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Newsletter 2008 - April

Finanzmarktkrise

Wie kam es zur Finanzmarktkrise?

Ihren Ursprung hat die weltweite Finanzmarktkrise im amerikanischen Subprime-Markt, dem Markt für Kredite an bonitätsschwachen Kunden. In den USA ist es gang und gäbe, Immobilienkredite auch an Kunden mit niedriger Bonität zu vergeben. 2007 stagnierten bzw. fielen erstmals Immobilienpreise in den USA, während die Kreditzinsen stiegen. Immer mehr Kreditnehmer konnten so ihre Kreditraten nicht mehr bezahlen.

Die Immobilienkredite wurden von den amerikanischen Banken als Wertpapiere verbrieft und als forderungsbesichertes Wertpapier verkauft, das hohe Gewinne versprach. Das lockte auch deutsche Banken an und so investierten sie in diese Wertpapiere. Durch die Subprime-Krise kam der Handel mit den Wertpapieren zum Erliegen – und viele der beteiligten Kreditinstitute kamen in Finanznöte. Auch in Deutschland gerieten einige Institute an den Rand der Insolvenz. So hatten beispielsweise die Mittelstandsbank IKB und die Sachsen-LB Verlustabschreibungen in Milliardenhöhe. Um die drohende Insolvenz zu vermeiden, wurde die Sachsen-LB an die Landesbank Baden-Württemberg verkauft, die IKB erhielt milliardenschwere Unterstützung aus einem Bankenpool. Für eine Bank bedeutete die Finanzmarktkrise bereits das Aus: die Weserbank musste im April Insolvenz anmelden.

Betrifft die Finanzmarktkrise auch den Normalanleger?

Wer sein Geld bei einem öffentlich-rechtlichen Kreditinstitut angelegt hat, muss sich keine Sorgen machen. Laut Gesetz sind alle Banken in Deutschland verpflichtet, die Gelder ihrer Kunden bis zu einer Höhe von 90 Prozent und maximal 20.000 Euro zu schützen. Zudem gehören fast alle Kreditinstitute in Deutschland einem Einlagensicherungsfonds an, der Kundengelder über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus schützt. Dabei hat jede Bankengruppe, egal ob privat, öffentlich-rechtlich oder genossenschaftlich, ihren eigenen Fonds. Muss eine Bank Insolvenz anmelden, sind die Anlagen über den jeweiligen Einlagensicherungsfonds und in einer festgelegten Höhe abgesichert.

So sind beispielsweise die Kundengelder bei öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Banken zu 100 Prozent geschützt. Einlagen bei Privatbanken werden je Kunde bis zu einer Höhe von 30 Prozent des im letzten Jahresabschluss ausgewiesenen Eigenkapitals der jeweiligen Bank gesichert. Selbst bei einer kleinen Bank mit einem Eigenkapital von 5 Millionen Euro bedeutet dies praktisch die volle Sicherung der Einlagen, denn damit sind bereits Beträge bis 1,5 Millionen Euro pro Anleger voll geschützt.

Die Einlagensicherung gilt ausschließlich für Giro-, Tages- oder Festgeldkonten.

Dr. Klein rät

Jeder sollte sich gut überlegen, ob er für eine geringfügig höhere Rendite die Sicherheit seiner Anlage riskieren möchte. Besonders bei ausländischen Banken ist dieser Schutz oft nicht gegeben, denn sie sind nicht an die deutsche Einlagensicherung gebunden. Im Fall einer Insolvenz garantieren diese Institute nur eine Rückzahlung bis zu einer bestimmten Betragsgrenze. Legen Sie Ihr Geld beispielsweise bei einer niederländischen Bank an, sind maximal 20.000 Euro geschützt.

Wir empfehlen Ihnen die Geldanlage bei Banken aus dem öffentlich-rechtlichen Sektor, wie beispielsweise der DKB. Auch bei privaten Banken mit großem Namen ist Ihr Geld sicher. Beispielsweise bietet die comdirect bank, eine Tochter der Commerzbank, derzeit 4,75 Prozent auf das Tagesgeld PLUS an. So erhalten Sie neben einer hohen Rendite auch noch den vollen Einlagenschutz.

 

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