Blogparade mit dem CreditPlusBlog: Social Media in Unternehmen – darauf kommt es an!

BlogparadeNachdem ich vor einiger Zeit einen Überblick über die Finanzunternehmensblogs zusammengestellt hatte, habe ich mich ganz besonders über das positive Feedback von Melanie Klagmann vom CreditPlusBlog gefreut.

 

Nach einigen ausgetauschten Mails war uns schnell klar, dass wir uns eine Scheibe von den freien Bloggern abschneiden und enger zusammenarbeiten möchten.

 

Als erstes gemeinsames Projekt haben wir uns eine Blogparade vorgenommen, und jetzt ist es soweit: Melanie und ich starten heute eine Blogparade zum Thema „Social Media in Unternehmen – darauf kommt es an!“. Hier ist mein Beitrag zur Parade, die allgemeinen Infos zum Ablauf gibt es dann am Ende des Artikels:

 

Social Media in Unternehmen – darauf kommt es an!

 

Der „Social Media-Kompass“ spricht eine klare Sprache: Social Media ist inzwischen in der Unternehmenswelt angekommen. Nach Angaben des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) waren 2012 rund 85 Prozent der werbetreibenden Unternehmen auf Social Media-Kanälen vertreten. Das „ob“ ist also nicht mehr das bestimmende Thema. Wie Social Media aber genau genutzt werden soll, stellt so manches Unternehmen vor eine Herausforderung.

 

Meiner Meinung nach sind die folgenden fünf Ratschläge für geschäftliche Auftritte auf Social Media besonders wichtig:

 

1.       Die Risiken von Social Media nicht überbewerten

 

Selbstverständlich sollten Unternehmen ihre Präsenz auf Social Media-Kanälen ernst nehmen und sich frühzeitig Gedanken zu Krisenszenarios sowie angemessene Reaktionen darauf machen. Medienberichte über Shitstorms und Trolle sorgen aber bei so manchem Verantwortlichen dafür, dass die Angst vor den Risiken den Blick auf die zahlreichen Chancen verstellt und Social Media nur „mit angezogener Handbremse“ genutzt wird. Krisenkommunikationsexperten halten aber dagegen: Ihrer bisherigen Erfahrung nach können Krisen in den Social Media-Kanälen kurzfristig auf Orkanstärke anschwellen, langfristige Schäden für Konzernimage und -bilanz wurden bisher noch nicht offiziell festgestellt.

 

2.       Die unternehmensspezifischen Herausforderungen erkennen

 

Jedes Unternehmen muss sich ganz speziellen Herausforderungen für den Social Media-Auftritt stellen, die zum Beispiel von den Bedingungen der jeweiligen Branche abhängen. Unser Unternehmen Dr. Klein ist als Finanzdienstleister eine klassische „No-Love-Brand“ auf Facebook, während sich beliebte Handelsmarken wie Coca-Cola auf eine begeisterte Fangemeinde stützen können.

 

Eine der speziellen Herausforderungen unserer Marke lautet deshalb: Unsere Produkte aus den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung oder Geldanlage bestehen in der Realität aus einem beschriebenen Stapel Papier, dessen Aussehen im Gegensatz zu einem Automodell nicht fasziniert. Deshalb müssen wir auf andere Art und Weise Interesse für Dr. Klein und seine Produkte wecken. Weitere Gedanken zu den Herausforderungen für Finanzdienstleistungen habe ich vor einiger Zeit in einem Allfacebook-Artikel zusammengefasst.

 

3.       Die passenden Social Media-Kanäle auswählen

 

Abhängig von Branche und Produkten sollten auch die jeweils passenden Social Media-Kanäle ausgewählt werden. Wer mit schicken Produkten punkten kann, wählt andere Kanäle als ein B2B-Dienstleistungsunternehmen. Gleichzeitig gilt gerade für kleinere Unternehmen mit geringen Ressourcen für Social Media: Wenige Kanäle, die regelmäßig bespielt werden, sorgen für mehr Aufmerksamkeit und machen einen besseren Eindruck.

 

4.       Das Unternehmen authentisch darstellen

 

Auf den einzelnen Social Media-Kanälen herrscht eine besondere Atmosphäre und ein spezieller Umgangston, den ein Unternehmen treffen muss. Dieser Ton weicht in der Regel vom klassischen Kommunikationsstil des Unternehmens ab, sollte sich aber nicht völlig mit ihm beißen.

 

Der klassische „PR-Stil“ ist auf Social Media ein No-Go – genauso wenig wollen die User von Unternehmen auf allzu kumpelhaft-distanzlose Art angesprochen werden, um die Grenzen zwischen Konzern und Kunde zu verwischen. Es ist also Fingerspitzengefühl gefragt.

 

5.       Die Mitarbeiter mit ins Boot holen

 

Melanie sieht es in ihrem Beitrag zur Blogparade genauso: Die Angestellten eines Unternehmens sind seine besten Repräsentanten. Am besten funktioniert das, wenn das Unternehmen seinen Mitarbeitern mit „Social Media Guidelines“ unter die Arme greift und ihnen bewusst macht, dass sie, zum Beispiel bei Fachdiskussionen im Netz, als Stellvertreter des Konzerns wahrgenommen werden, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ein Hinweis in den Guidelines darauf, dass vertrauliche Infos auch in den Büroräumen bleiben sollten, ist ebenfalls gang und gäbe.

 

Haben wir wichtige Punkte ausgelassen? Was ist unbedingt zu beachten? Wir freuen uns, wenn Sie auf Ihrem Blog einen eigenen Beitrag zur Blogparade Social Media in Unternehmen – darauf kommt es an schreiben. Wir informieren unsere Leser ebenfalls über Ihren Beitrag.

 

Wenn Sie an der Blogparade teilnehmen wollen, aber nicht genau über die einzelnen Schritte Bescheid wissen, melden Sie sich gerne bei mir: blog@drklein.de. Auch dieser Artikel von Social-Media-Profi Annette Schwindt erklärt, wie eine Blogparade abläuft: http://www.schwindt-pr.com/2013/08/05/blogparadenblogparade/.

 

Unsere Parade läuft ab heute bis zum 13.12.2013 – wir sind sehr gespannt auf Ihre Beiträge.

 

 

Hier finden Sie alle bisherigen Beiträge zu unserer Blogparade:

 

Blogbeitrag von Franz Sebastian Welter (Volksbank Bühl)

Blogbeitrag von Aline Schmidt (Verdure)

Blogbeitrag von Boris Janek (Finance 2.0 / electrouncle)

Blogbeitrag von Elmar Borgmeier (Next Generation Finance /syngenio)

Blogbeitrag von Christian Ohning (Gedankenspringer)

Blogbeitrag von Nadine Steinhübel (Enterprise-2.0-Blog)

Blogbeitrag von Sabine Haas (3c Blog)

Blogbeitrag von Claudia Mutschlechner (sympra Blog)

Blogbeitrag von Klemens Surmann (Gothaer2Know)

Blogbeitrag von Stefan Hauck (SAS Blog)

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Kommentare


  1. Lothar Lochmaier

    Hier kommen nun meine “Guidelines” zu Social Media und den Banken:

    Wie lassen sich sowohl Innovationsprozess und Produktgestaltung sinnvoll „auf den Kopf“ stellen? Aber nicht in der grauen Theorie, sondern durch harte und schmerzhafte Erfahrungen in der Praxis. Dazu bedarf es zunächst einer Social Media Strategie, die sich an „aussagefähige“ Analyse- und Prognosesysteme andockt. Dazu bedarf es intelligenter Votingsysteme, die Bedarf und Nachfrage der Stakeholder rund um die Uhr erfassen und ausbalancieren. Schließlich könnten die Anleger selbst mitbestimmen, welche Vorhaben finanziert und welche Kredite an wen vergeben werden.

    Der Plattformbetreiber wird natürlich die Bonität prüfen und auch noch ein Auge darauf haben, welche Vorhaben aussichtsreich sind. Aber das hierarchische Unternehmen rückt in den Hintergrund und lässt stattdessen den Teilhabern mehr Spielraum. In der Praxis ist dieses Vorhaben gleichwohl nicht leicht umzusetzen und keineswegs nicht mit Werkzeugen von der Stange zu lösen. Der Markt wird es aber schon richten. Denn Märkte sind Menschen. Und Menschen führen (offene, manchmal auch konfliktreiche) Gespräche.

    Zentral in der Vorbereitung von zielgerichteten Aktivitäten in der Finanzkommunikation mit unterschiedlichen Stakeholdern sind deshalb die Aspekte „Transparenz“ und „Selbstbestimmung“, durch die mit Hilfe von Social Media im Zeitalter der deutlich stärker am Kundenwohl orientierten „Bank 2.0“ die Nutzer selbst bei der Gestaltung von Bankprodukten mitwirken, etwa um die Geldströme produktiv und nah am Puls der realen Wirtschaft zu platzieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Lothar Lochmaier
    http://www.socialbanking20.com

    • Hallo Herr Lochmaier,

      besten Dank für Ihren Beitrag zu unserer Blogparade. Social Media sollte von den Finanzunternehmen unbedingt als Chance verstanden werden, die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden direkt aufzunehmen. Auch wenn diese Veränderungen Finanzdienstleister auf unbekanntes Terrain führen und etablierte Unternehmensstrukturen in Frage stellen.

      Bezogen auf die kundengesteuerte Gestaltung von Bankprodukten – gibt es Ihrer Meinung nach schon erfolgsversprechende Projekte? Ich habe zum Beispiel in der letzten Zeit von der „Hello bank“-Co-Creation-Initiative von Cortal Consors gelesen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Caroline Scherr


  2. Christian Ohning

    Ich freu mich, dass ich so ein spannendes Thema für meine erste Teilnahme an einer Blogparade gefunden habe.

    Schaut Euch doch mal meinen Artikel an:
    http://ohning.net/gedanken-springer/?p=7

    PS: Durch einen kleinen Umzug ändert bitte den bereits eingebundenen Link zu meinem Artikel der auf Blogger gehostet war.


  3. Klemens Surmann

    Guten Morgen, wir von der Gothaer sind seit Anfang 2010 im Web unterwegs. Wir können nurn zustimmen – man muss authentisch sein und sich auch Kritik nicht verschließen. Ansonsten schaut mal in unseren Blogbeitrag zu dem Thema : http://gothaer2know.de/social-media-unternehmen/.


  4. Benjamin Riedel

    Vielen Dankf für diesen sehr informativen Blog-Beitrag. Social-Media als wichtigtes Online-Marketing Instrument sinnvoll und den Zielvorstellung des Unternehmens entsprechend einsetzen. Vielen Dank aus Baden-Württemberg von http://www.riedelit.de – Benjamin Riedel Stuttgart