Newsletter 2007 - Mai
In einer Gesellschaft, die in ihrer Gesamtstruktur immer stärker altert, sind Aktien aus dem Bereich Medizin und Biotechnologie ein attraktives Investment. Hier bietet sich ein Blick auf den Branchenfonds FCP OP MEDICAL BioHealth-Trends an, der von der Banktochter Sal. Oppenheim und der Oppenheim Pramerica Asset Management unter den ISIN Nummern LU0119891520 und LU0228344361 angeboten wird. Warum zwei ISIN für einen Fonds? OP bietet hier zwei Anteilsklassen an, die Klasse EUR und EUR H. Der Fonds wird jeweils in Euro geführt. Bei der Klasse EUR H werden alle Anlagen, die nicht in EURO lauten, gegen Fremdwährungsrisiken abgesichert. Dies ist insbesondere für eher kurz- und mittelfristig orientierte Anleger aus Europa interessant, die starke Währungsschwankungen zwischen US-Dollar und EURO fürchten, da der Fonds derzeit nur zu 4 Prozent Anlagen in der EURO-Zone hält, jedoch rund 88 Prozent US-Werte beinhaltet.
Der Anlageschwerpunkt des Fonds ist auf zukünftig interessante Wachstumswerte im Gesundheitsbereich ausgerichtet. Bei der Aktienauswahl werden daher kleine und mittlere Gesellschaften berücksichtigt. Pharmariesen werden nicht eingekauft. Um das Risiko zu streuen, werden in der Regel nicht mehr als 3- 4 Prozent in einen Wert investiert.
Wo der Fonds investiert
Der Fonds ist international investiert, wobei, wie bereits erwähnt, der Dollarraum mit einem Anteil von rund 88 Prozent massiv übergewichtet ist. Bezogen auf die einzelnen Werte sind Biotech-Aktien mit 36,5 Prozent hauptgewichtet, gefolgt von Medizintechnik mit 24,3 Prozent und kleinen innovativen Pharmafirmen (Emerging Pharma) mit 24,1 Prozent.
Die Fokussierung des Fonds wird besonders deutlich, wenn man sich die derzeit fünf wichtigsten Einzelwerte ansieht. Die Firmen Sanatarus, Cubist Pharma, Biomarin Pharma, Indevus Pharma und HMS Holding dürften wohl nur Fachleuten ein Begriff sein.
Gute langfristige Wertentwicklung
Der Fonds weist, wenn auch unter recht starken Schwankungen, eine stabile bis gute Performance auf. Der Wertzuwachs betrug nach 5 Jahren rund 20 Prozent, nach 3 Jahren ca. 7 Prozent sowie im letzten Jahr rund -3 Prozent. Der Vergleichsindex MSCI World Pharma Biotech lag dagegen nach einem Jahr bei rund 4 Prozent und nach 3 Jahren bei ca. 10 Prozent. Insgesamt hat sich die gesamte Branche ohnehin relativ schlecht entwickelt; so lag der MSCI World Index bezogen auf den Zeitraum von 3 Jahren bei rund 33 Prozent im Plus. Hier sieht man auch einmal deutlich die Nachteile, die ein Branchenfonds mit sich bringen kann. Die Fondskosten (TER) fallen mit 2,06 recht hoch aus (Agio 5%). Der Fonds schüttet nicht aus, sondern thesauriert die Erträge.
Die langfristig insgesamt recht gute Performance des Management-Teams wird von den unabhängigen Rating-Agenturen wie folgt beurteilt: S&P vergibt derzeit 3 von 5 Sternen, MorningstarRating 4 von 5 Sternen und FERI die Note B (Bestnote ist A).
Dr. Klein rät
Wer besondere Chancen im Bereich innovativer Medizinfirmen und dem Biotech-Sektor sieht, kann sich hier bedenkenlos einkaufen. Der Fonds gehört zu den Besten seiner Branche. Kurz- bis mittelfristig orientierte Anleger sollten hingegen eher Index-Zertifikate in Erwägung ziehen; hier ist die Kostenstruktur häufig günstiger und die naturgemäß stärkeren Schwankungen von Branchen können besser ausgenutzt werden.
Trotz der breiten Streuung des Fonds empfiehlt sich nur eine Beimischung, denn selbst wenn man seinen persönlichen Schwerpunkt im Bereich Pharma legen will, gehören ebenfalls die großen Pharmawerte ins persönliche Depot. Sollte der persönliche Anlagehorizont unter 5 Jahren liegen, empfiehlt es sich, auf die oben beschriebene Anteilsklasse EURO H auszuweichen, um Währungsschwankungen zwischen Euro und US-Dollar abzufedern.
Die Dr. Klein & Co. AG weist ausdrücklich darauf hin, dass die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten darstellen. Sie ersetzen auch nicht eine fachliche Beratung.