Baufinanzierung: So finanziert Deutschland das Eigenheim
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Eine Umfrage unter Bauherren und Immobilienkäufern zeigt, wie die Deutschen ihren Traum von Eigenheim finanzieren. Erhoben wurden der durchschnittliche Finanzierungsbedarf, die Zinsbindung, der Eigenanteil sowie der daraus resultierende Effektivzinssatz und die Tilgungsrate. Die Umfrage zeigt, dass der Großteil der Bauherren und Käufer die Chance auf staatlicher Förderung ungenutzt lässt. |
Welche Finanzierungsform in Deutschland überwiegt
Eine Umfrage des Immobilienportals ImmobilienScout24 ergab, dass die meisten privaten Immobilien in Deutschland mit einem Annuitätendarlehen finanziert werden (66 Prozent). 28 Prozent der knapp 1500 Befragten finanzierten ihr Eigenheim mit durch Bausparen, 6 Prozent nutzten ein Versicherungsdarlehen zur Baufinanzierung.
Die durchschnittliche Baufinanzierung in Deutschland
Im Durchschnitt wurden zwischen 100.000 und 200.000 Euro finanziert. Weit über die Hälfte der Befragten (60 Prozent) machten sich die aktuell sehr niedrigen Baufinanzierungs-Zinsen zu Nutzen und legten die Zinsbindung ihrer Baufinanzierung auf 10 Jahre fest. Die empfohlene Höhe von 20 bis 30 Prozent Eigenkapital konnten jedoch nur die wenigsten in die Finanzierung einbringen: 55 Prozent der Befragten gaben an, nur 25.000 Euro oder weniger als Eigenanteil in ihrer Baufinanzierung geltend machen zu können. Daraus ergab sich ein durchschnittlicher Effektivzinssatz von 3,7 Prozent, die monatliche Belastung betrug inklusive Tilgung im Durchschnitt 750 Euro.
Nur wenige nutzen Förderprogramme
Die Umfrage ergab auch, dass nur 40 Prozent der Immobilienkäufer staatliche Förderprogramme zur Baufinanzierung nutzen. Damit versäumen 60 Prozent der Antragsteller die Zuschüsse und zinsgünstigen KfW Darlehen der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau oder der einzelnen Bundesländer zu beantragen und verschenken damit bares Geld. Denn die geförderten Kredite bieten meist besser Konditionen als die Bank.
