Newsletter 2009 - Mai
In Zeiten der Krise wächst bei Anlegern das Interesse für solide Anlagen. Nicht mehr der neueste Trend, der heißeste Markt und der höchste Wertzuwachs stehen im Vordergrund, sondern ein langfristiger und nachhaltiger Vermögenszuwachs. Deshalb rücken verstärkt Fonds in den Mittelpunkt, die vor ein, zwei Jahren wegen ihrer „schlechten“ Renditen noch keine Beachtung fanden, jetzt aber mit geringen Verlusten oder sogar leichten Gewinnen punkten können. Dazu gehört auch der M & W Capital des Vermögensverwalters Mack & Weise (WKN 634782, ISIN LU0126525004).
Wo der Fonds investiert
Ziel des Fonds ist die Erzielung überdurchschnittlicher Renditen bei gleichzeitiger Begrenzung der Schwankungen, also eine stabile und kontinuierliche Wertentwicklung. Der M & W Capital wird offiziell als Aktienfonds angeboten, tatsächlich ist das Management aber völlig frei in der Anlageentscheidung.
Diese Freiheit wurde rechtzeitig genutzt und es wurde in großem Umfang in Anleihen und Barreserven umgeschichtet. Derzeit sind rund 63% des rund 65 Mio. Euro umfassenden Verwaltungsvermögens in festverzinsliche Wertpapiere investiert. Beachtlich sind auch die Barreserven: Rund 28% des Vermögens sind liquide und können bei ersten Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung kurzfristig in den Aktienmarkt investiert werden. Lediglich rund 8% des Vermögens sind in Aktien investiert, wobei mit 1,4% Gazprom der größte verbliebene Posten ist.
Stabile Wertentwicklung
Der kurz vor Beginn der letzten Börsenkrise im August 2001 aufgelegte Fonds wurde bislang von Verlusten verschont, eine beachtliche Leistung! In den langen Zeiträumen 3 bzw. 5 Jahren lag die Rendite bei rund 7 bzw. 21 Prozent je Jahr. Auch relativ zur Benchmark MSCI World Index schnitt der Fond sehr gut ab. Die Wertentwicklung lief in den o.g. Zeiträumen um 47 Prozent bzw. 43 Prozent besser als der Vergleichsindex. Dass der Fonds in den Boomjahren 2005 bis 2007 wohl von vielen Anlegern geschmäht wurde, erklärt sich mit einem Blick auf den Kursverlauf: Bis zum Ausbruch der Krise in 2007 hinkte der M & W Capital etwa 12 Prozent hinter dem MSCI World hinterher; ein Zeichen dafür, dass das Management die Überhitzung an den Märkten rechtzeitig erkannt und frühzeitig das Geld in Sicherheit gebracht hat. Sicherheit bedeutet eben auch Verzicht auf „gierige“ Renditen: Auch in den vergangenen 12 Monaten fuhr der M & W Capital rund 9 % Gewinn ein.
Die Wertentwicklung wurde von Morningstar mit 5 von 5 Sternen belohnt. FERI ratet das Management allerdings nur mit der Note C, was nicht ganz nachvollziehbar ist.
Die Fondskosten (TER) liegen mit 1,65 Prozent des Vermögens pro Jahr im Rahmen. Der Fond schüttet nicht aus. Der reguläre Ausgabeaufschlag von 4 Prozent kann leicht durch günstige Angebote von Internetbanken und Discountbrokern umgangen werden. Der Fonds wird zudem auch an der Börse gehandelt, allerdings mit eher geringen Umsätzen.
Fazit
Spitzenrenditen in boomenden Märkten und Regionen haben in den vergangenen Jahren viele Anleger in Rohstoff-, Osteuropa- und Schwellenmarktfonds gelockt. Wer nicht rechtzeitig verkauft hat, muss jedenfalls im Moment mit einem dicken Minus leben. Die Kunst der soliden Anlageverwaltung besteht in einer ausgewogener Anlage und dem Geschick, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen. Zudem ist es von Vorteil, wenn es die Statuten des Fonds erlauben, auch Anleihen zu kaufen. In diesem Sinne und wegen des defensiven Ansatzes ist der M & W Capital auch für sicherheitsorientierte Anleger interessant. Der Fonds empfiehlt sich damit als geeignet für die Altersvorsorge, sei es durch einmalige Anlage oder einen langfristigen Sparplan.