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Newsletter 2009 - September

Der Dr. Klein Fondstipp

Europa und die USA werden wohl noch mindestens bis 2010 unter stagnierendem Wachstum leiden. Für Asien dagegen werden im nächsten Jahr wieder Wachstumsraten von über 5 Prozent vorhergesagt. Mit einer jungen Bevölkerungsstruktur und ohne Bankenprobleme werden die Schwellenländer die Lokomotive des Weltwachstums sein. Der Anleger kann hiervon mit regionalen Aktienfonds profitieren. Besonders im Fokus stehen dabei die sogenannten BRIC-Länder, also Brasilien, Russland, Indien und China.

Wer vor der Bankenkrise in Europa und den USA flüchten will, dem sei der Schroder ISF BRIC empfohlen (WKN: A0HG8Q; ISIN LU0232931963). Dieser investiert ausschließlich in den BRIC-Ländern und enthält in seinem Portfolio 25 bis 50 Werte für jedes Land.

Wo der Fonds investiert

Der Fonds investiert grundsätzlich in alle Branchen, wobei derzeit ein deutlicher Akzent im Bereich der Dienstleistungen und des Bankenwesens vor allem in China und Indien liegt: rund 33 Prozent der Gelder sind hier angelegt. Es folgen Versorger- und Rohstoff-Titel mit rund 30 bzw. 10 Prozent, hier insbesondere aus Brasilien und Russland. Weitere Schwerpunkte mit jeweils rund 10 Prozent stellen Konsumgüter- und Telekom-Werte dar.

Top-Positionen sind bekannte Großunternehmen der jeweiligen Länder, wie zum Beispiel die China Construction Bank, Bank of China, China Mobile (Telekom), Petroleo Brasileiro (Öl), Gazprom (Öl/Gas, Russland) und Vale (Bergbau, Brasilien). 

Überdurchschnittliches Wachstum

Der Anfang 2006 aufgelegte Fonds weist bereits ein Anlagevolumen von umgerechnet rund 2 Milliarden Euro auf und konnte mit guter Wertentwicklung überzeugen. Der Wertzuwachs seit Auflage beträgt rund 30 Prozent, in den letzten 3 Jahren rund 16 Prozent. Selbst im zurückliegenden Krisen-Jahr konnte noch ein Plus von 14 Prozent verzeichnet werden.
Zudem schnitt der Fonds gegenüber dem Vergleichsindex MSCI Emerging Markets auf 3-Jahressicht um rund 14 Prozent und auf Jahressicht um 2,5  Prozent besser ab. Die Ratingagentur Morningstar vergibt 3 von 5 Sternen für die Leistung des Investment Teams um Allan Conway und Waj Hashmi.

Die Kosten des Fondsmanagements (Total-Expense-Ratio, TER) sind mit 2 Prozent pro Jahr relativ hoch, 1,5 Prozent davon entfallen auf die Management-Vergütung und 0,5 Prozent auf sonstige Verwaltungskosten. Der reguläre Ausgabeaufschlag von 5 Prozent kann wie immer durch den Bezug über die Börse, Direktbanken oder Fondsbroker gesenkt oder ganz eingespart werden.

Unser Tipp

Von der Krise nur kurz getroffen, ist auch in den nächsten Jahren ein Ende des Wirtschaftsbooms in den BRIC-Ländern nicht abzusehen. Anleger müssen jedoch gute Nerven mitbringen, da die Aktienkurse in Schwellenländern in der Regel stärker schwanken als bei europäischen oder US-amerikanischen Standardwerten. Für die Anlage bietet sich daher der Fonds-Sparplan an. Dieser kauft bei niedrigen Kursen automatisch viele Anteile, bei hohen Kursen weniger Anteile ein, so dass sich ein günstiger Kursdurchschnitt ergibt (sog. Cost-Average-Effect).