbieter sichern. Diese Lösung ist meist an eine Zusatzversicherung gekoppelt, das heißt, der Kunde schließt diese ab und erhält nicht nur die Versicherungsleistung, sondern auch die Option auf eine spätere Mitgliedschaft in der betreffenden privaten Kasse.

Dabei hat er zwei Möglichkeiten. Wählt er eine so genannte kleine Anwartschaft, wird er nach seinem aktuellen Gesundheitszustand und seinem Alter zu Beginn der späteren Mitgliedschaft eingestuft. Bei einer „großen Anwartschaft“ sind für die Einstufung das aktuelle Alter und der aktuelle Gesundheitszustand maßgeblich. Natürlich ist diese Variante teurer als jene.

Mit der Wahl eines Optionstarifs verpflichtet man sich aber nicht zu einem Wechsel. Wer in der Wartezeit beispielsweise ein Kind bekommt und die kostenfreie Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch nehmen will, kann bei seiner alten Kasse bleiben.


Sie möchten sich Zusatzbeiträge ersparen und Kosten wie Leistungen Ihrer Krankenversicherung selbst bestimmen? Dann bereiten Sie jetzt Ihren Wechsel in die private Krankenversicherung vor. Den passenden, günstigen Anbieter finden Sie in unserem Vergleich.

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