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*Stand:01.09.10 (freibleibend) |
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Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Statistisch gesehen muss jeder vierte Bundesbürger seinen Beruf vor der Rente aufgrund von Krankheit oder Unfall aufgeben. Für viele Betroffene ist die Berufsunfähigkeit der finanzielle Ruin, weil sie das fehlende Einkommen nicht ausgleichen können. Doch nur wenige Menschen haben dieses Risiko mit einer Berufsunfähigkeits-Versicherung abgesichert. Wer sich für den Fall der Berufsunfähigkeit auf den gesetzlichen Versicherungsschutz verlässt, hat bereits verloren. Alle nach 1961 Geborenen haben keinen Anspruch auf die gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente mehr. Im Zweifelsfall erhält man lediglich eine Erwerbsminderungsrente. Der Höchstsatz der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente liegt bei ca. 750 Euro im Monat. Wer seinen Lebensstandard halten oder Angehörige und Familie absichern will, sollte zusätzlich mit einer privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung vorsorgen. Die Erwerbsminderungsrente wird nur an Menschen gezahlt, die erwerbsunfähig sind. Wer seinen gelernten Beruf nicht mehr ausüben kann, ist aber nicht zwangsweise erwerbsunfähig. Als teilweise erwerbsunfähig gilt, wer nachweislich weniger als sechs Stunden am Tag arbeiten kann. Dabei ist es egal, um welche Arbeit es sich handelt oder ob man auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar ist. Solange man irgendeine Tätigkeit, und sei es als Pförtner oder im Archiv, länger als sechs Stunden ausüben kann, erhält man keine Leistungen. Den vollen Leistungsumfang bekommt sogar erst, wer weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann und damit vollständig erwerbsunfähig ist. Im Gegensatz zur gesetzlichen zahlt die private Berufsunfähigkeits-Versicherung bereits, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit oder Unfall seinen gelernten und auch keinen vergleichbaren Beruf nicht mehr ausüben kann. In der Regel reicht bereits die Feststellung einer Beeinträchtigung von 50 Prozent um eine Teilrente zu erhalten. Die Berufsunfähigkeit muss von einem Arzt festgestellt werden und dauerhaft sein. Eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung hilft, die Versorgungslücke zu schließen. Die Versicherung sollte maximal das Nettoeinkommen absichern. Um die Rente auf ausreichendem Niveau zu halten, lohnt es sich, eine so genannte Dynamik zu vereinbaren. Der Wertverlust des Geldes durch Inflation und die im Alter steigenden Ansprüche können so ausgeglichen werden. Vor dem Abschluss sollte man die Leistungen der verschiedenen Anbieter genau prüfen. Nicht immer ist ein scheinbar günstiges Angebot die richtige Wahl. Denn: Auf die Versicherungsbedingungen kommt es an! Der Vertrag sollte beispielsweise keine abstrakte oder konkrete Verweisung enthalten. Es lohnt sich daher, die Beratung eines unabhängigen Experten einzuholen. Dieser weiß genau, worauf Sie achten müssen und findet mit Ihnen zusammen ein für Sie passendes und günstiges Angebot. |
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