1. Welche Zusatzpolicen sind sinnvoll?
Private Versicherer und gesetzliche Krankenversicherungen bieten mit großem Erfolg Zusatzpolicen an. Doch ist jeder Schutz unbedingt notwendig? Nein, sagt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Ausgabe 06/08.
Finanztest hat dafür jede Versicherungsart unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Auslandsreise-Krankenversicherungen der privaten Gesellschaften sowie der "Wahltarif Ausland", das Pendant der gesetzlichen Krankenkassen, sind "sehr zu empfehlen“. Ebenso empfehlenswert ist die Krankentagegeldversicherung. Dagegen sind die fast gleich lautende Krankenhaustagegeldversicherung, die Brillenversicherung, die Versicherung für Privatabrechnung beim Arzt, das so genannte Kostenerstattungsverfahren, und die Kurtagegeldversicherung "unnötig". Um welche Zusatzpolicen sollte man sich also kümmern?
Pflicht: Auslandsreise-Krankenversicherung Wer außerhalb Deutschlands Urlaub macht, braucht eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Denn die gesetzliche Krankenversicherung kommt nicht einmal innerhalb der Europäischen Union für alle Gesundheitsleistungen auf. So werden beispielsweise die Kosten für den Rücktransport aus dem Ausland nach Deutschland von Krankenkassen nicht übernommen. Und auch auf so manchen Behandlungskosten bleibt der Kassenpatient ohne Auslandskrankenschutz sitzen.
Sinnvoll: Zahnzusatzschutz Wer einen höherwertigeren Zahnersatz wünscht, als es die Kasse bezuschussen würde, sollte über eine Zahnzusatzversicherung nachdenken. Immer mehr Versicherte lassen sich lieber ein Implantat statt einer Brücke einsetzen. Ein Implantat kann jedoch 1800 Euro und mehr kosten – nicht jeder hat so viel Geld auf der hohen Kante. Auch Versicherungspakete etwa für Zähne, Brille und Heilpraktiker helfen Kunden weiter, die gerne Extraleistungen in Anspruch nehmen. Eine ausschließliche Brillenversicherung ist aber laut Finanztest nicht nötig. Oft ist die Leistungsobergrenze der Police im Verhältnis zum Beitrag so gering, dass es für den Brillenträger günstiger ist, das Geld selbst zu sparen.
Ratsam: Pflegezusatzversicherung Auch zu einer Pflegezusatzversicherung rät Finanztest. Im Ernstfall deckt die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teil der Pflegekosten. Das wird sich auch nach der bevorstehenden Gesundheitsreform kaum ändern. Je nach Pflegebedürftigkeit kann bereits jetzt eine Lücke von bis zu 2000 Euro im Monat entstehen. Und die müssen Betroffene ohne private Zusatzversicherung aus eigener Tasche schließen.
Seit dem Wegfall der Eigenheimzulage im Jahr 2006 werden weniger Bauaufträge erteilt. Im Mai dieses Jahres verzeichnete das Statistische Bundesamt am Bau preisbereinigt sieben Prozent weniger Auftragseingänge als im Vormonat. Bereits im vergangenen Jahr sind die Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser um 34,7 beziehungsweise 36,8 Prozent gegenüber 2006 zurückgegangen. Vor rund einem Monat hat der Bundestag auf diese Entwicklung reagiert: Am 20. Juni wurde das Gesetz zur verbesserten Einbeziehung der selbst genutzten Wohnimmobilie in die geförderte Altersvorsorge (Eigenheimrentengesetz – EigRentG) verabschiedet. Damit wird die selbst genutzte Immobilie auch unter dem Aspekt einer Förderung wieder attraktiver.
Wer sich daher jetzt für den Kauf einer Immobilie entscheidet, freut sich auch über die noch günstigen Möglichkeiten zur Finanzierung dieses Traums. Denn die Zinsen für Immobiliendarlehen sind historisch betrachtet günstig. Findet man jedoch erst in einigen Monaten die passende Immobilie oder ein geeignetes Grundstück zum Bauen, könnten die Zinsen bereits gestiegen sein. Für dieses Problem gibt es jetzt eine Lösung: die Reservierungshypothek.
Bislang war es nur Immobilienbesitzern möglich, sich das heute noch günstige Zinsniveau zu sichern. Mit der Reservierungshypothek können dies ab sofort auch potentielle Immobilienbesitzer, die noch nach dem geeigneten Objekt suchen. Sie erhalten eine feste Finanzierungszusage – auch ohne konkrete Immobilie. Voraussetzungen sind der Einsatz von mindestens 30 Prozent Eigenkapital, ein vollständig ausgefüllter Antrag mit den Immobilienrahmendaten sowie eine vollständige Bonitätsprüfung. Die Zinsen werden dann bis zum endgültigen Darlehensvertrag bis zu sechs Monate garantiert.
„Mit der Reservierungshypothek unterbreiten wir einer bislang vernachlässigten Zielgruppe ein innovatives Angebot“, so Stephan Gawarecki, Privatkundenvorstand beim Allfinanzdienstleister Dr. Klein. „Wir rechnen mittelfristig mit steigenden Zinsen. Dank der Reservierungshypothek können wir jetzt künftigen Immobilienerwerbern die heute noch attraktiven Konditionen anbieten.“ |