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Newsletter 2009 - Juli

Der Dr. Klein Fondstipp

Finanzkrise und Rezession haben Anleger im letzten Jahr kräftig durchgeschüttelt. Bankenpleiten und selbst der Bankrott ganzer Staaten, wie beispielweise Island, zerstörten zudem das Vertrauen in das Zahlungsmittel Geld. Nimmt man jetzt noch die exorbitante Steigerung der Staatsverschuldung in den USA und Europa dazu, drängt sich die Frage nach der wirklich sicheren und inflationsbeständigen Anlage auf. Fazit: Anleger kaufen verstärkt Gold, das seit Jahrhunderten als sichere Anlage geschätzt wird.

Wem die Direktanlage in Gold zu umständlich und kostenintensiv ist, dem sei der GoldPort StabilitätsFonds der DZ Bank unter dem Management des DJE Kapital Team von Dr. Jens Erhardt empfohlen (WKN A0 M67Q, ISIN LU0323357649). Ziel dieses Fonds ist es, den Anlagewert krisen- und inflationssicher zu halten und zudem eine möglichst risikolose Zusatzrendite zu erwirtschaften.

Wo der Fonds investiert

Investitionsschwerpunkt ist mit bis zu 30 Prozent physisches Gold als Direktinvestment lagernd in der Schweiz oder als physisch besichertes Zertifikat (sog. Exchange Traded Commodities, ETC).  Ergänzt wird das Portfolio durch inflationsgesicherte Euro-Staatsanleihen sowie Renten- und Geldmarktanlagen in der Schweiz. Das letzte Drittel des Anlagevermögens wird in Aktien mit den Schwerpunkten Rohstoffgewinnung, Versorger und schweizerische Bluechips investiert - als Top-Investments seien genannt Kali & Salz, Nestle und Royal Dutch Shell.

Krisenfeste Wertentwicklung

Der am 31. März 2008 zu Beginn der Krise aufgelegte Fonds konnte durch eine stabile Wertentwicklung punkten. Bei einem Ausgabekurs von 100 CHF kam es im Herbst 2008 durch den Aktienanteil auch zu leichten Verlusten von rund 10 Prozent, zwischenzeitlich konnte sich der Wert bei etwa 102 bis 104 CHF stabilisieren. Wer vor genau einem Jahr gekauft hat, kann sich sogar über eine Rendite von rund 8 Prozent freuen.

Der Fonds erweist sich damit als deutlich krisenfester als reine Rohstoff- und Minen-Fonds. Während Minenaktien im Zuge der Krise deutlich verloren haben, blieb der Goldkurs auf hohem Niveau bei rund 900 bis 1000 USD je Unze stabil. Staatsanleihen konnten leicht dazu gewinnen und bei Aktien ist auf eine Erholung zu hoffen.

Der Fonds schüttet jährlich Dividenden und Erträge, nicht aber Kursgewinne, an die Anleger aus. Die Verwaltungsvergütung des Fonds liegt mit 1,2 Prozent im Rahmen, die gesamten internen Kosten des Fonds (TER) sind mit rund 2,6 Prozent p.a. recht hoch. Dies wird sich  wohl erst relativieren, wenn das bisher recht kleine Anlagevermögen von rund 16 Mio. CHF wächst.

Für sicherheitsorientierte Anleger geeignet

Wer sich in zunehmend unsicheren Zeiten vor allem ins physische Gold flüchten will, ohne sich mit Lagerung beschäftigen zu wollen, und zudem noch eine Zusatzrendite erwirtschaften will, ist mit dem Fonds sehr gut bedient. Die Risiken eines plötzlichen Goldpreisverfalls sind gering; die Chance, dass der Aktenanteil sich mittelfristig erholt, eher groß. Wegen der geringen Volatilität und der breiten Streuung eignet sich der Fonds nicht nur zur Beimischung, sondern auch als Hauptanlage für sicherheitsorientierte Anleger.

Den renditezehrenden Ausgabeaufschlag von regulär 5 Prozent sollte man durch den Kauf bei unabhängigen Fondsbrokern oder Anbietern mit Ausgaberabatt möglichst umgehen.