Sechs deutsche Banken verpatzen Stresstest
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Die europäische Bankenaufsicht EBA sorgt mit den Ergebnissen des neuesten Stresstests für Wirbel: Der Test hat einen Kapitalbedarf von 114,7 Milliarden Euro bei den europäischen Finanzinstituten aufgedeckt. Bei der letzten Überprüfung der EBA Ende Oktober hatten 106 Milliarden Euro gefehlt. Insbesondere die deutschen Banken benötigen inzwischen mehr Finanzmittel. |
Commerzbank: Höchster Kapitalbedarf unter deutschen Banken
Sechs deutsche Finanzinstitute „verpatzten“ den Stresstest und wurden angemahnt, für frisches Kapital zu sorgen. Insgesamt fehlen den deutschen Banken 13,1 Milliarden Euro im Kampf gegen die Schuldenkrise. Der Commerzbank fehlen die meisten Mittel, laut EBA sind es insgesamt 5,3 Milliarden Euro, die aufgebracht werden müssen. Der Deutschen Bank wird empfohlen, 3,2 Milliarden Euro mehr zu bunkern.
Milliardenbeträge fehlen bei Landesbanken
Unter den weiteren „schwarzen Schafen“ der Branche befindet die NordLB, sie muss ihre Bestände um 2,5 Milliarden Euro erweitern. Bei der Landesbank Hessen-Thüringen fehlen 1,5 Milliarden Euro. Beide Banken steuern gerade schon mit Kapitalmaßnahmen verbesserte Werte an. Die DZ-Bank kommt mit einem Kapitalbedarf von 353 Millionen Euro noch vergleichsweise gut weg, bei der WestLB sind es 224 Millionen Euro, um die die Rücklagen laut EBA aufgestockt werden müssen.
Bundesbank und Bafin sprechen von harter Kernkapitaldefinition
Im Anschluss an die Bekanntgabe folgten kritische Worte der Betroffenen, zum Beispiel zur Höhe der angesetzten Kernkapitalquote. Auch Bundesbank und Bafin sprachen von einer sehr harten Kernkapitaldefinition. Die Institute haben nun bis zum 20. Januar Zeit, um den nationalen Aufsichtsbehörden darzulegen, wie sie ihre Kapitallücken schließen werden. Bis Ende Juni müssen die Pläne dann in die Tat umgesetzt werden. Falls die Maßnahmen der Banken scheitern, müssen sie voraussichtlich staatliche Hilfen annehmen.
