Newsletter 2007 - April
„Bis zu 4,5 Prozent Zinsen auf Ihr Tagesgeld.“ Das klingt nach einem tollen Angebot, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Und auch bei den kostenlosen Konten, die mittlerweile fast jede Bank anbietet, werden zahlreiche Kunden hellhörig. Doch welche Bedingungen stecken wirklich hinter den Konten und mit welchen Fallstricken sollten Sie rechnen? Dr. Klein verrät Ihnen die Tricks der Banken.
Die Angebote der Banken
Dass der Trend zum kostenlosen Konto geht, ist unübersehbar. Das Hauptkonto des Kunden ist für die Bank die Basis für weiteres Geschäft, deshalb ist hier der Kampf um die Kunden besonders groß. Mittlerweile bieten viele Banken Konten an, bei denen die monatliche Grundgebühr entfällt. Gerade Direktbanken, bei denen Sie Ihr Konto online oder telefonisch führen, können aufgrund ihrer kostengünstigen Struktur mit kostenlosen Angeboten und besonders hohen Zinsen punkten. Inzwischen machen aber auch immer mehr Filialbanken gute Angebote, um neue Kunden zu gewinnen. Viele der Angebote gelten aber auch nur für Neukunden.
Doch was steckt hinter den tollen Angeboten? Sind kostenlose Konten wirklich kostenlos? Bekommen alle Kunden hohe Zinsen und niedrige Gebühren?
Das Kleingedruckte der Banken bei Girokonten
Eine große Zahl der Banken verzichtet mit Ihren kostenlosen Girokonten auf die monatliche Grundgebühr. Welche anderen Gebühren bei der Kontoführung anfallen, sollten Sie genau vergleichen. Denn Möglichkeiten für die Bank, ihre Gebühren zu verstecken, gibt es zahlreiche.
So lassen sich einige Banken ein überzogenes Konto mit enorm hohen Dispozinsen bis zu 13,75 Prozent bezahlen. Die Guthabenzinsen dagegen erweisen sich, wenn man genauer hinschaut, als extrem niedrig. Andere wiederum setzen ein Mindestguthaben oder einen Mindestgeldeingang von z.B. 1.200 € voraus. Wenn dies nicht erreicht wird, werden monatliche Kontoführungsgebühren von bis zu 7,90 € fällig. Wird das Guthaben nur sehr niedrig verzinst, liegen auch hier versteckte Kosten. Denn auch Beträge in dieser Größenklasse bringen auf anderen Konten bis zu 3 Prozent. Und nicht selten verlangen die Banken für eine dazugehörige Kreditkarte bis zu 30 Euro, die Sie bei einem anderen Institut kostenlos bekommen könnten.
Auf leicht verständliche Angebote achten
Gerade bei komplizierten Angeboten, die Sie nicht auf den ersten Blick verstehen, lassen sich Gebühren leicht verstecken. Gehören mehrere Produkte zu einem Angebot, so können die Gebühren z.T. nur schwer nachvollzogen werden und der Kunde verliert leicht den Überblick.
Ein Anbieter wirbt z.B. derzeit mit einem Zins von 4,5 Prozent für Neukunden. Daran sind allerdings zahlreiche Bedingungen geknüpft. So gilt dieses Angebot nur, wenn Sie bisher kein Kunde dort waren. Auf dem Tagesgeldkonto bekommen Sie dann für sechs Monate 4,5 Prozent Zinsen – danach gelten die aktuellen Tagesgeldzinsen. Zusätzlich zum Konto müssen Sie außerdem ein Wertpapierdepot eröffnen. Und auch die monatliche Kontoführungsgebühr entfällt nur, wenn Sie durchschnittlich 2.500 Euro auf einem Konto der Bank haben, dort über einen laufenden Sparplan verfügen oder regelmäßig Wertpapierkäufe tätigen.
Dr. Klein rät
Vergleichen lohnt sich, denn das auf den ersten Blick günstigste Angebot ist nicht immer das beste. Achten Sie auf Fußnoten und besondere Bedingungen! Nur durch einen Vergleich finden Sie heraus, welches Angebot für Sie am besten ist. Manchmal ist das auf den ersten Blick bessere Angebot gar nicht so gut, wie es scheint und das zweitbeste passt viel besser zu Ihnen. Schauen Sie daher hinter die Fassade und lesen Sie Fußnoten sorgfältig. umfangreichen Geldanlage Vergleich - Hier haben Sie die Angebote vieler Banken inklusive Nebenbedingungen und Kleingedrucktem auf einen Blick.